Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Aufsteh-Phänomen - wie schnell, wie hoch?
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Joerg Moeller:

--- Zitat von: Kladie am März 04, 2018, 14:38 ---Alles auf einmal zu verändern um dann irgendwann den besten Kompromiss zu finden wird dir vermutlich nicht gelingen. Also eins nach dem anderen und erst die Sicherheit bekommen wie du auf was reagierst und dann immer aufpassen nie in eine Hypo zu kommen.

--- Ende Zitat ---

Yep, viele Köche verderben den Brei. Wenn man 5 Knöpfe verstellt und damit ein besseres Resultat erzielt, weiß man nie, welcher letztendlich was bewirkt hat. Vor allem dann ärgerlich, wenn die neue Einstellung von Knopf 2 alleine es schon verbessert hätte, dies aber durch die neue Einstellung von Knopf 3 wieder aufgehoben wurde.

Viele Grüße,
Jörg
Joerg Moeller:

--- Zitat von: Hinerk am März 04, 2018, 23:45 ---die SEA Berechnung für die BZ Steuerung von ist auf Ziel lässt sich relativ gut berechnen weil zwei bekannte Werte zur Verfügung stehen 1,der aktuelle u d 2, der Zielwert BZ.
Voraussetzung dafür ist bei mir die Kenntniss der Wirkung einer IE auf den BZ zur aktuellen Zeit usw.

--- Ende Zitat ---

So einfach ist das auch nicht. Man muss ja auch noch berücksichtigen, dass eine höhere Dosis insgesamt länger wirkt.

Wir kommen da dann aber langsam in einen Bereich, in dem es für einen Einsteiger nach "Oh Gott, das krieg ich ja nie hin!!!" aussieht.

Die kann ich beruhigen: man kann es hinkriegen. Einfach indem man beobachtet und Tagebuch führt. (Dafür sind die Dinger da. Nicht für den Arzt, nicht für die Krankenkasse, sondern für den Anwender selbst!)

Einfach mal aufschreiben, was war: was hat man gemacht, wie hat man sich gefühlt, was genau hat man gegessen (also nicht nur die BE notieren; vielleicht ein Foto beifügen), was hat man gespritzt und welchen SEA hat man eingehalten. Da kriegt man im Lauf der Zeit ziemlich schnell raus, an welcher Schraube man drehen kann, um es beim nächsten Mal besser hinzukriegen.

Übrigens: dass es sowas wie einen Morgengupf gibt (http://www.diabetesinfo.de/homepage/infos-und-news/dawn-oder-aufstehphaenomen.html) wusste ich damals noch nicht. er ist bei mir rein durch Beobachtung und Tagebuchführen entstanden. So konnte ich sehen, dass es mit dem Aufstehen zusammenhängt und der Anstieg immer in etwa gleich war. Und dann war es wie beim Essen: wenn ich weiß, dass mein BZ mit einer kleinen Portion xyz immer um 50 ansteigt, dann kann ich auch vor dem Essen etwas spritzen, um den Anstieg zu verhindern. Und dann langsam peu á peu die Dosis erhöht, bis der Anstieg ausblieb.


--- Zitat ---Sehr viel schwieriger ist es eine GI Wirkung mit einzubeziehen.

--- Ende Zitat ---

Das stimmt: weil die wenigsten Mahlzeiten einen bekannten GI haben. Man kann zwar den GI von Brot und von Marmelade googeln, aber man kann nicht den eines Marmeladenbrots finden.
Und berechnen schon gleich gar nicht!. Es  kommt da nämlich auch auf die Zubereitung an. Ich mag es z.B., wenn ich neben Brot und Marmelade auch noch die Butter/Lätta rausschmecken kann und meiner Schwester kann mit dem dem was ich drauf schmiere Brote für die ganze Familie machen (Nicht "mit Margarine bestrichen", eher "mit Margarine bedampft".

Und Fett beeinflusst den GI.

Viele Grüße,
Jörg
Kladie:
Da gebe ich Joerg unbedingt recht. Außerdem möchte ich für T2er auf Eigeninsulin hinweisen. (Ein Lieblingsthema von mir  :prost: )

Aber wie Joerg sagt: Gewissenhaft nachhalten was passiert ist wenn man ganz bestimmte Dinge macht und das nicht nur einmal sondern so oft wie es geht. Jeder meint, in ein paar Wochen die Übersicht zu bekommen. Ich habe Jahre dafür gebraucht (leider ohne Libre, was die ganze Sache vereinfacht hätte).

Floh:

--- Zitat von: Hinerk am März 05, 2018, 14:36 ---[...]Wenn ich mir den Fall hätte, wüsste, so hoffe ich war viel Fett in meiner Mahlzeit usw.
Alles kann wie jeder hier weiß (FPE) Einfluss auf die BZ Entwicklung nehmen.
Geeignete Maßnahmen brauchen Input
Ich vermute, dass Einflüsse im Spiel waren die aus Deiner Frage nicht abgeleitet werden können
Nochmal zu 3 hier ist es durchaus denkbar, dass die Uhrzeit und die IE Menge nicht zusammenpassen,
Da ergibt sich auch die Frage wie hast Du Deinen BE/IE Faktor ermittelt und wie den Zeitfaktor wegen der Zeit abhängigen unterschiedlichen IE Sensibilität

--- Ende Zitat ---

Ich schließe mich schon wieder Kladie an: Du sagtest du brauchst nur drei Zahlen. Wenn jetzt hier andere Faktoren eine Rolle spielen stimmt die Kernaussage nicht mehr. Genau deswegen hatte ich diese drei Beispiele ja herausgesucht. Weil eben nicht einfach nur der Startwert und der Zielwert nötig sind. Wie du in meinen Beispielen gesehen hast, waren da Schwankungen um 150 mg/dl/h drin. Bei gleichen Startbedingungen!

Ist das jetzt endlich angekommen?

Übrigens: Meine Korrektur bei Beispiel 3 (von 300 mg/dl auf 100 mg/dl) beträgt 2 I.E. Im Leben nicht wirken diese 5 Stunden lang. Der Unterzucker nach 9 Uhr (außerhalb des Zeitraums den wir diskutiert hatten, übrigens) kommt vom Radeln am Morgen und hat nichts damit zu tun, sondern mit dem Frühstücksbolus. Viel spannender wäre doch die Frage gewesen, warum mein BZ nachts zwischen 1 und 5 auf 350mg/dl steigt. Da gäbe es viel mehr Optionen (und so im Nachhinein: Da hätte das Betrachten der Pumpenfunktion viel höhere Priorität haben sollen als potentielle FPEs. Hatte es aber nicht, weil es mitten in der Nacht war).
Kladie:

--- Zitat ---orginal Hinerk:
Moin Kladie,

Ich vermute der SEA soll dazu dienen den BZ vor dem Wirkeintritt der Mahlzeit BE etwa in etwa auf den Zielwert zu senken.
Wenn das so ist, dann wäre in einem gleichgelagerten Fall, mein SEA 30 Minuten. Eine exaktere Ermittlung ist in Arbeit.

Falls ich nur den BZ korrigieren will, dann  ist kein SEA erforderlich.
--- Ende Zitat ---

Deine Vermutung ist etwa in etwa richtig. Dein gleichgelagerter Fall würde einen SEA von 30 ergeben. Bei mir ist in den ersten 30 Minuten etwa in etwa 0 mg/dl gesenkt worden. Was jetzt?

2. Was meinst du mit "Falls ich nur der BZ korrigieren will?"  Wenn ich den BZ nicht korrigieren will brauche ich auch nichts zu spritzen und dementsprechend auch keinen SEA einzuhalten. Meintest du das?
Wenn Du mit dieser Aussage meinst zu spritzen ohne was zu essen, dann ist das so als würdest du mir die Entfernung von Leibzig nach ausrechnen wollen.
Ohne essen natürlich kein SEA! (Spritz-Eß-Abstand)
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