Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich

21. Essener Daibetiker-Tag

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Joerg Moeller:
Nach Essen fahre ich schon seit dem ersten Diabetes-Forum (so heißt die Veranstaltung für Mediziner, die heuer zum vierten Mal stattfindet). Und verglichen mit der Ärzte Fortbildung auf der Diabetika bei uns in GE sind die ein Essen eigentlich immer sehr hochklassig. (Naja, bis auf den Ausrutscher letztes Jahr, als Prof. Schatz das Rimonabant in höchsten Tönen gelobt hat).

Das Programm dieses Jahr:


--- Zitat ---09.00 – 09.15 Uhr Begrüßung
Vorsitz Dr. M. Huptas

09.15 – 10.00 Uhr Makroangiopathische Diabeteskomplikationen aus gefäßchirurgischer Sicht
Prof. K. Balzer
Evangelisches Krankenhaus Mülheim/Ruhr

10.00 – 10.45 Uhr Makroangiopathische Komplikationen aus kardiologischer Sicht
Priv.-Doz. Dr. H. Eggebrecht
Klinik für Kardiologie der Uni Essen

10.45 – 11.30 Uhr PAUSE - Besuch der Industrieausstellung
Vorsitz Dr. R. A. Bierwirth

11.30 – 12.15 Uhr Sinn und Unsinn der Labordiagnostik bei Diabetes mellitus und Metabolischem Syndrom
Dr. Chr. Berg,
Klinik für Endokrinologie der Uni Essen

12.15 – 13.00 Uhr DPP-4-Inhibitoren in der Typ 2-Therapie – eine erste Bilanz
Prof. R. Göke
Klinikum der Uni Marburg

13.00 – 14.00 Uhr MITTAGSPAUSE und Imbiss
--- Ende Zitat ---


Und für den öffentlichen Teil:

--- Zitat ---Thema:
Teil 1: DIABETES UND PUBERTÄT

13.15 – 13.30 Teens und Trends und Diabetes – Therapielösungen
Dr. N. Treptau
Klinik für Neonatologie, Kinder- und Jugendmedizin, Elisabeth-Krankenhaus

13.30 – 13.45 Freizeit mit Pfiff und das Insulin im Griff
Dr. W. Kömen
Kinder- und Jugendarztpraxis Borbeck

13.45 – 14.00 Uhr Diabetes auf Reisen – ein Erfahrungsbericht
T. Freienstein
Deutscher Diabetiker Bund, Arbeitskreis Jugend, Insulinpumpe und Typ 1

Teil 2: Erwachsenenmedizin

14.15 Uhr Begrüßung
Dr. Birgit Tillenburg

14.30 Uhr Neues aus der Sozialmedizin (Berufswahl, Führerschein, Schwerbehinderung)
Ulla Gastes

15.00 Uhr Moderne Techniken zur Früherkennung des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos - Vorteile für Diabetiker?
Dr. Christoph Jensen

15.30 Uhr Pause

15.45 Uhr Diabetes im Gespräch
Mit Gästen aus Sport, Medizin und vom Jakobsweg
Gerhard Uphoff, Ulla Timmers-Trebing,
Dr. Birgit Tillenburg

16.15 Uhr Neue Medikamente: Alles besser oder was? Eine kritische Bewertung der neuen Medikamente
Dr. Benno Schulze Schleppinghoff

--- Ende Zitat ---


Matthias Widner:
Spontan wäre das für mich der interessanteste Beitrag:

13.45 – 14.00 Uhr Diabetes auf Reisen – ein Erfahrungsbericht
T. Freienstein
Deutscher Diabetiker Bund, Arbeitskreis Jugend, Insulinpumpe und Typ 1

gefolgt von:

11.30 – 12.15 Uhr Sinn und Unsinn der Labordiagnostik bei Diabetes mellitus und Metabolischem Syndrom
Dr. Chr. Berg,
Klinik für Endokrinologie der Uni Essen

Joerg Moeller:

--- Zitat von: Matthias Widner am November 08, 2007, 09:33 ---
Spontan wäre das für mich der interessanteste Beitrag:

--- Ende Zitat ---


Tja, dann komm halt mal vorbei :zwinker:

Joerg Moeller:
Ich war bis 13:00 Uhr da und hier mal eine Kurzzusammenfassung (zu Fachbegriffen: bitte fragen, mir geht das so wie ich es schreibe einfach leichter von der Hand):

1. Makroangiopathie - Gefäßchirurgisch
Primärziel ist die Revaskularisierung (Wiederherstellung des Blutflusses) um so eine Amputation zu vermeiden. Die Ziele der St. Vincenz-Deklaration (Amputationsrate um 50% zu senken) wurde nicht erreicht, eher im Gegenteil. Hauptgrund ist, daß der Gefäßchirurg zu spät hinzugezogen wird. In der Gefäßchirurgie in Mühlheim (http://www.evkmh.de/gefaesschirurgische_klinik.html) landen die Pat. im Schnitt 32 Wochen nach Verdachtsdiagnose (gesamt=2 Tage bis 54 Wochen). Mehr als 50% der Pat. kommen direkt vom Hausarzt, nur 10% vom Diabetologen.
Als Verfahren stehen in erster Linie Minimalinvasive Eingriffe an (die aber für das betroffene Gefäß alles andere als "minimal" seien), konventionelle Eingriffe erst in zweiter Linie, wenn es nicht anders geht. Minimalinvasiv wäre z.B. die Stent-Einlage oder die Katheterdilatation, bzw. die Lysetherapie mit einem Fogarty-Katheter.
Konventionell wäre z.B. die Bypass-Mathode.
Unverzichtbar zur Prophylaxe sind der Nikotinverzicht (war ja klar), mehr Bewegung und eine möglichst optimale Stoffwechseleinstellung.
Diagnostik möglichst ohne Kontrastmittel, um die Nieren nicht zu schädigen (entweder über spezielle CT-Verfahren oder mit Kohlendioxid als Kontrastmittel)

2. Makroangiopathie - Kardiologisch
Herzereignisse zählen zu den Haupttodesursachen bei Diabetikern, Diagnostik hat sich gewandelt weg vom Belastungs-EKG hin zur direkten Koronarkalk-Messung im CT (http://www.klinik.uni-frankfurt.de/zrad/diagnostik/f_herz_02.shtml), weil es das schonendste Verfahren ist. Lang und breit wurde über die Vorzüge von Medikamentenbeschichteten Stents (http://de.wikipedia.org/wiki/Stent) gegenüber herkömmlichen Stents berichtet. Letztere setzen sich früher wieder zu, scheinen aber weniger tödliche Endpunkte aufzuweisen, wenn man die Langzeitbeobachtungen heranzieht. Was wann sinnvoll ist sollte immer anhand der akuten Lage entschieden werden.

3. Sinn und Unsin bei Labordiagnostik für DM2 mit metabolischem Syndrom
Goldstandard ist immer noch die Abklärung nach den ATP III -Kriterien (http://www.medicoconsult.de/wiki/Metabolisches_Syndrom siehe unter "Diagnostik"). HbA1c ist unverzichtbar und sollte 40 sein, LDL dafür

unknown:

--- Zitat von: Jörg Möller am November 10, 2007, 21:30 ---
IFazit: für mich hat es sich wieder gelohnt, auch wenn es morgens Katzen geregnet hat :zwinker:

--- Ende Zitat ---


d. h. es war Alf-Wetter.  ;D

Entschuldigung das musste jetzt einfach sein.

Grüßle

Norbert

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