Diabetesfragen > CSII - Pumpentherapie
Ärger mit der Diabetologin wegen Pumpenantrag
moewe:
--- Zitat von: Alf am März 27, 2006, 16:47 ---Hi Ulrike,
Wenn Du schreibst "Uni-Ambulanz" - meinst Du dann die Diabetiker-Ambulanz der JWG-Uni-Klinik in Frankfurt?
Da war ich auch gute 10 Jahre, habe dort u.a Dr. Haak als Leiter miterlebt bin aber vor einiger Zeit dort weg - ziemlich frustriert. Das Problem ist dort, dass ich fast bei jedem Quartalscheck einen neuen Doc vorgesetzt bekommen hatte und nachdem mir die letzte dort dann die Ohren vollgeheult hat, wie grausam die Welt dort an der Klinik sei anstatt mir zu sagen, wieso ich nachmittags von meinen hohen Werten nicht runterkomme war die Nummer für mich durch... :boese: Aber aufgrund der hohen Fluktuation kann man da vielleicht mit Glück auch den Haupttreffer ziehen... ;)
Ich drücke Dir jedenfalls ganz fest die Daumen!!
Viele Grüße, Alf.
--- Ende Zitat ---
ja, genau die. Bin dort wegen der Hep in der Gastroambulanz und mein Doc hat mich sozusagen weitervermittelt. Jetzt ist dort wohl eine Frau Dr. Weber die Chefin, wenn ich das richtig verstanden habe. Ich schau mir den Laden mal an, schlimmer als jetzt kanns ja nicht mehr werden.
Danke fürs Mut machen!
Alf:
Dann grüß' mir Fr. Bürau im Labor... ;D
LordBritish:
Hallo Ulrike,
das hört sich ja nicht so toll an, erst nicht drum kümmern und einen "abschieben" und dann meckern... :nein: :nein:
Wenn ich Dich richtig verstanden habe sind die Werte doch schon stabiler geworden und hohe Werte sind seltener bzw. nicht ganz so hoch.
Das würde ich doch schon als Erfolg werten und mit der Zeit wird das bestimmt noch besser.
Kannst ja mal ganz doof Fragen, wie sie den meint wie die Werte ohne Pumpe ausgesehen hätten, mit Sicherheit eher schlechter...
Ich drück Dir die Daumen das es doch noch mit der Pumpe klappt.
Markus
moewe:
Hi Markus,
wie die Werte vor der Pumpe aussahen, weiß sie ja. Ich hatte ihr 40 Seiten Datensätze (2 Monate) OTUS-Protokoll vor der Pumpe ausgedruckt. Das Diagramm sah echt witzig aus. In den 2 Monaten waren ganze 20% der Werte im Zielbereich! Und die Schwankungsbreite ging echt von 30 - 500.
Ich meine, die ICT wäre sicher auch besser gelaufen, wenn sie mir früher gesagt hätte, daß die hohen Werte 5 Stunden nach dem Essen an einer Magenentleerungsstörung (vermutlich Neuropathie) liegen. Das mußte ich erst im Internet finden. Als ich sie darauf angesprochen habe, meinte sie, "ja, das vermute ich bei Ihnen schon länger, aber ich wollte Sie nicht beunruhigen, da gibts ja keine Therapie gegen"
Da bin ich ausgerastet. Wenn sie mir das mal vorher gesagt hätte, dann hätte ich halt vor und 1-2 Stunden nach dem Essen gespritzt und hätte mir die hohen Werte gespart. Aber sie guckte immer nur auf mein Tagebuch "naja, schwankt halt bei Ihnen sehr", und das wars.
Sie hätte ja auch unter ICT mal KH-Tage anberaumen können, da hätte ich viel eher gewußt, was Sache ist. Aber nee... Und nun habe ich mir auch noch eingebildet, daß ich versuche, mich um meinen DM wirklich zu kümmern. Aber wenn man seiner ausgebildeten Diabetologin nicht mehr vertrauen kann, wem denn dann?
Sowas habe ich zu DDR-Zeiten eigentlich nie erlebt. Vermutlich bin ich durch Karlsburg und unsere Diabeteszentren verwöhnt gewesen. Dort waren früher hervorragende Ärzte und wir hatten Super-Schulungen. Leider ist das mit der Wende auch über den Jordan gegangen wie so vieles.
Also für mich sind folgende Vorteile der Pumpe zu erkennen:
- Die geteilten Boli gleichen meinen lahmen Magen aus (ist bei ICT nur durch mehrere Spritzen für eine Mahlzeit zu bewerkstelligen)
- ohne Basal (Depot-)Insulin treten auch die Nebenwirkungen nicht mehr auf (gestörte Hypowahrnehmung, praktisch nicht mögliche Korrektur, da das Insulin die Wirkung des Bolus-Insulins ausbremste, BE-Faktoren unberechenbar, da nicht absehbar, wieviel Basal noch da)
- Korrekturen nach oben oder unten funktionieren! (früher habe ich bei Hypos ab 4 BE Traubenzucker aufwärts draufpacken müssen, bei Korrekturen nach unten 8-10 IE)
- der Insulinbedarf ist nur noch ca. 2/3 wie zu ICT-Zeiten
- Basalbedarf von 30 IE auf 18 IE runtergegangen
- die Schwankungen sind in sehr viel engeren Grenzen als vorher
Ich denke, das kann man der Krankenkasse auch verklickern. Außerdem habe ich ja meinen DM1 schon ne ganze Weile und außer Levemir alle Basal-Insuline mit mehr oder weniger schlechten Ergebnissen probiert. Ein HBA1C von 5,5-5,9 ist zwar für ICT sehr gut, aber wenn man die Schwankungsbreite sieht, nicht wirklich okay.
Außerdem habe ich ja noch die Hep und den grünen Star am Backen, da sollte der Zucker schon so gut wie möglich laufen, um wenigstens erst an meinem letzten Arbeitstag vor der Rente abzukratzen :zwinker:
LordBritish:
Hi Ulrike,
na ob sie die Werte wirklich noch kennt :kratz: :zwinker: nachdem was Du schreibst...
Das mit der Schwankungsbreite glaube ich Dir sofort, kenne das von mir auch nicht viel anders,
gut ist nicht ganz so heftig, aber auch nicht ohne... mit der H-TRON wars mehr, seitdem ich die Spirit habe ist es besser geworden > feinere Dosierungsmöglichkeit, Verzögerter Bolus...
Ich vermute sie traut sich nicht so ganz dran, hast ja gute Langzeitwerte, aber der SD war bei den vorherigen Schwankungen dann wahrscheinlich... ::)
Wahrscheinlich würde sie sich bei noch "besseren" Werten sicherer fühlen :nixweiss:
Das mit den nicht beunruhigen... schön und gut, aber wenn wirklich etwas vorliegt sollte das der Patient doch wohl wissen.
Kommt ja nun auch darauf an wie man es beigebracht bekommt und
dann hättest Du ja, wie Du auch schon schriebst, besser drauf eingehen können.
Das mit den 4 BE-TZ und aufwärst kommt mir auch bekannt vor, das war vor 3-4 Jahren bei mir auch so, 4 BE waren so
ziemlich minimum. Irgendwann hat sich das dann gelegt und der BZ ist seitdem sehr empfindlich, etwas zuviel, zu wenig Insulin :-\
Markus
Edit:
Wie sieht es mit Hypos aus, ist das auch besser geworden - auch ein Grund FÜR eine Pumpe :zwinker:
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