| Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich |
| CGM auch für T2 ? |
| << < (5/10) > >> |
| Gyuri:
:hi: Die "Höhe" einer statistischen Aussage muss ständig überwacht werden (!) und ist die einzige Möglichkeit überhaupt eine Aussage zu treffen. Nur irgendwelche Aktionen aufgrund irgendwelcher Messungen zu starten kann nicht zielführend sein, auch wenn sie vielleicht scheinbar etwas bewirken. Beten kann auch helfen, bei mir aber sicherlich nicht. --- Zitat von: Tarabas am April 04, 2017, 01:22 ---(…) Nachts sich auf Hypos kontrollieren können, ohne jede Nacht nachts zum Picken aufzustehen ... --- Ende Zitat --- Ja nun, es gibt für "Korrektur-Anhänger" auch immer verschiedene Gründe eine Messung außerhalb der präprandialen Zeit durchzuführen. Nur hat dann das Messergebnis keinen DIREKTEN Einfluss auf das weitere Vorgehen. Man kann das auch immer recht deutlich am Messverhalten vor der Basal-Spritze an der Bettkante sehen. :kratz: Nicht dass ich da was dagegen hätte, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass aufgrund dieser Messung irgendwas korrigiert wird. So gesehen ist die Messung nicht nötig. Selbst wenn solche Messungen informativ sein könnten, um die doch recht hohen Kosten zu rechtfertigen, wäre bei der kontinuierlichen Dauermessung schon auch ein Umdenken in der Strategie nötig. Es gäbe da andere Wege als nur die, die sich aufgrund eingeschränkter Kontrollmöglichkeiten ergäben. Und sobald diese Überlegung bei den kranken Kassen durchgedrungen ist, wird sich so eine kontinuierliche Messtechnik auch wirtschaftlich rechnen. Und dann dürfte der Typ kaum noch eine Rolle spielen. Es würden dann bei jedem individuell greifende Konzepte zum Tragen kommen. Bis es so weit ist wäre aber noch sehr viel Überzeugungsarbeit zu leisten… |
| Hinerk:
Moin, warum wird hier immer nur der aktuelle BZ betrachtet und nur dafür Insulin gespritzt. Die erforderlichen IE für das Essen um den BZ pp. auf einen akzeptablen Level werden vernachlässigt. Oder verstehe ich alles falsch. MLG Hinerk |
| Floh:
--- Zitat von: Gyuri am April 04, 2017, 06:08 ---Ja nun, es gibt für "Korrektur-Anhänger" auch immer verschiedene Gründe eine Messung außerhalb der präprandialen Zeit durchzuführen. Nur hat dann das Messergebnis keinen DIREKTEN Einfluss auf das weitere Vorgehen. Man kann das auch immer recht deutlich am Messverhalten vor der Basal-Spritze an der Bettkante sehen. :kratz: Nicht dass ich da was dagegen hätte, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass aufgrund dieser Messung irgendwas korrigiert wird. So gesehen ist die Messung nicht nötig. --- Ende Zitat --- Ist ja okay, wenn du es dir nicht vorstellen kannst. Ich schnaufe mal ruhig durch und offeriere dann die folgenden Optionen: Hoher Wert vor dem Einschlafen: Zusätzlich zum normalen Basalinsulin einen Korrekturbolus um den Zielwert vor Ende der Nacht zu erreichen und nicht alle 2 Stunden zum Pinkeln auf zu stehen. Niedriger Wert vor dem Einschlafen: Zusätzliche Korrektur mit schnell wirksamen Kohlenhydraten. Gerade der zweite Teil ist jetzt nicht so weit hergeholt. Und bei manchen Typ-2 mag die Korrektur des hohen Wertes ja ausfallen (so wie ich es sehe bei dir, etwa), das gilt aber nicht für alle. Das Messergebnis hat dann also immer einen direkten Einfluss. Wie du zu deinen Aussagen kommst ist mir manchmal völlig schleierhaft.. |
| Joerg Moeller:
--- Zitat von: Kladie am April 03, 2017, 19:47 ---Neu diagnostizierte T2 Diabetiker können oft noch durch Lifestyle-Änderung und / oder OADs unter ärztlicher Anleitung ihren Stoffwechsel gut genug in den Griff bekommen und wollen deshalb vom Aufwand der regelmäßigen Selbstkontrolle nichts wissen. Diese Patientengruppe könnte sicherlich zumindest die erste Zeit (vielleicht sogar Jahre) ohne FGM / CGM / Pumpe auskommen. --- Ende Zitat --- Ja, aber wo siehst du denn da ein Problem? Etwas zugänglich machen heißt doch nicht, dass jeder es verwenden muss. Hier geht es nur darum, dass Kostenträger nicht sagen können "Nö, der ist DM2, das Ding gibt es nur bei DM1". Wie Antje schon schrieb gibt es bei diesen Hilfsmitteln manchmal Probleme, weil die Kassen das nicht so bereitwillig übernehmen wie bei DM1. Und ob es jetzt Pumpe oder CGMS ist: es darf nicht auf den DM-Typ ankommen, sondern einzig und allein an der Notwendigkeit. Viele Grüße, Jörg |
| Kladie:
Hallo Floh, --- Zitat ---orginal Floh: Hoher Wert vor dem Einschlafen: Zusätzlich zum normalen Basalinsulin einen Korrekturbolus um den Zielwert vor Ende der Nacht zu erreichen und nicht alle 2 Stunden zum Pinkeln auf zu stehen. Niedriger Wert vor dem Einschlafen: Zusätzliche Korrektur mit schnell wirksamen Kohlenhydraten. --- Ende Zitat --- Das ist für dich als T1 sicher die genau richtige Vorgehensweise. Ein T2 (sofern er noch Eigeninsulin bekommt) hat jedoch andere Prioritäten. Die Korrelation BZ/ Insulin ist bei dir wesentlich ausgeprägter als zum Beispiel bei mir oder Gyuri. Einzelne IE kann man spritzen oder auch nicht - es hat keinerlei Wirkung. Korrektur macht das Eigeninsulin - es dauert eben nur etwas länger als beim Nichtdiabetiker. Wenn du von einer zusätzlichen Korrektur mit schnell wirksamen Kohlenhydraten sprichst bedeutet das für mich: einmal an der Zuckertüte riechen. Du kannst scheinbar deine T1 Denkweise nicht abstellen die bedeutet: BZ ändert sich nur durch äußere Einflüsse (essen oder zusätzliches Insulin). Bei mir als T2 mit Eigeninsulin wird bei niedrigem BZ das Eigeninsulin reduziert und sorgt dadurch für ein ansteigen des BZ. Auch hier ist eine Korrektur nur in Extrmfällen notwendig z. B. wenn vorher falsch gespritzt wurde. |
| Navigation |
| Themen-Index |
| Nächste Seite |
| Vorherige Sete |