Diabetesinfo-Forum

sawicki gestern in den Tagesthemen

Offline Joa

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Überhaupt chronisch Kranke dürfen sich bestimmt nicht drauf verlassen, dass die Kassen gute Therapien unterstützen wollen.

Das bezweifle ich aber sehr! ... Die wissen sehr genau, daß präventive Massnahmen und Therapien billiger sind als die Behandlung von Folgeschäden und daher werden diese auch bezahlt, wenn sie medizinisch indiziert sind!

Sehen wir mal von gesunden Alten ab, grade bei chronisch Kranken könnte die Rechnung auch anders ausfallen?  :kratz:

Einmal kostensparende Therapie und dann ein möglichst frühes und schnelles Leidensende

vs.

Lange, teure Therapie und ein zwar späteres, aber auch von Folgeschäden gezeichnetes Ende?

Mal ganz abgesehen davon, dass die gesellschaftlichen Kosten beim langlebigen Chroniker insgesamt ja auch deutlich höher ausfallen. Egal ob Rentenkasse, Krankenversicherung, Grundsicherung, Wohngeld oder was auch immer. Ein gewisses Finanzierungsproblem der Alten-Gesellschaft ist doch eh auf dem Tisch liegend. ::)

Gruß
Joa
Typ 1 seit 85;  Pumpe seit 1988; P 754/Apidra


Offline Ludwig

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Sehen wir mal von gesunden Alten ab, grade bei chronisch Kranken könnte die Rechnung auch anders ausfallen?  :kratz:

Einmal kostensparende Therapie und dann ein möglichst frühes und schnelles Leidensende

vs.

Lange, teure Therapie und ein zwar späteres, aber auch von Folgeschäden gezeichnetes Ende?

Gruß
Joa

Beide Varianten sind nicht die Aufgaben von Krankenversicherungen! :gruebeln:  Die Aufgabe muß vielmehr lauten mit der kostensparender Therapie möglichst alle Folgeschäden zu vermeiden! Das indiziert aber auch, dass bei medizinischer Notwendigkeit auch teurere Therapie notwendig ist und bezahlt werden muß! :ja: Wer persönlich von einer Kostenabweisung durch seine Krankenkasse betroffen ist, wird immer von Ungerechtigkeit sprechen, :moser: aber es ist einfach nicht die Aufgabe einer Krankenkasse alle Wünsche zu erfüllen! :wech:  Weiters ist zu bedenken, dass hohe Therapiekosten in weiterer Folge auch zu höheren Versicherungsbeiträgen führen müssen!  :knatschig:

lg
Ludwig
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Als ich ein Bursche von 14 war, verhielt sich mein Vater so überheblich, daß ich es kaum aushalten konnte, mit ihm zusammen zu sein. Als ich 21 wurde, war ich doch erstaunt, was der alte Mann in sieben Jahren dazugelernt hatte! M. Twain


Offline Joerg Moeller

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Die Aufgabe muß vielmehr lauten mit der kostensparender Therapie möglichst alle Folgeschäden zu vermeiden! Das indiziert aber auch, dass bei medizinischer Notwendigkeit auch teurere Therapie notwendig ist und bezahlt werden muß!

Ja, aber genau das passiert eben nicht immer, weil die Verantwortlichen zu kurzfristig denken. Das ist nicht nur bei den Krankenkassen so, das findest du überall in der öffentlichen Hand. Solange die zu erwartenden Mehrkosten nicht in die aktuelle "Legislaturperiode" fallen klopft man sich lieber auf die Schulter dafür, daß man 5 Euro eingespart hat. Daß dafür der nachfolgenden Generation Kosten in wesentlich höherer Größenordnung entstehen fällt nicht ins Gewicht. Dann ist derjenige, der damals dagegen entschieden hat ja eh nicht mehr im Amt (und kann dann auch nicht dafür zur Rechenschaft gezogen werden).

Das klingt pauschal, ich weiß aber schon, daß es auch Ausnahmen gibt. Es sind aber eben Ausnahmen, und nicht die Regel.
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