Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Verhältnis Körpergewicht zu Insulin
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Hinerk:
Moin Joa,

Deinem Vorschlag werde ich folgen.

"Bestimme die Quantität Deiner eigenen Insulinproduktion und addiere diese zum Gesamtinsulinverbrauch/24h."

Mein Bolus IE Bedarf je Kilo ist 0,28 um auf mindestens 1,0, laut Floh zu kommen müsste meine eigene Insulinproduktion bei 0,72 IE pro Kilo betragen.

Kann das so richtig sein?

Wenn nicht, bitte Korrektur Vorschlag.

MlG

Hinerk
Joa:

--- Zitat von: Hinerk am September 06, 2016, 18:33 ---Deinem Vorschlag werde ich folgen.
"Bestimme die Quantität Deiner eigenen Insulinproduktion und addiere diese zum Gesamtinsulinverbrauch/24h."

Mein Bolus IE Bedarf je Kilo ist 0,28 um auf mindestens 1,0, laut Floh zu kommen müsste meine eigene Insulinproduktion bei 0,72 IE pro Kilo betragen.
--- Ende Zitat ---
Weiß der Geier.  ::)

Bestimmen meinte hier, durch Laborwerte konkrete Anhaltspunkte zur Abschätzung der eigenen Insulinleistungskapazität zu erhalten.
Ein Marker kann dafür das C-Peptid sein, das bei der Aufspaltung des Proinsulins zu zwei Einzelmolen Insulin in den Betas frei wird.

Je nach dem, wo da bei Dir der Wert im Norm- oder Nicht-Normbereich landet, bekommst Du einen groben Anhaltspunkt, wieviel Leistung Deine Betas abgeben können, bzw. wo etwa bei Dir der Resistenzstatus angesiedelt ist.

Um das zu konkretisieren, kannst Du auch einen runden Fuffi investieren und mal Belastung checken lassen, wie hoch die Spiegel an intaktem Proinsulin im Blut liegen.

Das ist ein Marker für die Überforderung der Betazellen, die im Galeerensklavenmodus nicht mehr in der Lage sind, das unfertige Proinsulin aufzuspalten und dann dieses ungespalten ausgeben.

Proinsulin hat nur 10% der Insulinwirkung, wirkt aber auf die Fettzellen (Adipogenese) zu 100%.
Auch ist es gefäßschädigend und gilt als einer der Gründe, dass (zumindest früher) der Diabetes erst bei den Voruntersuchungen zur Bypass-OP auffallen mag.

Ansonsten finde ich Deine Bemühungen sehr bemüht, aber recht witzlos.
Hinsichtlich Deiner Insulinkalkulationen kannst Du doch einfach mit Deinen 0,28er Margen rechnen. Wenn sich was verändert, z.B. Bedarfssteigerung, dann passt Du die halt an.

Kontrollmarker, ob die Anpassung sinnvoll ist, oder ob die Basistherapierichtlinien stärker focussiert werden sollten, wäre wieder das intakte Proinsulin im Verhältnis dann zum C-Peptid.

Gruß
Joa
Hinerk:
Moin Joa,

Die Bemühungen meinen BZ Verlauf zu optimieren haben zu signifikanten Verbesserungen sowohl im nüchtern als auch im pp Bereich geführt.

Bisher hat noch niemand außer Dir mein Art als "witzlos" bezeichnet.

Aber, ich bin leider neben Deinen sehr fundierten Beiträgen gewohnt, dass am Ende irgend welche negativen Spitzen über mich eingefügt werden.

Vielleicht verfolgst Du Interessen die Dich dazu veranlassen die Ebene der Sachlichkeit zu verlassen.

MlG

Hinerk

Kladie:
Hallo Hinerk,

um dich wieder etwas zu beruhigen: Was Joa schreibt hat Hand und Fuß und er hat ja auch das entsprechende Basic-Wissen. Allerdings meine ich, die c-peptid Bestimmung ist immer nur ein Augenblickswert, der sich je nach BZ Höhe verändert und deshalb nicht zu einer Gesamtinsulinmengenbestimmung für 24 Stunden taugt. Da denke ich wird deine Herangehensweise mit einem Zurückrechnen aus BZ Werten zweckmäßiger sein.

Es wurde vermutlich schon mal labortechnisch versucht zu untersuchen wieviel Insulin ein Mensch braucht und es ist dabei die beschriebene Menge von 0,5 - 1 IE/kg herausgekommen. Die Toleranz ist entsprechend der Probleme und der individuellen Unterschiede dabei recht hoch.
Wie du deine Gesamtinsulinmenge von 0,28 IE/kg ermittelt hast ohne deine Menge an Eigeninsulin zu kennen kann ich leider nicht beurteilen aber das wirst du sicher viel besser wissen als ich.

Ein Bolus-IE Bedarf ist übrigens völlig unabhängig vom Körpergewicht
Joerg Moeller:

--- Zitat von: Hinerk am September 06, 2016, 11:21 ---meine Frage bezieht sich auf den Text oben, dort werden keinerlei Zusammenhänge wie z. B. warum 0,5-1,0 ? Beschrieben.

--- Ende Zitat ---

Ich fürchte da wirst du dich dann mal mit ein paar Fachbüchern über Diabetologie auseinandersetzen müssen, ggf. auch ein bißchen mit Physiologie/Pathophysiologie.
Das sind statistische Durchschnittswerte, d.h. auch da gibt es Abweichungen. Meist aber eher nach unten, da Insulinmengen >1 IE/kgKG schon eher in Richtung 'Insulinresistenz' tendieren.

Du kannst dazu aber auch gern mal deinen Diabetologen befragen.

Viele Grüße,
Jörg
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