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| Hinerk:
Moin, Alle BZ Geräte dürfen abweichen so um 15% zu hoch oder zu tief, habe ich mal gelesen. Bedeutet dieser Hinweis, dass wenn 100 als Messwert angezeigt wird mein tatsächlicher Wert 115 oder 85 sein kann, ich hoffe nicht. Wenn die Geräte so arbeiten, wo gibt's genauere (Laborgeräte) wer hat Informationen. MlG Hinerk |
| Kladie:
Hallo Hinerk, ja so ist das mit der Genauigkeit. Allerdings vermute ich, dass die meisten Geräte diese Toleranz nicht ganz ausnutzen. Meine Tests - wenn ich mein Blut vierteljährlich vom Labor untersuchen lasse - zeigen eine bessere Genauigkeit an. Aber alleine auf unsere Geräte kann sich niemand stützen wenn es um so Themen wie FPE oder Insulinmengen von 0,1 IE usw. geht. |
| Floh:
Es ist sogar noch viel viel schlimmer :) --- Zitat ---Die Neuauflage der ISO-Norm 15197 sagt, dass bei Glukose-Konzentrationen unter 100 mg/dl (5,6 mmol/l) 95 % der Messergebnisse um bis zu ± 15 mg/dl (0,83 mmol/l) abweichen dürfen. Zudem ist bei Werten über 100 mg/dl eine Abweichung von maximal ± 15 % zulässig (auch hier gilt: für 95% der Meßwerte). --- Ende Zitat --- (Quelle: http://diabetes.ascensia.de/datafiles/images/pdf/DC_Karte_A4_132461_ISO_Norm_20130628.pdf ). Diese 95% sind eine der drei Zahlen zur Standardabweichung, die man sich merken sollte (https://en.wikipedia.org/wiki/68%E2%80%9395%E2%80%9399.7_rule ). 95% Sicherheit bedeutet normalerweise, dass zwei Sigma Abweichung vom Mittelwert enthalten sind. Das bedeutet, dass etwa einer von 22 Werten außerhalb des Konfidenzintervalls liegt. Und natürlich: bei einem Wert von 400 mg/dl ist die Abweichung in Prozent zulässig. Ein Meßwert darf um 60mg/dl immer abweichen, jeder 22te liegt sogar noch weiter daneben. |
| Gyuri:
Die angegebenen ±15% sind wie so oft statistisch ermittelt und beziehen sich auf eine Wahrscheinlichkeit von 95,45%. mit einer Wahrscheinlichkeit von 68,3% läge die mögliche Abweichung sogar nur bei ±7,5% (genaueres sagen uns "Konfidenzintervalle" darüber) Bei den ±15% mögliche Abweichung könnte sogar davon ausgegangen werden, dass das Messergebnis 4,55% aller Messungen sogar noch schlechter ausfallen. Bei Vergleichen mit Laborwerten wird man dennoch (in der Regel) viel höhere Genaugkeiten feststellen als bei Vergleichen zweier "einfacher" Messgeräte, auch wenn da mit vielleicht ±20% Gesamtabweichung zu statistisch rechnen ist. Und noch etwas in diesem Zusammenhang: Die Abweichungen kommen kaum von den Messgeräten. Vielmer sind das Fertigungsschwankungen bei der Teststreifenherstellung. Man müsste also die Genauigkeit der Teststreifen prüfen, was einen sehr hohen Teststreifenbedarf erfordern würde. Keine gute Idee, für jemanden, der um sein Teststreifenkontingent kämpfen muss. :nein: Nachtrag: Floh ist mir jetzt zuvor gekommen. :rotwerd: Ich hatte zwischendurch meiner Frau eine neue DVD eingelegt. |
| Neumi:
--- Zitat von: Hinerk am August 12, 2016, 13:48 ---Moin, Alle BZ Geräte dürfen abweichen so um 15% zu hoch oder zu tief, habe ich mal gelesen. Bedeutet dieser Hinweis, dass wenn 100 als Messwert angezeigt wird mein tatsächlicher Wert 115 oder 85 sein kann, ich hoffe nicht. Wenn die Geräte so arbeiten, wo gibt's genauere (Laborgeräte) wer hat Informationen. MlG Hinerk --- Ende Zitat --- Hallo, seht es doch mal realistig an. Was macht das denn aus diese Abweichung. Da stelle ich mir die Frage wer bestimmt welcher Blutzuckerbereich genau der Richtige für meinen Körper ist. Ansonsten ist doch davon auszugehen das die Messgeräte sicher nicht schlecht einjustiert sind. Das Problem ist wie Gyuri schon sagt die Teststreifen. Wenn man allerdings ein Viertel Jahr mit Teststreifen einer Charge misst die auch alle zusammen gelagert sind, dann sollte das schon einigermaßen passen. Es gibt sicher den anzustrebenden Zielbereich. Was macht es denn aus wenn statt 100 mal 115 oder 85 gemessen wird. Das wäre für mich umgerechnet in mmol/l 5,6 oder4,7 oder 6,4. Wichtig ist doch Veränderungen zu erkennen die trotz der Ungenauigkeit auffallen. Also ich würde mich da nicht verrückt machen lassen. Interessanter sind doch die Kurven der Tagesprofile wie was passiert nach dem Essen oder zu anderen Zeiträumen. Diese Kurve, bitte schlagt mich nicht :), sagte doch viel mehr aus als die an der Achse der Kurve angetragenen Werte denn die Zeitskala kann man ja als reell betrachten und die Werteskale unterliegt eben der Toleranz. Ich meine wer darüber nachdenkt wird mir sicher zustimmen. Grüße von Neumi! |
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