Diabetesfragen > Diabetes-Technik
Libre zeigt extrem falsche Werte an
mellituso:
Hallo Gyuri,
wenn jemand 10 Messstreifen am Tag verbrauchen muss(kann ich mir bei TYP II aber nicht vorstellen) dann magst Du ja recht haben. Ich habe bei 3 bis 5 max. Blutzuckermessungen am Tag wunderbare Werte durch die Bank(siehe oben).
Wie beschrieben durch meine App wunderbare Verlaufskurven usw. Was mir das Libre zwischen meinen normalen Messungen an Mehrwert bringen soll (zu dem Preis) könnte ich nur nachvollziehen wenn das Libre, wohlgemerkt relativ gesehen, etwas genauer wäre.
--- Zitat ---Da sind die Libre-Sensoren günstiger und die Gefahr durch "Fehlmessungen" Schaden zu erleiden, ist aus verschidenen Grunden geringer als mit blutigen Messungen. Aber das will man mir hier nicht glauben … muss auch nicht.
--- Ende Zitat ---
Doch glaube ich, jedoch nur in Deinem speziellen Fall!
mfG. mellituso
Gyuri:
Nur ganz kurz … weil es nicht zum Thema gehört
Ob ich jeden Tag 3 Messungen mache oder nur alle drei Tage 9 Messungen ist kostenmäßig egal!?
Bei 3 Messungen habe ich aber nur z.B. präprandiale Werte. Mich interessieren aber auch postprandiale Werte.
Und dann wären noch die Werte vor dem Schlafen und gelegendlich nachts um 2 Uhr von Interesse. Um ein Tagesprofil graphisch abschließen zu können muss man, will man nicht jeden Tag 8 Messungen durchzuziehen auch noch eine Messung am Folgetag durchführen.
Du siehst, durch 9 Messungen alle 3 Tage bekomme ich viel mehr Informationen als durch täglich 3 Messungen. :gruebeln:
Bei meiner Frau mache ich (täglich) noch mehrere Scannes weil sie gewaltige SEA benötigt um einigermaßen von astronomischen Werten runter zu kommen. So messe und spritze ich gegen 5 Uhr 25 IE, dann um 8 Uhr noch mal 10 bis 15 IE bis sie dann gegen 9 oder 10 Uhr frühstückt. Auch vor Mittag- und Abendessen gibt es einen SEA der kontrolliert werden sollte. Auf postprandiale Messungen kann ich dank der permanenten Aufzeichnung des Libre verzichten, mit Teststreifen bräuchte ich die Werte aber auch noch.
Wenn ich 9 Messungen an einem Messtag aufzeichne, erhalte ich ein ähnliches Diagramm wie das "Tagesmuster" aus der Libre-Software.
(ein älteres Beispiel)
Es sieht vielleicht anders aus, beinhaltet aber nahezu die gleichen Informationen.
Aber jetzt genug vom Thema abgewichen! :tschuldigung:
Kladie:
Ich kann Mellituso genau so verstehen wie Gyuri. Jeder hat seine individuellen Gründe
Auch ich bin deshalb eher ein Sonderfall, denn ich bekomme schon seit über 2 ½ Jahren alle Sensoren von meiner KK bezahlt. Wie ich schon geschrieben hatte, waren die ersten Sensoren besser und ich hatte dadurch einige Erfolgserlebnisse. Dadurch bedingt akzeptiere ich die Nachteile des Libres eher als Mellituso.
@ Mellituso
Auch ich habe vor dem Libre schon HbA1c Werte von 5,2 - 5,6 % mit ca. 5 - 8 Blutmessungen erreicht. Heute jedoch bin ich wesentlich entspannter, diese Werte zu erreichen, da ich viel besser beurteilen kann ob alles passt. Mich stören diese Ausreißersensoren nicht mehr so stark, weil ich schon aus Erfahrung sagen kann ob die Werte plausibel sind oder nicht.
Auch mit der Abbott Hotline habe ich gute Ergebnisse erzielt. Sie bekommen genau die Werte, die sie haben wollen. Aber vielleicht habe ich auch nicht so große Erwartungen an die Genauigkeit der Scanergebnisse. Selbst mit Teststreifen ist es nur ein raten und schätzen wie sich der BZ wirklich verhält. Wenn das im Rahmen ist, ist alles im grünen Bereich.
Wie Gyuri habe ich morgens eine statische Vorgehensweise: Ich spritze 15 + 10 IE und warte 60 Min. bis zum Frühstück. Das habe ich auch gemacht als ein Sensor mal "LOW" angezeigt hat, weil ich wusste das kann kein richtiger Wert sein. Beim ersten mal habe ich noch mit Teststreifen kontrolliert, am nächsten Tag schon nicht mehr.
Müsste ich die Sensoren selbst bezahlen (respektive zuzahlen) und ich hätte so eine Aussage von der Hotline bekommen wie du, wäre ich auch längst kein Abbott Kunde mehr.
Vielleicht ändert sich die Einstellung der GKVs noch und die Sensoren werden wieder besser. Dann wäre ein erneuter Versuch sicher sinnvoll
Gyuri:
Man kann es gar nicht oft genug wiederholen…
--- Zitat von: Kladie am Juli 11, 2017, 22:53 ---(…) Selbst mit Teststreifen ist es nur ein raten und schätzen wie sich der BZ wirklich verhält. Wenn das im Rahmen ist, ist alles im grünen Bereich.
(…)
--- Ende Zitat ---
… und darum tu ich es jetzt auch. :wech:
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Hobbit am Juli 10, 2017, 15:09 ---Ich habe schon oft vor einer BZ-Messung bewusst in mich herein gehört und mich schlaff und durstig gefühlt, so dass man denken könnte: "Oh, das ist ein hoher BZ." - war dann aber ganz normal. Umgekehrt habe ich mir auch schon eine leichte Zittrigkeit eingebildet und hatte dann einen Alpengipfel-BZ.
Eine Hypo kann sich bei mir auch ganz verschieden äußern.
--- Ende Zitat ---
Ja, das ist normal: im Laufe der Zeit scheint man seine eigene, innere "Kalibration" zu verlieren. Manchmal hat das auch mit dem Durchschnitt zu tun: jemand der ständig mit 300er Werten unterwegs ist, kann auch schon mit 180 unterzuckern (eine Unterzuckerung ist ja das was man fühlt und eine Hypoglykämie das was man misst).
Aber auch von solchen Extremfällen abgesehen wird es mit Dauer des Diabetes bei vielen schwieriger, ein konkretes Gefühl für den eigenen BZ zu kriegen.
Ganz mies ist es, wenn der BZ langsam sinkt. Da kann man nämlich Hypos auch mal verpassen, die ja immer stärker auftreten, je schneller der BZ sinkt. Ist fast so, als könnte der Körper aus der Sinkrate ermitteln, wann der kritische Punkt erreicht ist. Und da muss man ja keinen Riesen-Alarm geben, wenn die Gefahrenstelle noch Kilometerweit entfernt ist.
Ist ein bißchen auch Glücksspiel.
Viele Grüße,
Jörg
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