Autor Thema: Anekdote: Meiner erste richtig krasse Hypo  (Gelesen 8876 mal)

Offline Twen

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Re: Anekdote: Meiner erste richtig krasse Hypo
« Antwort #20 am: Dezember 02, 2005, 09:21 »
angela, ich würd auch zuerst messen, man weiß ja nie obs nur symtome wegen irgendwas sind od. ein "echter" außerdem kenn ich es nur so von mir das ich bei nem wert zu zittern anfang der eigentlich noch nicht wirklich gefährlich ist
I bereue nüt so lang ich fühl i bi ned elei. I bereue nüt di ganzi Ziit i bi frei.
Kenne s Gfühl, di ganzi Wält wot luege wie i untergo, und s vergot kei Tag wo i ned wider uferstoh.

Offline Der Süsse

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Re: Anekdote: Meiner erste richtig krasse Hypo
« Antwort #21 am: Dezember 02, 2005, 21:05 »
Hallo OoK_Twen

Gerade weil man nicht weiss, ob es ein "echter" ist sollte man, besonders als Junky (insulinabhängiger) erstmal was essen. Bei Oraler Therapie kenn ich mich nicht so aus, wie schnell man da wegsacken kann. Aber als Nadelabhängiger ist es besser da erstmal gegenzuarbeiten.
Mit Insulin ist eine falsche Reaktion (doch noch relativ hohe Werte) schnell korrigiert. Nur den Traubenzucker, oder ähnliches noch zu erlangen, wenn du im Unterbewustsein gerade noch mitbekommst, man ist der Wert tief, und dann erstmal nichts mehr zu machen ist, weil Du vom Stuhl kippst ???

Auch Traubenzucker braucht eine gewisse Zeit um zu wirken, geht zwar relativ schnell aber bei kritischen Werten evtl. doch zu langsam. Und da kann die Zeit für das Messen schon zu lange dauern.
Das ist mir einfach zu heiss, da ich in dem "Ferienlager" mal gesehen hab wie einer trotz Apfelsaft mit Traubenzucker noch vom Stuhl gekippt ist. Der hat das Zeug getrunken, und ne halbe Minute später war er erstmal weg. ::)
Und von von sagen "ich glaub ich hab ne Hypo" bis zum Trinken waren es keine 2 Minuten.

Grüsse Olaf
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Offline Joerg Moeller

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Re: Anekdote: Meiner erste richtig krasse Hypo
« Antwort #22 am: Dezember 03, 2005, 09:46 »
Lieber über Tag mal öfter messen und im schlimmsten Fall mit Altinsulin korrigieren.

 :super:

(Ist exakt das, was ich auch empfehlen würde, wenn mal einer nicht mehr genau weiß ob er schon Basal gespritzt hat oder nicht)
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Offline Joerg Moeller

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Re: Anekdote: Meiner erste richtig krasse Hypo
« Antwort #23 am: Dezember 03, 2005, 09:51 »
Ich bin der Meinung zuerst messen ist wichtiger.

Kommt auf die Hypo selber an. Manche kommen so sacht daher, daß es eine sein könnte - oder auch nicht. Dann kann man sicher auch erstmal messen. Wenn die aber quasi schon von weitem brüllt  :aua: "Haaaaalloooo, ich bin eine Hypooooo!!!" :aua: , dann wird erst gegessen und dann gemessen (wenn überhaupt).
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Offline Joerg Moeller

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Re: Anekdote: Meiner erste richtig krasse Hypo
« Antwort #24 am: Dezember 03, 2005, 09:58 »
@Jörg: Ich galube heute liegen wir wieder mehr auf einer Linie   :ja: ;) ;D

Yep! :prost:

Nochmal so als Tip: noch schneller als diese TZ-Täfelchen wirkt Carrero (http://www.florian-mueller.de/shop/index.php?main_page=product_info&products_id=255)

Kriegt man auch in der Apotheke. Die Beutel lassen sich auch gut in der Hosentasche transportieren und sind sehr robust. Ich hab mich mal versuchsweise auf einen draufgestellt und der ist nicht aufgegangen. Dafür lässt sich das aber - gerade mit zittrigen Fingern - wesentlich leichter öffnen als Dextro-Energen-Täfelchen.
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Offline LordBritish

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Re: Anekdote: Meiner erste richtig krasse Hypo
« Antwort #25 am: Dezember 03, 2005, 10:27 »
Dafür lässt sich das aber - gerade mit zittrigen Fingern - wesentlich leichter öffnen als Dextro-Energen-Täfelchen.

Dem kann man allerdings abhelfen, es gibt so kleine Metalldosen in den sind Bonbons oder Atemdrops etc. drin.
Wenn die Dose dann leer ist kann man sie für TZ-Täfelchen nutzen.  :zwinker:
Habe ich auch eine ganze Zeit mal gemacht, war ganz praktisch vorher alle Täfelchen aus ihrer Zwangsjacke befreit
und dort reingelegt. Wenn´s klappert packt man einfach noch ein Haushaltstuch rein und gut ist.
Hat dann auch noch einen Nebeneffekt für Leute die sich unwohl fühlen, wenn sie in der Öffentlichkeit
ihre Hypo behandeln, sieht dann eher aus das man sich ein Bonbon reinzieht...

Offline Heidi

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Re: Anekdote: Meiner erste richtig krasse Hypo
« Antwort #26 am: Dezember 03, 2005, 14:32 »
Ich meine , erst essen  :mahl:, dann messen, bei einer Unterzuckerung!
LG  Heidi
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und enen besinnlichen 2. Advent.
LG  Heidi :-*
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Offline Moa

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Re: Anekdote: Meiner erste richtig krasse Hypo
« Antwort #27 am: Dezember 15, 2005, 22:39 »
Na is schon ok.  :knuddel: Ich hab noch nie so extreme Hypos gehabt, deswegen hab ich vielleicht auch diese Idee.  :nixweiss: Wenn es nicht so wäre würde ich es vielleicht auch so machen.

Das denke ich auch  ;)

Vor ca. 6 Jahren hab ich meinen Vater (seit 27 J. Typ I) in einer Hypo, mit Allem drum und dran erlebt. Das war eine sehr prägende Geschichte für mich.
Eigentlich ist er ein gewissenhafter Diabetiker, aber an diesem Tag hat er es irgendwie geschafft nicht auf die anfängliche Hypo zu achten.
Jedenfalls fand ich ihn im Wohnzimmer, krampfend auf dem Boden vor  :-[ Das war kein netter Anblick. Es ging so etwa 10 Minuten, bis der Notarzt eintraf.
Bis dahin hat meine Ma versucht ihm Zucker an die Backeninnenwand zu schmieren. Ging nur schlecht, da er die Zähne zusammenbiss.
Nachdem ihm die Glucagon Spritze gesetzt wurde, kam er schnell zu sich. Nur bis sich sein Verhalten zu 100% normalisiert hat, dauerte es noch mehrere Stunden.
(edit: gemessener Wert war 24)

Seit diesem Erlebnis ist unser Haus (in dem ich nicht mehr lebe) auch mit Traubenzucker dekoriert  :lachen: und das ist auch gut so!

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Offline Gela

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Re: Anekdote: Meiner erste richtig krasse Hypo
« Antwort #28 am: Dezember 16, 2005, 10:17 »
Seit diesem Erlebnis ist unser Haus (in dem ich nicht mehr lebe) auch mit Traubenzucker dekoriert :lachen: und das ist auch gut so!

Der Sicherheitsfaktor hat auf jeden Fall Vorrang und beruhigt ungemein!
Alles Liebe
GelA

Offline Moa

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Re: Anekdote: Meiner erste richtig krasse Hypo
« Antwort #29 am: Dezember 16, 2005, 17:28 »
Seit diesem Erlebnis ist unser Haus (in dem ich nicht mehr lebe) auch mit Traubenzucker dekoriert :lachen: und das ist auch gut so!

Der Sicherheitsfaktor hat auf jeden Fall Vorrang und beruhigt ungemein!

Oh ja, das ist wirklich so.
Seitdem haben meine Eltern auch eine gültige Glucagon Spritze. Denn damals war auch eine im haus, nur war die abgelaufen  ::)
Allerdings hab ich grade heute gesehen, dass mein Vater wieder nur eine besitzt, die schon 08/2005 abgelaufen ist  >:(
Nur bin ich mir nicht so ganz sicher, dass meine Mutter die auch verwenden würde, wenns hart auf hart kommt. Ich denke, sie ist sich da unsicher.
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