Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Noch ne Frage...
LordBritish:
--- Zitat von: Janine am September 06, 2005, 22:03 ---Möchte nicht noch Tabletten nehmen. Der Diabetes hat mein Leben ohnehin schon komplett verändert, und ich bin erst 24. Es muß doch auch eine andere Lösung geben diese BZ Spitzen in den Griff zu bekommen, als nur mit Tabletten oder längeren Nadeln.
--- Ende Zitat ---
Hallo Janine,
am Anfang verändert sich das Leben total, ich glaube das kennt jeder...
aber mit der Zeit, wenn erstmal alles zur Routine geworden ist, nimmt das auch wieder ab und
das übliche Leben tritt wieder hervor.
Aller Anfang ist schwer, Du musstest auch erstmal laufen lernen usw. und heute machst
Du das auch so ohne darüber nachzudenken, als ob es selbstverständllich ist. Fast genauso ist es mit den Diabetes,
die vielen Dinge werden zur Routine und man macht sie automatisch ohne das sie einen groß beeinträchtigen.
Es gibt auch schwere Zeiten keine Frage, aber wir haben hier meiner Meinung nach ein sehr gutes und nettes Forum
wo man über solche Dinge auch sprechen kann...
Lord
Angela:
Wie groß und wie schwer bist du?
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Janine am September 06, 2005, 22:03 ---Naja, aber ich möchte erstmal so versuchen mit meinem Insulin klar zu kommen. Möchte nicht noch Tabletten nehmen.
--- Ende Zitat ---
Kann ich verstehen. Ich vermeide das auch weitgehend. Aber wenn es nicht anders geht :nixweiss:
--- Zitat ---Der Diabetes hat mein Leben ohnehin schon komplett verändert, und ich bin erst 24.
--- Ende Zitat ---
Umso wichtiger ist eine gute Einstellung jetzt. Man kann auch nicht so gut eingestellt sein, aber dann sollte man sich der Konsequenzen bewußt sein. (Meine Einstellung ist auch nicht immer optimal, aber ich weiß was ich da mache und daß ich mich später nicht wundern brauche, wenn deswegen Komplikationen auftauchen.
--- Zitat ---Es muß doch auch eine andere Lösung geben diese BZ Spitzen in den Griff zu bekommen, als nur mit Tabletten oder längeren Nadeln.
--- Ende Zitat ---
Ein längerer Spritz-Ess-Abstand (damit die Wirkung von Insulin und Glucose gleichzeitig auftritt), Veränderung der Nahrungsmittel (Umstieg auf solche mit niedrigerem glykämischen Index) oder eine Insulinpumpe. Aber das war's dann auch schon, was man auf die Schnelle machen kann.
Gewichtsreduktion spreche ich gar nicht erst an, wird sicher dein Doc schon gesagt haben.
Von alleine wird sich das Problem jedenfalls nicht in Luft auflösen. Du musst dafür aktiv werden, es wollen und bereit sein, dafür auch Kompromisse mit dir selbst zu schließen.
Schnabeltier:
aber mit der Zeit, wenn erstmal alles zur Routine geworden ist, nimmt das auch wieder ab und
das übliche Leben tritt wieder hervor.
Das ist mit Sicherheit bei jedem anders. Nicht umsonst gibt es genug Psychotherpeuten, die sich auf die Behandlung von Typ I-Diabetikern spezialisiert haben. Nachdem ich anfangs die perfekte Vorzeigepatientin war, habe ich nach etwa 3 Jahren total zugemacht. Ich wollte diese Krankheit nicht mehr, entwickelte einen absoluten inneren Widerstand dagegen. Ich ignorierte meine Krankheit. Wurde schlampig bei wirklich allem, habe mich damit natürlich in riskante Situationen gebracht. Mußte mir und anderen beweisen, dass ich trotz der Krankheit "mehr als normal", super belastbar bin. Diese "Phase" dauerte lange Jahre. Nun finde ich langsam wieder zu einer gesunden Einstellung, was natürlich nicht leicht ist. Aber der Widerstand, der ist geblieben....
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Schnabeltier am September 07, 2005, 19:06 ---...habe ich nach etwa 3 Jahren total zugemacht. Ich wollte diese Krankheit nicht mehr, entwickelte einen absoluten inneren Widerstand dagegen. Ich ignorierte meine Krankheit.
--- Ende Zitat ---
Wobei sich dann natürlich noch die Frage stellt, ob sich dieser Widerstand gegen den Diabetes oder gegen einen selbst richtet.
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