Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Auswirkungen des SEA (war Re: Der 5'er Club Reloaded)
Oggy:
Nochmal:
Wie wärs, wenn Ihr ab sofort hier und jetzt aufhört und ein eigenes Thema aufmacht?
Grumpf
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Oggy am März 15, 2017, 13:37 ---Nochmal:
Wie wärs, wenn Ihr ab sofort hier und jetzt aufhört und ein eigenes Thema aufmacht?
Grumpf
--- Ende Zitat ---
Done! :zwinker:
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Hobbit am März 15, 2017, 09:31 ---Vermutlich verlängerst deinen SEA, wenn du hohe Werte hast und verkürzt ihn, wenn du niedrige Werte hast.
--- Ende Zitat ---
Das wäre beides korrekt und eine Anpassung an die Gegebenheiten. Der Körper weiß sich ja auch zu helfen, und deshalb beschleunigt er bei niedrigem BZ (<60 mg/dl) die Magen-Darm-Motilität, also die Bewegungsfähigkeit, die einen Einfluss darauf hat, wie schnell der Mageninhalt in den 12-Fingerdarm (Duodenum) gelangt. (Wir erinnern uns: der Übergang der Nährstoffe ins Blut erfolgt vorwiegend im Duodenum)
Für den SEA bedeutet das, er kann hier kleiner sein.
Umgekehrt funktioniert das ebenso; bei einem hohen BZ (>160 mg/dl) wird diese Beweglichkeit verlangsamt. Ergo kann das dann in einem längeren SEA münden.
Manche Diabetiker geben daher auch schon bei erhöhten Werten über einer (persönlich bekannten) Grenze ein paar Zusatz-IEs. Auch das hat einen physiologischen Hintergrund: je höher die Dosis, desto länger dauert es, bis alles ins Blut übergegangen ist. Und je länger es in der Subkutis auf seine Resorption wartet, desto länger hat das Insulin-auflösende Enzym ("Insulinase" oder genauer gesagt Glutathion-Insulin-Transhydrogenase) die Möglichkeit, Teile des wartenden Insulins zu deaktivieren. Das ist bei erfahrenen Diabetologen auch als "Resorptionsverlust" bekannt.
In beiden Fällen wäre die von Hobbit genannte Option der Golödweg: erst den BZ auf Normalniveau bringen und dann essen/insulinieren.
Macht in der Praxis aber kaum einer.
Ich mach es bei heftigen Hypos so, dass ich erst esse bis ich mich besser fühle und im Nachhinein dafür einen Essensbolus gebe (für die Gesamtmenge der KH abzüglich 2 BE für die Hypo).
Und bei leichten Hypos 1-2 Löffel Marmelade oder unterwegs ein paar Glucotabs.
Viele Grüße,
Jörg
Gyuri:
--- Zitat von: Joerg Moeller am März 15, 2017, 14:59 ---(…) erst den BZ auf Normalniveau bringen und dann essen/insulinieren.
Macht in der Praxis aber kaum einer.
(…)
--- Ende Zitat ---
So ähnlich mache ich das bei meiner Frau wenn sie mit sehr hohen Werten aus der Nacht kommt. (Ich schreibe nicht "aufwacht", weil ich sie für ihren Scann nicht wecken muss.) An der Insulindosis ändere ich nichts, weil ich meine, dass bei "normal" 100 IE täglich :kreisch: Schluss sein muss.
Wenn sie nach zwei Stunden immer noch über … sagen wir mal 250 mg/dl liegt, bekommt sie noch mal die 10 IE, die sie sich sonst zum Frühstück selbst spritzt. Dank Libre muss ich bei ihr keine Angst vor einer Hypo haben. Nach den 10 IE wird sie aber so langsam zum Aufstehen angeregt. Das Frühstück ist dann auf jeden Fall bereit. Sollte sie dann wider Erwarten recht niedrig im Zucker stehen, bekommt sie Honig und/oder Marmelade zum Selbstaufstreichen.
Hinerk:
--- Zitat von: Oggy am März 15, 2017, 12:09 ---Ich denke es gibt hier im Forum wirklich genug Möglichkeiten sich auszutauschen, oder? :zwinker:
So - jetzt habt Euch wieder lieb - oder haut Euch die Köpfe ein wo ichs nicht sehe ;D
--- Ende Zitat ---
Moin Oggy,
nimm bitte meine positive Betrachtung des "Köpfe einhauens" wohlwollend zur Kenntnis.
Die dadurch entstandenen Öffnungen des Schädels gestatten die umweglose Informations Aufnahme ohne durch vorgefasste Meinungsfilter zu gehen
MLG
Hinerki
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