Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Federn lassen
Angelheart:
Hallo Hexe
da haste ja schon echt was geschafft! Hut ab!
Als ich merkte, dass ich nicht abnehme, egal, was ich versucht habe, wie viel oder wenig ich gegessen habe, kam der Doc auf die Insulinresistenz und im weiteren dann auch die Fettsäurenresistenz.
Ich habe immer zu hohe Blutzuckerwerte tolleriert. Hab schon bei 100mg/dl angefangen, aus Angst zu essen. Ruhig gefühlt habe ich mich erst ab 170mg/dl. Und da Kohlenhydrate ja gut sein sollen, habe ich mich über die Jahre bei 20-22BE und etwa 2000-2500kcal hochgefüttert. Trotz Sport.
Ich hab Obst und Brot gegessen, obwohl ich es nicht vertrage. Weil es ja empfohlen ist, hab monatelang Tagebuch geführt, völlig empfehlungskonform mit 30% Fett.
:gruebeln:
Eine Vollwertphase hatte ich auch, hab doch nach Bruker gelernt und versucht zu leben. Hab sogar Kurse dazu gegeben.
Mir ging es einfach nicht gut damit, da konnte der Verstand nicht drüber weg.
Und 6 Monate Weight Watschers brachten mir direkt ein Kilo mehr, noch vor den Sattmacher-Points.
Es gibt einfach nicht die allgemeingültige Empfehlung! Try and error :zwinker:. Um so spannender zu lesen, wie jemand seinen Weg findet!
Hydra:
Hallöle,
--- Zitat von: Angelheart am Mai 13, 2009, 16:06 ---Ich selbst habe mit Beginn meiner CSII vor 10 Jahren 30 Kilo zugenommen, nicht wissend woher und warum. Seit etwa 6 Jahren gehen die Kilos auch mit massivsten und vielfältigen Versuchen nicht weg.
--- Ende Zitat ---
Das kommt mir doch recht bekannt vor. Heute weiss ich, dass ich an diesem Prozess unwissentlich selbst mit beigetragen habe, indem ich meine ICT all zu großzügig genossen habe. Einige Erkrankungen, die entweder mit Cortisongaben behandelt werden müssen oder aber selbst körpereigene Cortisonausschüttungen hervorrufen, gepaart mit Entzündungsherden im Körper, dies alles zusammen erfordert sehr hohe Insulingaben und fördert damit eine noch schnellere Gewichtszunahme und die Entstehung einer Insulinresistenz. Irgendwann beginnt ein Kreislauf, der nur noch schwer zu durchbrechen ist.
Nachdem ich endlich Stück für Stück herausgefunden habe, was alles bei mir nicht stimmt und ich begonnen habe alle Störfaktoren zu behandeln/beseitigen, u.a. mit einer Umstellung auf die Insulinpumpe (halbe Basalratemenge, weiniger IE/BE), bin ich nun gewichtsmäßig endlich nach Jahren wieder auf dem absteigenden Ast.
Ich mache keine Diät, da diese nicht lange anhalten würde und zu dem gefürchteten Jojo-Effekt führen würde. Logi habe ich auch ausprobiert und es funktioniert zwar, aber irgendwann kommt der KH-Hunger und damit wieder eine leichte Gewichtszunahme.
Also mache ich lieber WW. Da kann ich alles essen auf das ich Lust habe. Über den Punktwert bekomme ich die Rückkopplung, wie "gehaltvoll" die Nahrung ist, die ich meinem Körper zufüge. Um "genügend" Nahrung aufnehmen zu können, bleibt mir nur, den Punktwert eines Lebensmittels möglichst gering zu halten und Nahrungsmittel ohne Punktwert (und davon gibt eine ganze Menge) als "Füllstoff" gegen Hunger zu nehmen. Außerdem gibt es die sogenannten satt für 3-4 Punkte Nahrungsmittel (die funktionieren zwar nicht alle bei mir, z.B. Nudeln satt geht nicht) Viele der Ohne-Punkt-Nahrungsmittel muss ich trotzdem berechnen, weil die BE´s berechnet werden müssen (insulinpflichtig = keine Gewichtsabnahme). Man glaubt nicht wie schnell man sich beim Einkauf umorientiert und abwägt, ob man sich bestimmte Lebensmittel tatsächlich leisten will/muss.
Nach nur 2 Wochen Wiederaufnahme WW kommt auch Dr. Teupes FPE zum tragen. da ich wieder auf den Fettgehalt der Nahrung achte, muss ich bereits meine IE/BE anpassen.
Ich bewege mich wieder etwas mehr und nehme sehr langsam aber dafür stetig ab. 4,5 Kilo habe ich bereits geschafft, noch 20,5 Kilo liegen vor mir. Mein nächstes Ziel ist 85 Kilo, dann gibt es neue Ohrringe. Kleine gut erreichbare Ziele setzen hilft mir dabei durchzuhalten.
LG
Hydra
Hexe:
Hallöchen
Bevor ich letztes Jahr anfing abzunehmen habe ich auch in einer dicken Resistenz gesteckt, keine Nüchternwerte unter 130mg/dl und ein 130iger Wert war schon ein Grund für einen Freudensprung!
Konnte spritzen wie ich wollte ( mit ICT) und es tat sich nix. Hatte mir dann den Magen verdorben an irgendetwas und es ging mir 2 Tage bähhhhh . Und die Tage habe ich genutzt und eine Fatsenwoche ( mit Unterstützung von meinem Doc) drangehängt, und siehe da meine Insulindosen gingen rapide nach unten und normaliesierten sich. Und erst danach und den ersten gepurzelten Kilos habe ich Januvia bekommen. Mein Doc meinte, es hätte keinen Sinn gemacht mit Januvia solange ich in der dicken Resistenz gesteckt habe, die musste erst durchbrochen werden.
@Angelheart
mit Vollwertkost habe ich nicht so viel am Hut, und das ist auch nicht mein Zeil. Mich einfach gesund und vollwertig ernähren und das tut mir auch gut, mein KH Anteil beträgt so 40bis 50% meines täglichen Energiebedarfs.
@ Hydra
super das ist doch der richtige Weg, und WW finde ich persönlich auch einen guten Weg, wenn man mal einen Hänger hat, kann einen die Gruppe da ja auch wieder raushelfen.
liebe Grüsse Vera
Hydra:
Hallo Hexe,
in eine Gruppe gehe ich zwar nicht, denn ich habe alle notwendigen Informationen über eine Teilnehmerin am Programm bekommen. Mittlerweile macht schon mein Mann (er hat vor einem 3/4 Jahr aufgehört zu rauchen und hat zugenommen) und mein Sohn (er möchte gerne Idealgewicht haben) mit. Das hilf natürlich auch ganz erheblich, wenn die ganze Familie mitzieht.
LG
Hydra
Hexe:
Hallo Hydra
das würde ich mir auch wünschen, dass mein Mann mitzieht, aber der ist resistent gegen jeden Versuch :(,
da mache ich mir langsam Sorgen. Aber solange seine Ärztin da nichts zu sagt, werde ich wohl wieter gegen Wände reden.
Bei www.abnehmen.com findest du viele die WW auch ohne Gruppe machen, falls du mal Fragen hast oder neue Rezepte brauchst oder so
Liebe Grüsse Vera
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