Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
DMP
Lies:
Seit einiger Zeit nervt mich meine BKK wegen des Beitritts zum obigen Programm.
Ich habe mich bisher geweigert, weil mein Hausarzt dem Programm nicht beitritt und ich auf keinen Fall einen Arzt wechseln möchte nur weil der andere Diabetesfachmann ist.
Ich bin bei meinem jetzigen seit 25 Jahren und meine BZ Werte sind für mein Alter passend, Spitzen gibt es nicht, wir haben uns gemeinsam arrangiert. Ich bin 71 und mein HBA1c liegt bei 6.9 - 7.1.
Folgeschäden bisher keine.
Ich wüsste nun aber doch gerne von Diabetikern, die in diesem Programm drin sind, was sich eigentlich für sie damit verändert hat, welche Vor-oder Nachteile sie erkennen konnten und ob sich an ihren Werten seither etwas zum Besseren verändert hat.
Lies
maria:
Hallo Lies,
das DMP kenn ich nicht. Aber bei der AOK gibts meines Erachtens was ähnliches:
--- Zitat ---WAS IST AOK-CURAPLAN DIABETES MELLITUS TYP 2
Trotz des medizinischen Fortschritts ist es möglich, die Versorgung von Menschen, die an Typ-2-Diabetes erkrankt sind, noch zu verbessern. Häufig scheitert die Behandlung daran, dass sie nicht rechtzeitig und nicht immer angemessen erfolgt. Das kann Folgeerkrankungen nach sich ziehen, die die Betroffenen sehr belasten.
Mit AOK-Curaplan können Diabetiker sicher sein, frühestmöglich die bestmögliche Versorgung zu bekommen. In speziellen Schulungen, die ein Teil von AOK-Curaplan sind, werden umfassende Informationen und Fähigkeiten vermittelt. Die Betroffenen lernen, kompetent mit ihrer Erkrankung umzugehen und können so aktiv das Behandlungsprogramm mitgestalten und ihre Lebensführung bewusster in die Hand nehmen.
AOK-Curaplan will zudem die Beziehung zwischen Patient und Arzt stärken. Deshalb übernimmt der Arzt die Rolle des Koordinators. Er steuert alle Abläufe mit weiteren Experten und Fachärzten, bekommt von diesen wiederum alle Befunde und ist so immer auf dem Laufenden. Zusätzlich erinnert er den Patienten an wichtige Vorsorge- und Untersuchungstermine wie zum Beispiel die jährliche augenärztliche Kontrolle.
Bei dem Programm AOK-Curaplan Diabetes spielen auch Empfehlungen zur Behandlung eine wichtige Rolle. Diese stützen sich auf den aktuellen Stand der Wissenschaft. So werden zur Sicherheit des Patienten zum Beispiel nur solche Medikamente empfohlen, deren Nutzen und Sicherheit für Typ-2-Diabetiker in Studien eindeutig belegt wurden. Mit beachtet wird auch die Behandlung zusätzlicher Erkrankungen wie etwa Bluthochdruck, unter denen ein Typ-2-Diabetiker häufig leidet.
Zitat aus I-NET AOK
--- Ende Zitat ---
Mein Vater nimmt an diesem AOK-Curaplan Diabetes teil, aber auch nur, weil ich ihn dazu dränge. Begeistert ist er nicht. Seine Meinung ist, das die Behandlung, die ihm sein Hausarzt angedeihen lässt identisch ist (ob mit oder ohne Cura-Plan). Für manche ist es wahrscheinlich positiv, weil sie sich dann endlich mit DM auseinandersetzten müssen. Dieser Plan beinhaltet auch Diabetesschulungen. Gerade viele ältere DM2 verzichten gerne auf diese Schulungen, vor allem wenn sie "nur" Orale sind. :-\
Lies:
Hallo Maria
Ja, das ist identisch, die Programme heissen nur bei den verschiedenen Kassen unterschiedlich.
Im übrigen bin ich der gleichen Ansicht wie Dein Vater, es kommt eben darauf an, wie sehr man sich ohnehin mit seinem Diabetes auseinander gesetzt hat.
Und genau da gibts bei mir kein Defizit, weshalb ich auch nicht so recht einsehe, warum sich da noch jemand dazwischen schalten muss.
Ich bin nicht scharf auf einen anderen Arzt und genau den müsste ich dann aufsuchen.
Der meine würde mir ohnehin die Hölle heiss machen, wenn ich zu den drei-Monats-Tests nicht auftauchen würde, was ich aber sowieso nie vergesse.
Ebenso die Augenuntersuchung, meine Schwachstelle sind ohnehin die Augen, da ginge ich also auf jeden Fall auch ohne Diabetes einmal im Jahr hin.
Mehr noch, ich besuche auch einmal im Jahr einen Neurologen um die Nervenleitbahnen testen zu lassen.
Aus alle diesen Gründen begreife ich einfach nicht, wieso die BKK noch mehr Leute bezahlen will, als sie ohnehin schon muss, das ist doch irrational.
Schulung kann ich jederzeit von meinem Hausarzt vermittelt bekommen, das muss ich nur sagen, beziehungsweise, er würde es mir verordnen, falls meine Werte Anlass dazu gäben, dass sich da mal jemand kümmern müsste, aber...das ist eben nicht der Fall.
Wenn das, was Dein Vater erzählt, wirklich alles ist, was dort passiert, dann steht einmal mehr fest, ich brauche das nicht und werde demzufolge meiner BKK erneut absagen.
Danke für die Antwort.
Lies
Gela:
--- Zitat --- So werden zur Sicherheit des Patienten zum Beispiel nur solche Medikamente empfohlen, deren Nutzen und Sicherheit für Typ-2-Diabetiker in Studien eindeutig belegt wurden.
Zitat aus I-NET AOK
--- Ende Zitat ---
Dann fragt mal nach, welche Medikamente in solchen Studien getestet wurden und die somit verschrieben werden können.
Joerg Moeller:
Und vor allen Dingen, von wann die sind, bzw. wie aktuell. Soviel ich weiß beziehen die ihre "evidence base" immer noch aus der UKPDS, und die kannte z.B. keine Analoga.
Wäre ja schade, wenn die DMP-Engeschriebenen nicht von den GLP1-Mimetika profitieren könnten, die ab nächstem Jahr kommen sollen.
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