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Re: Life is a rollercoaster! DM umso mehr!

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AxTRIM:

--- Zitat ---Aber ich denke das Levemir wirkt bei mir zu kurz und ich darf nicht zu viel essen und nicht große Portionen.
--- Ende Zitat ---

Hallo Angela!
Genau das kann es sein... ich meine jetzt, mit den zu großen Portionen - eben das ist bei mir auch ein Problem. Mein BZ sieht - wenn ich denn mal über die Strenge geschlagen habe - nach 2h eigentlich supi aus - wenn ich gut gerechnet habe, lieg ich dann wieder fast auf Ausgangslage. AAAABER habe ich nun eine zu große Portion gegessen steigt der BZ nach 2 - 2,5h langsam wieder an. Warum ist das so?

Stell Dir deinen Magen einfach mal als Ballon vor. Dein Essen wird ja im Mund schon zerkleiner und landet als recht grober Brei dann eben in diesem Ballon. Jetzt ist Du eine "normal große" Portion, dass heißt, es landet eine Menge Brei im Ballon so, dass dieser ungefähr zur Hälfte gefüllt ist. Deine Aufgabe ist es nun, diesen Brei im Ballon durch ganz viel Ballon kneten und drücken ganz weich zu bekommen. Das geht bei einem zur Hälfte gefüllten Ballon ganz gut, Du arbeitest ne Stunde und der Balloninhalt ist weich wie warme Butter und kann aus dem Ballon ausgeschüttet werden.

Jetzt machst Du den ganzen Quatsch nochmal, mit dem Unterschied, dass Du den Ballon jetzt bis fast unter den Rand voll mit Brei machst. Und wieder musst Du den Brei im Ballon durch nketen und drücken ganz weich machen. Spätestens jetzt fällt Dir auf, dass das Kneten jetzt viel schwieriger ist und viel mehr Kraft benötigt. Außerdem brauchst Du viel länger bis der Brei endlich so weich geworden ist das Du ihn wieder aus dem Ballo rausschütten kannst.

Das ganze kannst Du jetzt auf deinen Magen beziehen. Ist Dein Magen normal gefüllt, kommt er super damit zurecht, dass Essen zu zerkleinern und weiter in den Darm zu leiten. Alles passiert in einer Zeit, in welcher auch Dein Insulin wirkt und die im Darm abgegeben Glucose in die Zellen weiterleiten kann.

Ist Dein Magen aber "übervoll" braucht auch er viel mehr das Essen zu zerkleinern und damit in den Darm weiterzuleiten. Und das ist das Problem. Weil dein Magen so viel Zeit braucht, wird immer noch Nahrungsbrei in den Darm weitergeleitet wenn dein Insulin schon nichtmehr wirkt. Dann wird Glucose ins Blut abgegeben und dein BZ steigt.

Die Erfahrung mußte ich auch machen - bei mir ist es am schlimmsten wenn ich Abends zu große Portionen esse - dann kann ich machen was ich will, ich wach so oder so mit einem traumhaften BZ am nächsten Morgen auf (im negativen Sinne). Daher, immer lieber kleine Portionen und dafür aber öfter - dann klappts auch mit den guten Werten :)

Nicht den Kopf hängen lassen - Du schaffst das schon  :knuddel:

Mut machende Grüße,
Peter

Schnurble:
Ich glaube, die Sache mit den grossen Portionen ist eine Erfahrung, die fast jeder selber machen muss. Auch ich wollte es lange nicht wahrhaben, dass grosse Portionen nicht gut für meinen BZ sind. Ich war der Ansicht, ich kann doch alles mit Insulin abdecken, ich lass mir vom DM nicht vorschreiben, was und wieviel ich essen darf.  :mahl:

Aber inzwischen achte ich auch darauf, möglichst nicht mehr als 4 BE auf einmal zu essen, dann haut das ganze mit der BZ Steuerung viel besser hin. Auch wenn ich jetzt mit der Pumpe wieder grosse Portionen mit entsprechendem verzögerten Bolus in den Griff kriegen könnte, lasse ich es meistens sein, weil es ja auch für die Figur besser ist, weniger zu essen...  :burger:

LG,
Anja

Corinna:
ja, ich kenn das problem auch. denn wenn ich in der mensa essen gehe (kommt drei mal pro woche vor), esse ich auch mindestens 5 BE (naja, lässt sich aber auch sehr schwer schätzen.) und das essen ist sehr sehr schwer in den griff zu kriegen. erst mal, weil man eben nicht weiß, wie viel es genau ist, dann wie lange der magen/darm braucht, um es zu verarbeiten und dann wie hoch der glyx ist und und und...
und was auch seltsam ist, dass ich trotzdem einen relativ großen DEA brauch (mindestens 15 min, muss ich aber noch genauer austesten), damit ich ne stunde später nicht über 200 liege... hmm, dann spritze ich eigentlich auch schon die ganze menge, die ich brauchen müsste, aber muss trotzdem immer noch mit nem verlängerten bolus was nachgeben, sonst klappts auch net... liegt vll daran, dass so viel insulin länger braucht, um anzukommen, gebe das ja auf eine stelle, obwohl es so viel auch nicht ist: 7-9IE, aber die hab ich morgens auch, und es klappt ohne probleme...
na, ich probiere mal weiter rum...

und ich denke, irgendwann, mit viel rumexperimentieren kriegt man auch "großes" essen in den Griff,

mit hoffnung nicht aufgebenden grüßen,

Corinna

Joerg Moeller:

--- Zitat von: AxTRIM am Januar 23, 2006, 14:46 ---Stell Dir deinen Magen einfach mal als Ballon vor...

--- Ende Zitat ---

Das hast du absolut hervorragend erklärt :super:

Angela:
 :gruebeln:
also 1. Tag 0:00 - 8:00: heißt das ich sollte bis 8:00 alle paar Stunden einfach messen und könnte dann frühstücken?
2. Tag: 8:00 - 16:00 das heißt kein Frühstück und kein Mittagessen? Essen erst ab 16:00? (das ist das Härteste. Meine Ärztin hätte das anders gemeint: Abendessen und dann erst wieder nächsten Tag abendessen....... :boese: und dazu kann ich mich nicht entschließen)
3. Tag: 16:00 - 24:00 nix essen und messen. Das ist einfach, das mach ich eh oft.

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