Plauderstündchen > Kaffeeklatsch
SHG-Treffen
Martin3712:
--- Zitat von: maria am Oktober 08, 2005, 18:57 ---Wie hat es dieser Mann nur geschafft keine Spätfolgen zu haben? ???
--- Ende Zitat ---
Laut seiner Aussage hat er immer darauf geachtet, dass sein Blutzuckerspiegel auf "längere" Zeit immer im "grünen" Bereich war. Kurzfristig darf der "grüne" Bereich verlassen werden, aber es ist für den Körper und für die Verhinderung der Spätfolgen kann wichtig, dass auf Dauer, keine Entgleisungen des Blutzuckerwertes enststehen.
Dieser sehr nette alte Mann wollte mit seiner Aussage gestern den anderen Diabetikern mut machen, dass man mit so einer Krankheit sehr wohl gut zurecht kommen kann und ein "stolzes" Alter in Ehren erreichen kann. :super:
Beim nächsten Treffen werden wir ihn mal genauer befragen, wie die Geschichte mit dem Insulin aus seiner Ansicht heraus war (so 2. Weltkrieg, Wiederaufbau, Pen-Einführung, usw.) das ist ein "Zeitzeuge der Diabetesgeschichte".
Alles Liebe und "dem Beispiel folgend"
Martin
P.S: Angela meint immer nur, dass diese "Freundin" auf mich steht !!!! :lachen:
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Martin3712 am Oktober 08, 2005, 19:20 ---Dieser sehr nette alte Mann wollte mit seiner Aussage gestern den anderen Diabetikern mut machen, dass man mit so einer Krankheit sehr wohl gut zurecht kommen kann und ein "stolzes" Alter in Ehren erreichen kann. :super:
--- Ende Zitat ---
Das ist wohl wahr, aber nur die halbe Wahrheit. Man hat z.B. erst kürzlich herausgefunden, daß es für eine Nierenerkrankung (Nephropathie) auch eine genetische Komponente gibt. Der eine hat sie, der andere nicht.
Und das kann dann auch dazu führen, daß der eine an der Dialyse landet, obwohl sein BZ immer besser eingestellt war als beim anderen, den es nicht trifft.
Ich will damit keineswegs desillusionieren ("Je besser der BZ, desto geringer das Risiko" gilt immer noch), aber es kann einen eben auch erwischen, obwohl man immer alles richtig gemacht hat. )Geringes Risiko heißt ja nicht, daß man davor absolut sicher ist)
Und dann zu wissen, daß es eben auch Dinge gibt, die man nicht beeinflussen kann (wie die Genetik) kann einem zumindest Selbstzweifel und Selbstvorwürfe ein bißchen ersparen.
Angela:
Jörg, das ist schon klar. Daran hab ich auch gedacht. Also er dürfte da gut sein und hat eben keine genetisch bedingten Folgen. Nur denk ich in den 67 Jahren die der Mann Diabetes hat, hat er sicher genug erlebt. Eben wie Maria meinte, er hat ja damit einen Weltkriege erlebt und das war sicher nicht einfach. Ich hab erst später dran gedacht mit ihm zu plaudern. War echt blöd, weil er saß ja neben mir. Was mich interessieren würde, wie war das vor 67 Jahren? Wie hat man da den Diabetes behandelt. War sicher sehr schwer und da keine Spätfolgen zu haben finde ich super. :super:
LordBritish:
Ich find´s auch erstaunlich mit so vielen Jahren DM keine Spätfolgen und das zu früheren Zeiten :respekt2:
bin ich echt platt.
Manchmal kann man noch soviel machen und wie eine Labormaus leben unter besten Bedingung ect. und die Spätfolgen kommen trotzdem.
Soll zwar nicht bedeuten das man sich überhaupt nicht drum kümmert, aber es ist keine Garantie dafür das man keine Spätfolgen bekommt.
Ich finde es deshalb sehr wichtig das man für sich seinen eigenen Mittelweg findet. So minimiert man auf der einen Seite das Risiko und hat
auf der anderen Seite auch gelebt. Ist nicht unbedingt leicht zu dieser Erkenntnis zu kommen, allerdings nicht unmöglich.
Wer weiss vielliecht bekommt auch der keine oder weniger Spätfolgen der nicht so verbissen nach den Werten schaut, sondern der
dem es gut geht weil er mit den DM nicht so krampfhaft umgeht. Der andere fühlt sich halt wesentlich besser und der andere verfält mehr in eine Depressive Lage
wegen den schlechten Werten. :zwinker:
maria:
wie konnte man sich den vor 67 Jahren um seine BZ-Werte kümmern. Haben die da rein auf Verdacht ihr Insulin gespritzt? Ich finde das schon sehr spannend.
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