Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Lebensmittel und Verbraucherverdummung
klausing:
@hws: Ziel der Werbung ist es ein gewisses Gefühl mit dem Produkt zu verbinden. Es gilt das Produkt mit Emotionen zu verbinden. Echte Informationen werden nur noch gaaanz selten gebraucht.
Das kann man immer wieder beobachten. Sei es der Cognac der zur Belohnung des Tages getrunken wird oder das besondere Auto wo man sich natürlich nur in diesem wirklich frei fühlt. Oder ist es der Elektronikmarkt wo nur die nicht blööd sind die dort kaufen. Nur die Marke zählt, alles andere kann der Marke und damit mit dem damit verbundenen Lebensgefühl nicht das Wasser reichen. Alles andere ist eben kein Jim Beam!
Sehr viele Menschen nehmen dies wörtlich. Schau Dir die Kinder an, die ohne Markenjeans nicht mehr in die Schule wollen.
Bei Lebensmitteln werden ganz gezielt Argumente wie Leicht, light, zuckerfrei, Kalorienreduziert, ohne Fett etc. benutzt. Natürlich sind diese Aussagen richtig. Allerdings in welchem Kontext. Die Argumente werden nämlich so genutzt als wäre es immer gesund, besser als das andere etc. Dabei werden eben auch ganz gezielt Bildungslücken ausgenutzt ! Oder es werden gerade in der Gesellschaft geführte Debatten ausgenutzt, (siehe CO2-Debatten) auf einmal sind alle Autos soooooo umweltbewußt.
Genauso und teilweise noch schlimmer ist das bei Lebensmitteln.
anja:
--- Zitat von: hws am November 17, 2007, 17:56 ---Zur Zeit im Clinch mit der Krankenkasse wegen der Pumpe.
--- Ende Zitat ---
Was ist passiert?
Grüße
Anja
hws:
@Klausing
Das ist ein beachtenswerter anderer Aspekt. Lohnt sich, darüber nachzudenken.
@Anja
Das ist eine lange Geschichte.
Ich hoffe, ich werde nicht symbolisch erschlagen, wenn ich sie in Kurzfassung unter diesem Threat bringe.
Anfang 2006 habe ich den Antrag auf eine Pumpe gestellt. Der medizynische Dienst der Krankenkasse (MDK) genehmigte sie für drei Monate nach Einreichen einer Begründung und eines mehrmonatigen Protokolls. Ich wurde auf die Pumpe eingestellt (Prof. Dreyer). Die Werte wurden besser (von 7 - 8 auf 6,3) - vorerst völlig ohne Hypos. Nach Ablauf der drei Monate hat derselbe MDK eine Pumpe abgelehnt. Nun Kampf mit der Krankenkasse um Einsicht in das Gutachten - wurde nach einschalten des Bundesversicherungsamtes gestattet.
Ich habe Widerspruch eingelegt und nach Einsicht in das (mit Textbausteinen gefertigte) Gutachten begründet. Widerspruch wurde abgewiesen. Dann wurde Klage eingereicht. Nun warte ich.
Adeus
HWS
hjt:
nachdem Prof Sawicki den kranken Kassen beigebogen hat, dass HBA1c 7 TOP und 8 völlig ausreichend ist, muss man für ne Anerkennung heute wahrscheinlich schon nachweisen, dass man da ohne Pumpe nur ne 10 hin kriegt :-(
klausing:
auch wenn nicht auf den ersten Blick, so sehe ich auf dem zweiten zwischen der Pumpe bei Dir und der Werbung einen ähnlichen Zusammenhang.
Bei beiden wird oftmals das natürlich vorkommende nicht als Standard angesehen und ein Vergleich immer mit etwas anderem als dem was die Natur von Hause aus macht getätigt.
Bei Dir ist es die Aussage von einem Professor der einen Standard festlegt, den ein gesunder Mensch unterschreitet. Aber auf diesen Professor berufen sie sich halt bei Deiner Kasse. Wäre es nicht logischer die Durchschnittswerte eines gesunden Menschen zu nehmen?
Genauso ist es oftmals bei der Werbung. Es wird immer auf ein anderes Produkt oder eine Studie hingewiesen um etwas als richtig begründet hinzustellen. Da ist eben nicht der Apfel oder die Birne in ihrer Gänze das Vorbild sondern ein anderes Produkt was oftmals chemisch so hingebogen wurde, dass es "preiswert" und "gesund" produziert werden konnte.
Hauptsache die Marge stimmt.
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