Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich

Was sollte in einer Schulung drin sein?

(1/3) > >>

Matthias Widner:
Klar gibt es Richtlinien. Doch allzuoft passiert es, dass man in einer Schulung sitzt, die einem nichts neues bringt. Was sollte in einer Zweit- oder Aufbauschulung drin sein? Wie sollten sie aufgebaut sein (Typ-1 und Typ-2 gemischt, Anteil Ernährungsschulung...)
Was hat euch bei einer Schulung mal am meisten genervt, was hat euch besonders gut gefallen?

Joerg Moeller:
Auf alle Fälle sollte für insulinpflichtige Diabetiker drin sein, wie man die verschiedenen Faktoren/Regeln/Abstände austesten kann.

Und man sollte den Leuten beibringen, daß Werbeaussagen wie "Mit diesem neuen Mittel braucht man keinen SEA mehr einzuhalten" mit der gebührenden Skepsis betrachtet werden sollen.

Kurzum: weniger konkrete Vorgaben als vielmehr die Fähigkeit vermitteln, seinen eigenen Weg zu finden.

Corinna:
ja, das stimme ich dir zu, jörg.

ich habe in meiner letzten schulung nicht einmal was von einem SEA bei analog insulin gehört. und dann wunder ich mich über total überhöhte pp-werte, vergrößere die dosis etc nichts passiert, da man ja "keinen SEA braucht".. naja, denk dem forum hier, hab ichs ja gelernt...
oder auch aussagen "man muss genau 2 BE bei ner hypo essen" (oder waren es 3?) kann man ja nicht so einfach übernehmen... es ist ja bei jedem ein bisschen anders.

ich würde mir wirklich wünschen, dass einem mehr der weg zu guten BZ-werten gezeigt wird. z.b. auch das austesten des SEA (ob er nun zu kurz oder zu lang war) habe ich in noch keiner schulung gelernt...
vielleicht sollte man nicht nur typ 1 und typ 2 trennen, sondern auch eine einsteiger und eine fortgeschrittene schulung anbieten... nur wer dann entscheidet wo welcher patient reinkommt, ist wieder die andere sache...

Matthias Widner:
Ich stimme Dir vollkommend zu. Vor allem sollte auch in Schulungen drin sein, wie man mit alltäglichen Situationen umgeht, die nicht der Nomenklatura der Medizin entsprechen. Beispielsweis (dummes Beispiel, aber um es überspritzt auszudrücken): Nicht: Sie sollten nicht rauchen, sondern: Sie wissen, dass Rauchen gefährlich ist, aber wenn Sie es trotzdem machen, hat es folgende Auswirkungen:.... (bspw. dass rauchen die Glukagonausschüttung hemmt und somit nach Hypos sehr gefährlich ist...

pfaelzer:
Ich habe mich nach fast 10 Jahren Diabetes Typ 2 entschlossen am DMP-Programm teilzunehmen und letzte Woche meinen letzten "Schultag" gehabt. (Waren, glaube ich, 10 oder 11 Doppelstunden.) Bin jetzt auf ICT umgestellt.
Vorher am Morgen und am Abend je 1 Metformin und zus. Abends 16 IE Basal-Insulin, bei ganz brauchbaren Werten.

Auf meine Frage welchen Umfang die "Schulung" im folgenden Jahr (soll alle 1-2 Jahre eine solche machen) war sich die Diab.Ass. selbst nicht klar, da sie das auch erst seit kurzem macht.

Deshalb hänge ich mich mit meiner Frage mal dran: Wie läuft so eine "Wiederholungs- bzw. Auffrischungsschule" ab.
Obwohl bei der Schulung, (ich hatte auch 2 längere Gespräche mit dem Diabetologen) einiges rübergekommen ist, verspüre ich ehrlich keine allzugroße Lust auf eine Wiederholungsschulung mit den gleichen Themen und in diesem Umfang. (Evtl. 2 Doppelstunden???) Ich meine so viel ändert sich auch normalerweise nicht jedes Jahr. Wie sind Eure Erfahrungen?

Danke für Eure Erfahrungsberichte.

pfaelzer

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln
Powered by SMFPacks Likes Pro Mod