Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Autofahren
Yvonne1:
Hallo!
Schon wieder ich ::), aber es brennt mir auf der Seele... Heute bin ich mal wieder ne längere Strecke mit dem Auto gefahren und da stellte ich wieder mal fest, dass mir da meine Psyche wohl einen Streich spielt >:(, habe bei absolut normal-guten Werten (rund 100 = für mich absolut normal und gut noch) solche Anfälle, dass ich stehenbleiben muss und messen muss, da mir da schwindlig/komisch wird - witzigerweise wird mir zuhause oder sonstwo nicht "komisch", nur eben beim Autofahren, daher ist es sicher psychisch >:( bedingt und natürlich zu den Zeiten, wo eine Hypo theoretisch möglich wäre ;D.
Nunja, riskieren tu ich dbzgl. sicher nichts!!!
Natürlich kann ich ja nicht immer gleich und jetzt und sofort stehenbleiben, also bleibt mir dann nix anderes übrig als etwas zu essen/trinken und erhöhe mir somit meinen Wert zb auf 150, was mich widerum dann ärgert, weils ja nicht nötig gewesen wär... :moser:
Generelle Frage: Wie handhabt Ihr das beim Autofahren, fahrt Ihr mit so Standardwerten wie sonst im Alltag üblich oder sagt Ihr da von vornherein, um jegliches Risiko auszuschließen, dass Ihr zb. mit einem Wert von 100-120, anstelle zb. 80 unterwegs seid? Wird immer vor der Fahrt gemessen? Bei einer längeren Fahrt haltet Ihr da mal an und überprüft den Zucker bwz. in welchen Abständen?
Irgendwie muß ich auch da eine sinnvolle Variante finden :kratz:, kann ja nicht essen, messen, gegenspritzen :nein:.
Danke!
Ralle:
Hallo,
ich setze mich ins Auto und fahre los - was sonst?
Wenn ich nun vorher Symtome einer Hypo hätte - ok, dann natürlich nicht. Aber sonst sehe ich nicht, was mir passieren sollte. Sollte ich das Gefühl einer Hypo haben, dann kommt ein Stück Traubenzucker rein. Dann würde ich vielleicht auch anhalten, klar. Aber im Vorfeld habe ich mir da noch nie Gedanken gemacht. Ich bekomme aber wenig Hypos, und ich merke die recht gut und frühzeitig.
Während einer Schulung hat man uns geraten, wenn man aufgrund einer Hypo rechts ranfährt und die Polizei fragt, was los ist, dann ist einem schlecht geworden oder sonst was. Man sollte dann nicht unbedingt erzählen, dass man Probleme mit dem Zuckerspiegel hat. Das kann Stress mit der Fahrerlaubnis geben.
In der gleichen Schulung galt für Hypo-Symtome übrigends eine Regel: ERST ESSEN, DANN MESSEN.
Gruß
Ralf
Whisper:
Hallo Yvonne
Habe beruflich mit dem Auto viel am Hut.
Im Auto ein BZ-Messgerät, messe immer vor der Fahrt.
Dann bin ich sicher, in der Konsole ist auch Traubenzucker und ein Orangen-Jus (gekühlt).
Dass macht die Sache sehr sicher!
Fahre ich länger als 1 - 2 Stunden, messe ich nochmals. Das klappt so eigentlich ganz gut.
Mit sind die Verkehrsteilnehmer wichtig, vor allem jene, die sehr entgegenkommend sind ;D
Alles darf passieren, aber kein Unfall wegen einer Hypo, da achte ich sehr darauf.
Also, eigentlich einfach, messen VOR der Fahrt! :D
manwe:
Hallo,
ich handhabe das mit dem Autofahren so, wie ich es sonst auch im Leben handhabe. Traubenzucker liegt natürlich überall im Auto herum (und nicht nur im Auto, sondern auch in der Jacke, in der Hose, im Tascherl vom Meßgerät ...).
Messen tu ich vor oder während (selbstverständlich parkend) dem Autofahren dann, wenn ich Zweifel habe, wo mein BZ gerade herumwuselt. Also grundsätzlich vor dem Autofahren messen tu ich nicht (wozu auch, wenn ich weiß, daß ich nicht zu niedrig bin? Wenn ich z. B. kurz nach dem Essen losfahre - vorher gemessen und dementsprechend gespritzt - was hätte es da für einen Sinn, gleich nochmals zu messen ...).
Und ich fahre auch mit 80 BZ (drunter natürlich nicht) oder 90 Auto und sehe keinen Grund, meinen BZ "künstlich" auf 120 zu heben. (Es kommt natürlich darauf an, woher die 80 kommen - wenn die aus einem freien Fall von 200 BZ herrühren, dann ist das was anderes. Aber das spür ich dann auch heftig. Aber grundsätzlich fühle ich mich mit 80 sehr wohl ...)
Am Anfang meiner Diabeteskarriere war das natürlich anders. Da war ich noch oft sehr unsicher und hatte auch etwas Spundus vor dem Autofahren, weil man ja anfangs noch nicht die Erfahrung hat, was denn der Blutzuckerspiegel so alles drauf hat und kann. Und halt auch dementsprechend Aber mit der Routine kommt auch eine gewisse Abgeklärtheit.
LG
Charly
Joerg Moeller:
Ich halte das genauso wie Charly. Und wenn sich da doch mal was hypomässiges ankündigt halte ich an und messe/esse (je nach Symptomen nicht unbedingt in dieser Reihenfolge). Und dann fahre ich auch erst dann weiter, wenn irgendwelche Symptome abgeklungen sind.
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