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BZ Anstieg morgens
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Gyuri:

--- Zitat von: Hinerk am November 26, 2016, 21:37 ---Moin Gyuri,

empfindest Du die Therapie mit der Deine Frau behandelt wird als geeignet und erfolgreich.

Wenn nicht, wo ist Dein Ziel.

Ich stelle diese Frage, weil ich sehr unsicher in der Therapie Beurteilung bin.

MLG

Hinerk

--- Ende Zitat ---
Mit keinem Wort habe ich gesagt, dass ich mit den Werten meiner Frau glücklich wäre. Ich meine auch nicht, dass man sich keine Sorgen machen soll, wenn man mit einem Tagesdurchschnitt von >200mg/dl leben muss. Aber darum geht es hier auch gar nicht.
Es geht (mir) nur darum, dass du dir einen Kopf machst, wenn dein Ziel von 100mg/dl mit 108mg/dl gerade mal um 8% überschritten wird. Hast du denn die Gewissheit, dass du auf < 8% genau deine BE bestimmen kannst? Glaubst du deine Verstoffwechslung auf <8% genau vorhersagen kannst? Gibt dir dein selbst gestrickter Bolusrechner die Sicherheit so genau zu rechnen, zumal man derartige Formeln sowieso nie "tierisch" ernst nehmen darf?

Ich will nun lieber jemand anderen zitieren, weil mir scheinbar immer widersprochen wird:

--- Zitat von: Duff Rose am November 24, 2016, 21:58 ---(…)

Ich bin der Meinung, du kannst machen was du willst und auch Ursachen suchen wo du willst. 30mg/dl wirst du vielleicht immer wieder abweichen. Und dann geht halt viel Zeit bei drauf immer wieder zu suchen.

Aber hey, wenn Du dich wohl fühlst dann will ich doch gar nicht an deinen Schrauben drehen, es ist nur für mein Empfinden nicht verständlich.

(…)

--- Ende Zitat ---
Genau hier sehe ich (d)ein Problem!
Als alter Messtechniker sage ich dir jetzt: "Du jedem Zielwert eine Toleranz zuordnen. Es sollte eine Toleranz sein, die allgemein vertreten werden kann. Wenn du es etwas genauer willst, dann nutzt du besser nur die halbe Toleranz für dich aus. (Déjà-vu  :gruebeln:: Habe ich das nicht schon mal hier geschrieben?)
Zurzeit kann ich bei meiner Frau weder eine Toleranz von ±10mg/dl einhalten noch die mittleren Werte eines allgemein anerkannten Zielwertes. Dies aber als "Empfehlung" meinerseits zu verstehen ist Unfug. Es hat nur wenig Sinn z.B. einen Nüchternzucker von 90 ±10 mg/dl anzustreben, wenn ich mit vielleich 240 ±50 mg/dl zu kämpfen habe.

Du hast gar kein Problem mit deinen Werten!
Du hast nur ein Problem mit der Beurteilung deiner Messergebnisse.
Kladie:
Hallo Hinerk,

Ich denke Gyuri hat den richtigen Punkt angesprochen.
Meine Werte sind zwar gut aber nicht weil ich auf jedes mg/dl reagiere.


--- Zitat ---orginal Hinerk:
Wenn bei Präprandialen BZ Werten über Ziel nur IE für die  Nahrung insuliert werden, wie soll dann der BZ sich in Richtung Ziel bewegen???
--- Ende Zitat ---
Das machen die Betazellen noch (sofern noch Eigeninsulin produziert wird - das muss ich hier immer extra betonen). Deshalb sage ich auch immer, dass ein T2 mit Eigenproduktion nicht korrigieren muss. Vor dem Essen richtig dosieren ist der Königsweg.
Sollte der Ausgangswert mal etwas zu hoch sein, kannst du dich ja mal "verschätzen" Dann spritzt du nicht für 32 g Kohlenhydrate sondern für 37 g und alles ist wieder im Lot.

Ich kann so genau sowieso nicht richtig einschätzen wieviel Kohlenhydrate ich zu mir nehme. Messen/wiegen und genau ausrechnen ist mir zu viel Aufwand weil es auch ohne geht.
Hinerk:

--- Zitat von: Hinerk am November 27, 2016, 13:20 ---Moin,


Wenn ich später nach einer Mahlzeit 20 über Ziel messe, werde ich diese 20 allein nicht insulieren aber in Verbindung mit einer neuen Mahlzeit wird die Differenz ob + oder - in der gesamt IE Berechnung Berücksichtigt

--- Ende Zitat ---

Moin,

 Gestern um 01:20 Nachmittag » wurde von mir ein Beitrag eingestellt, aus dem hier der obige Satz zitiert wird.

weil ich davom ausgehe, dass bevor Antworten geshrieben werden die letzten Beiträge des Verfassers berücksichtigt sind, kann ich diesem zusammenhang die Inhalte der letzten später verfassten 2 Beiträge nicht so recht verstehen.

MlG

Hinerk



Joerg Moeller:

--- Zitat von: Kladie am November 26, 2016, 11:31 ---(Das Eigeninsulin hat keine definierte Wirkkurve weil die Menge sich BZ abhängig ununterbrochen verändert.)

--- Ende Zitat ---

Und nicht zu vergessen die Pathophysiologie des DM2: Betazelldysfunktion und Insulinresistenz. Beides kann unterschiedlich ausgeprägt sein und ist daher nur mit einer guten Glaskugel vorhersagbar. Besonders die Resistenzlage kann ich auch noch bei ein und derselben Version ändern, sei es durch medikamentösen Einfluss oder eine Rezeptor-Down-Regulation, die dann noch zur genetisch bedingten Resistenz hinzugesellt.
Auch die Dysfunktion der Betazellen ist nicht in Stein gemeißelt und kann sich im Lauf der Erkrankung verschlechtern, bis die Betazellen Insulin nur noch in homöopathischen Mengen abgibt.

Rechner können da nur Anhaltspunkte geben, solange sie nicht mit einer künstlichen Intelligenz arbeiten. Wenn man das weiß und die eigene Erfahrung mit einbringt, sehe ich deren Einsatz aber unkritisch.

Viele Grüße,
Jörg
Kladie:

--- Zitat ---orginal Joerg Moeller:
Rechner können da nur Anhaltspunkte geben, solange sie nicht mit einer künstlichen Intelligenz arbeiten. Wenn man das weiß und die eigene Erfahrung mit einbringt, sehe ich deren Einsatz aber unkritisch.
--- Ende Zitat ---
Da sind wir einer Meinung. Ich denke ein guter Bolusrechner kann die Größenordnung der Dosis einigermaßen treffend bestimmen.

Ich hatte mal den Insulinx aber habe ihn schnell wieder dem Arzt zurückgegeben. Ich spritze z. B. fast immer 10 IE zum Essen (allerdings mit unterschiedlichen SEAs) Wenn ich der Meinung bin die Portion KH ist zu groß dann 15 IE. Bei kleineren Mengen reduziere ich auf 8 oder 5 IE (ist auch etwas der Hypoangst geschuldet) oder lasse das Insulin ganz weg. Genauere Dosierungen benötige ich nicht denn meine Betazellen besorgen den Rest.
Da kann aber jede(r) auch andere Vorgehensweisen praktizieren die u. U. auch sinnvoll sind denn wie du ja schreibst gibt es jede Menge individuelle Einflußfaktoren.
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