Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Anzahl Messstreifen
<< < (6/17) > >>
Joerg Moeller:

--- Zitat von: babsi am Oktober 27, 2007, 11:05 ---
Wie gesagt, das gilt doch alles nur für Standardsituationen und unter der Voraussetzung, dass ich gut eingestellt bin.

--- Ende Zitat ---


Ich kann dir aber aus eigener Erfahrung sagen, daß man sich damit im Laufe der Zeit in Teufels Küche bugsieren kann, weil das Gefühl mit der Zeit nachlässt, bzw. sich auf erhöhte BZs einstellt. Was meinst du wohl, warum viele 2er im Anfangsstadium keine Einschränkungen verspüren? Weil der BZ nicht hochschießt, sondern langsam aber kontinuierlich immer höher steigt.

Denk mal an eine Badewanne. Füll die mit heißem Wasser und setz dich rein. Das wirst du deutlicher spüren, als wenn du dich in eine lauwarme Wanne setzt und nach und nach heißes Wasser zufließen lässt.

Dazu kommt noch die Sache mit dem SEA/DEA, den du ohne vorheriges Messen nicht korrekt einschätzen kannst.

Babsi, es geht mir nicht darum dir deins mieszureden. Wenn du damit gute Erfahrungen gemacht hast, dann mach es wie du denkst.
Aber hier lesen auch Leute mit, die erst seit einer Woche Diabetes haben und die sollten es erstmal korrekt machen, bevor sie genug eigene Erfahrung gesammelt haben um zu variieren.
hjt:
Moin Jörg,


--- Zitat ---Was du mit deinem Diabetes anstellst ist ganz allein deine Entscheidung. Aber hör bitte auf das hier so zu propagieren als sei das allgemeingültig und für alle nutzbar, sonst werde ich knatschig.
--- Ende Zitat ---

Du vertrittst den offiziellen Standard. Welche Form könntest Du dir vorstellen, Alternativen dazu im Rahmen Deines Forums offen und unbelastet von persönlichen Gefühlen zu diskutieren?

Bisdann, Jürgen
Joa:
Moin Jürgen,


--- Zitat von: hjt am Oktober 27, 2007, 13:08 ---

--- Zitat ---Aber hör bitte auf das hier so zu propagieren als sei das allgemeingültig und für alle nutzbar, sonst werde ich knatschig.
--- Ende Zitat ---

Welche Form könntest Du dir vorstellen, Alternativen dazu im Rahmen Deines Forums offen ... zu diskutieren?

--- Ende Zitat ---


also ich finde schon, dass Jörg da vollkommen Recht hat. Die Regel für ICT ist das Messen vor der Bolusgabe!
Eine weitere Regel ist die Korrekturdefinition, Bolus oder BE (oder vielleicht auch SEA/DEA) nach dem Messen.

Nimm mal jemand mit relevantem SEA/DEA vor dem Mittagessen (und vielleicht auch noch gestörter Hypoentwicklungswahrnehmung wg. fehlender Adrenalinatwort)!
Der landet mit seinem Essensteller von der Ausgabe in der Kantine vielleicht nicht mehr am Kantinentisch, sondern im Notarztwagen, wenn er Dein System anwendet :kratz:

Ich denke diskutieren lässt sich das vor und zurück. Aber bitte nicht, wie von Dir angeboten, als der Königsweg oder gar die bessere und richtige Strategie. :kreisch: :gruebeln:

Die Empfehlung zum prinzipiellen Verzicht auf die Messung vor dem Bolus ist unzulässig, weil tatsächlich potenziell gefährlich!

Gruß
Joa
hjt:
Moin Joa,


--- Zitat ---Die Regel für ICT ist das Messen vor der Bolusgabe!
Eine weitere Regel ist die Korrekturdefinition, Bolus oder BE (oder vielleicht auch SEA/DEA) nach dem Messen
--- Ende Zitat ---

Basis-Bolus ist ursprünglich ohne diese Messungen gehandhabt worden und wird auch weltweit noch reichlich mit nur 1-2 Messungen pro Tag gehandhabt. Und wenn Prof. Sawicki so weiter macht, werden wir Kassenpatienten auch hier in D mit ICT noch in den Genuss von nur 2 Stäbchen pro Tag kommen.

Noch Anfang der 90ger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde auch in D auf der Ebene der medizinischen Fachgesellschaften darüber gestritten, ob wir Betroffene überhaupt selbst unseren BZ messen dürfen sollten. Das ist immerhin ein Diagnose-Vorgang, der dann auch noch eine Therapie-Entscheidung nach sich zieht, etwa wenn der Betroffene aus dem Messergebnis eine Veränderung der Spritzmenge vornimmt.

Was Du als Regel bezeichnest, ist kein Naturgesetz, sondern hat sich im Verlauf der Jahre so entwickelt und ist offiziell nie auf tatsächlichen Nutzen und mögliche Optimierung hin hinterfragt worden.


--- Zitat ---Nimm mal jemand mit relevantem SEA/DEA vor dem Mittagessen (und vielleicht auch noch gestörter Hypoentwicklungswahrnehmung wg. fehlender Adrenalinatwort)!
Der landet mit seinem Essensteller von der Ausgabe in der Kantine vielleicht nicht mehr am Kantinentisch, sondern im Notarztwagen, wenn er Dein System anwendet
--- Ende Zitat ---

Sonderfälle lassen sich wenigstens auf den ersten Blick immer gut zum Beweis dafür instrumentalisieren, dass ein wie auch immer gearteter Vorgangsstandard nicht funktionieren kann - in diesem Beispiel übrigens ganz bestimmt auch nicht mit den 5 Standard-ICT-Messpunkten. Der Mensch muss entweder mit einem ganz beschissenen Therapieergebnis leben, damit er zwischen den Mahlzeiten zuverlässig weit genug von jeder Hypogefahr entfernt bleibt, oder seinen BZ auch postprandial vergleichsweise engmaschig überwachen.

Bisdann, Jürgen
klausing:

--- Zitat ---Die Regel für ICT ist das Messen vor der Bolusgabe!
--- Ende Zitat ---
Das sehe ich auch so. Alles andere kommt einem Lotteriespielen gleich. Ich behaupte hier ganz dreist, dass kein Diabeteker unterscheiden kann ob er 5,0 oder 8,0 hat.  Aus dem Gefühl herraus ist so etwas nicht möglich. Da hilft nur messen. Entsprechend ist dann eben mit der Dosisanpassung zu verfahren.
Wem natürlich egal ist mit welchem dieser Werte er rumläuft ... bittschön .. sein Problem.
Navigation
Themen-Index
Nächste Seite
Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln
Powered by SMFPacks Likes Pro Mod