Autor Thema: DMP?  (Gelesen 1182 mal)

Offline house

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DMP?
« am: Mai 15, 2023, 20:20 »
Was ist eigentlich dran an der Aussage von Ärzten einiger Diabetes Schwerpunktpraxen, das so manche Leistungen angeblich ohne DMP nicht bezahlt würden?
(z.B. Pumpenberatung)

Ich bin da skeptisch ob das stimmt, allerdings wollten mir letztens eine Ärztin, eine Diabetsberaterin und noch ein Arzt (ein und dieselbe Praxis) dies weiß machen. Die Diebetesberaterin meinte, ich solle mir von der Krankenkasse schriftlich geben lassen das alle Leistungen auch ohne DMP bezahlt würden. Dann würde das zu meiner Akte gelegt und fertig.
Nachdem ich dann erwiderte, sie solle mir schriftlich geben, was angeblich nicht bezahlt wird, hat sich mich mehr oder weniger rausgeworfen  :balla:
Schon allein deswegen, denke ich das, daß man nur ins DMP gepresst werden soll...

Der Arzt meinte alle seine Patienten wären im DMP und ich wäre einer der 0,1% die dies nicht wollten und langfristig könne er mich ohne DMP nicht behandeln...

Die krankeKasse konnte mir auch kein klares Statement drüber geben :(
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.
Kurt Tucholsky

Offline Gyuri

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Re: DMP?
« Antwort #1 am: Mai 16, 2023, 04:11 »
Da bin ich ja mal gespannt, was es darüber an Info gibt.
Vor Jahren war ich mal verärgert, weil die krankeKasse mich anschrieb, ich sei aus dem DMP raus genommen, weil ich irgend einen Termin nicht beachtet hätte. Dabei gab es nur eine Terminverschiebung in ein neues Quartal.  ::) (also um nur einen Tag zu spät)
Zum Hausarzt sagte ich dann: "ICH brauche das DMP nicht!" und er gab mir Recht. Es ging auch ohne …

… aber nur, bis das der Diabetologe erfuhr. Der meinte dann, er könne mich ohne DMP nicht betreuen.
So stellte ich in seiner Praxis einen neuen DMP-Antrag.

Mich würde schon interessieren, ob die krankeKasse die Beachtung der Termine in der Coronazeit etwas lockerer sah? Ich ließ jedenfalls (mindestens) einen Augenarzttermin ausfallen … und bisher war noch nichts.  :gruebeln:
« Letzte Änderung: Mai 16, 2023, 10:08 von Gyuri »
Gruß vom Gyuri
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Archimedes

Offline Klimbim2012

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Re: DMP?
« Antwort #2 am: Mai 18, 2023, 20:44 »
Moin,

ich selbst bin auch im DMP, -
da ich bei sehr guter Diabetologin bin -,
sehe ich da eigendlich keinen Nachteil,
im Gegenteil, - ...

@House: ... siehst du einen Nachteil, - wenn du am DMP teilnehmen würdest?

Gruß KB
Gruss KB

Feststellung: 2005 Hämochromatose ( Eisenspeicherkrankheit ), 09/2012 Diabetes 1, 2, oder 3 ... ob es stimmt oder nicht, das sagt Euch das Licht.

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Offline Gyuri

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Re: DMP?
« Antwort #3 am: Mai 19, 2023, 10:46 »
Ich glaube, da gibt es nur aus "verwaltungstechnischen Gründen" Vor- und vielleicht auch Nachteile.

Die Ärzte können dann halt besser mit den kranken Kassen abrechnen.

Nachtrag:
Von der TK erhalte ich hin und wieder Informationsmaterial für Diabetiker und/oder Herzpatienten.
Die wandern aber ungelesen im Müll, weil da nichts drin steht, was ich noch nicht von meinen Fachärzten oder in Schulungen erfahren hätte.

Ganz früher bekam ich sogar mal einen Ordner von der TK um diese "guten Ratschäge" ablegen zu können. Wo der gelandet ist, weiß ich nach zwei Umzügen nicht mehr. 8)
Gruß vom Gyuri
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Archimedes

Offline house

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Re: DMP?
« Antwort #4 am: Mai 20, 2023, 19:43 »
@House: ... siehst du einen Nachteil, - wenn du am DMP teilnehmen würdest?
Gruß KB

Fragen wir doch mal anders herum, Welche Vorteile soll das für mich haben?

Allen voran, wenn ich vierteljärlich meine Laborwerte machen lassen inkl. einmal im Jahr Fußuntersuchung und mindestens einmal im Jahr zum Augenarzt gehe. Diese kann ich für mich nehmlich nicht erkennen. Von den Kassen gibt's da ja auch schon seit langem keine Anreize mehr... Und irgendwelche Erinnerungen für bestimmte Untersuchungen, brauche ich nun wirklich nicht!

Nun aber ich fürchte, egal zu welchem neuem Diabetesarzt gehen werde, er wird mich erstmal ins DMP haben wollen :( Wenn's nicht auf Anhieb klappt, wird einem wieder gesagt das bestimmt Leistungen ja nicht bezahlt würden... Ich hasse diese Lügenmasche! Wie soll man da seinem Arzt vertrauen können?

Mal ganz ehrlich, genau genommen gehören diese Ärzte wegen Nötigung angezeigt und wegen Verletzung des Eides aus den Berufsstand befördert...
Keiner kann da was machen, bzw macht was. Selbst eine Beschwerde bei der Kassenärztlichen Vereinigung bringt da nichts.

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Kurt Tucholsky

Offline Kladie

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Re: DMP?
« Antwort #5 am: Mai 21, 2023, 21:08 »
Hallo house,

Ist vielleicht ein Unterschied von PKV und GKV. Meine Diabetologen haben mich noch nie darauf angesprochen an diesem Programm teilzunehmen. Als es vor Jahren eingeführt wurde habe ich eine Info von der PKV bekommen, die ich aber nur zum Anlass genommen habe einen Arzt danach zu fragen. Der sagte nur: Ein DMP ist gut für die Statistik und für Diabetiker, denen öfter mal auf die Füße getreten werden muss. Sie brauchen das nicht.
Seitdem ist es kein Thema mehr und ich werde auch nicht mehr gefragt.

Kann sein, daß mein HbA1c von 5,5 % daran Schuld ist - kann aber auch sein, daß ein PKV-Versicherter pfleglicher behandelt wird und/oder es sich finanziell für den Arzt / KV  nicht lohnt. Mir ist es wurscht - ich mache mein eigenes DMP

Offline Frau_Holle

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Re: DMP?
« Antwort #6 am: Juli 30, 2023, 07:26 »
Als ich zur Augenhintergrundkontrolle war, hieß es von der Praxis, dass sie ohne Teilnahme am DMP nicht alle erfirderlichen Kontrollen bezahlt bekämen. Auf der Überweisung steht, dass ich im DMP bin.

Eine Freundin bekam von der Kasse keine Sensoren mehr, als bemerkt wurde, dass sie nicht im DMP ist. Sie musste dann auch ins Hausaztprogramm und ins Facharztprogramm und ins DMP Diabetes. Dann gabs wieder Sensoren. So passiert Anfang 2023.

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Liebe Grüße
Manuela





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