Diabetesfragen > ICT - Basis/Bolus
Messwerte - Eure Meinung ist gefragt!
Gyuri:
--- Zitat von: Joerg Moeller am August 16, 2016, 11:52 ---(…) Es geht dabei nämlich nicht um eine Vorsicht, die ich bei meiner Behandlung anlege, sondern für Tipps, die ich anderen gebe.
Und diese Vorsicht erwarte ich von jedem hier im Forum!
(…)
--- Ende Zitat ---
:rose: Auch wenn es jetzt nicht direkt um mich geht, so kann ich mich dennoch mit meinem Rat: "Nicht kleckern - klotzen!" angesprochen fühlen.
Dabei ist da schon ein Stückchen Logik dahinter verborgen. :dozent:
Wenn jemand (GANZ VORSICHTIG) mit 2 IE anfängt, mag das ja in Ordnung sein.
Wenn dabei keine Wirkung erkennbar ist und mit 4 IE weiter gemacht wird, ist das auch noch in Ordnung.
Bringen die 4 IE aber auch keine Veränderungen, ist im Prinzip davon auszugehen, dass bei keinem mit 6 IE plötzlich die Welt unter geht.
Spätestens dann kann man schon dazu raten (UNTER BEACHTUNG EINER STÄNDIGEN KONTROLLE) es mit einer Verdopplung der Dosis zu versuchen … bis sich etwas messen lässt. Hat man bei der letzten Verdopplung übers Ziel geschossen, sollte man sich erst mal immer noch zu helfen wissen (zusätzliche BE) und dann geht man einfach mal um die Hälfte der letzten Erhöhung zurück.
Wer gleich zu Beginn was misst, macht das mit der Verdopplung natürlich nicht mehr weiter. Aber alle, die wohl einen Insulinbedarf von … 15 IE (oder mehr) haben, finden so viel schneller ihre Dosis. Und noch was: keine Dosis ist dann endgültig festgeschrieben! Meine Frau begann unter meinen Fittichen mit 15 IE in der Früh (mit bemerkter Verbesserung) und ist jetzt nach mehreren Monaten doch bei 25 IE gelandet. Obwohl sie vor ihrem Schlaganfall schon bei 22 IE war, habe ich NICHT sofort dort weiter gemacht. Die "vorsichtigen 15 IE" hatten ja Wirkung gezeigt … nur halt im täglichen Leben zu wenig.
Wer so etwas nicht versteht und sich dann falsch behandelt, dem kann man auch nicht mit noch vorsichtigeren Strategien helfen. Dem könnte man nur noch raten, erst mal um Insulin einen großen Bogen zu machen, sich nicht im Internet umzuschauen und nur das tun, was der (übervorsichtige) Arzt sagt, weil er seine Patienten nicht ständig unter Kontrolle haben kann.
Neumi:
Das ist wirklich eine interessante Diskussion geworden. Es gibt ja die verschiedensten Varianten. Ich für meinen Teil bin nur einmal im Jahr in der Lage meinen Arzt in Deutschland zu konsultieren. Daher mache ich mir auch viele Gedanken selbst. Auch was Du Gyuri ansprichst nicht kleckern sondern klotzen finde ich ist eher zutreffend wenn die Werte wirklich in Größen entgleisen, die anders nicht beherrschbar sind. Aber besser ist es einen Arzt oder ein Krankenhaus aufzusuchen und das unter Beobachtung durchführen zu lassen. Das ist zumindest hier auch möglich, denn es leben auch nicht wenige deutsche Diabetiker hier, wie mir die Chefin der hiesigen ASB-Klinik gesagt hat. Dann gibt es noch das zentrale Krankenhaus mit sehr fachkundigen kubanischen Ärzten. Im Notfall währen das schon die richtigen Ansprechpartner.
Hinerk, das klingt super mit dem Blutdruck. bei dir. Ansonsten will ich garnicht an Deinen Weltbild kratzen, gestern habe ich aber ebenfalls in der Ärtztezeitung gelesen was eine ältere Ausgabe war, das sehr streng eingestellte Langzeitwerte mit dem Ziel wie ein Gesunder zu vermehrten Todesfällen führten gegenüber etwas lockerer eingestellten Diabetikern mit Werten zwischen 6,5 und 7,5 % beim Langzeitwert. Eine schlüssige Erklärung konnten die Wissenschaftler allerdings nicht dafür bieten. Somit denke ich für mich ist der Langzeitwert beim Zucker mit 6,5 % den ich habe ok. Was mich immer bei diesen ganzen Studien wundert, das die auftretenden Spitzen meist gar nicht mit bewertet werden. Ich könnte mir vorstellen das dies auch einen Einfluss hat. Wichtig ist aber vor allem das man mit sich zufrieden ist und das ist die Hauptsache. Alles andere ist wohl auch noch zu wenig erforscht. :) ;) :kratz:
Hinerk:
Moin Neumi,
Wie Du erwähnt hast, es waren ältere Studien.
Deinen Wert finde ich durchaus als Ok.
Und neuere Studien sehen die Spitzen kritischer, es schadet niemand wenn er es schafft Werte >160 zu vermeiden.
MlG
Hinerk
Neumi:
Richtig, das Problem liegt wohl mit den Spitzen bei mir eher beim Essen und zu wenig Bewegung. Ich kenne einen anderen Diabetiker der Tabletten nimmt. Er ist dann wenn es hoch geht immer mit dem Fahrrad los. Meint es tut ihm sehr gut. Stimmt ja auch.
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Gyuri am August 17, 2016, 10:43 ---Dabei ist da schon ein Stückchen Logik dahinter verborgen. :dozent:
--- Ende Zitat ---
Das ist das Problem: Hormone lassen sich von deiner Logik nicht beeindrucken und du kannst in deiner Glaskugel nicht ablesen, wie es bei anderen darum bestellt ist.
Daher nochmal: was du mit deinem Körper machst ist deine Sache, Das lässt sich nicht 1:1 auf alle anderen übertragen.
Es gibt Diabetiker, die sind empfindlich genug um mit Insulin in homöopathischen Dosen zurechtzukommen. Und es gibt Resistenzen, die immer bestehen (Grundresistenz) und solche, die nur in bestimmten Lagen bestehen.
Es hat seinen Grund, warum Ärzte und Diabetesberater eine spezielle Ausbildung haben.
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