Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Der richtige Moment (BZ-Messung)
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Gyuri:
Eine wohl nicht ganz so wichtige Größe, die aber doch erwähnt sein soll:
Alkohol! :prost:
In meinen Schulungen habe ich immer wieder gehört, dass man unter keinen Umständen alkoholische Getränke bei der BE-Abschätzung einbeziehen darf …

WEIL Alkohol den BZ senkt. Dieser Ansicht konnte ich noch nie etwas abgewinnen.  :kratz:
Es wird (vielleicht) bei hochprozentigem Aklohol stimmen. Beim normalen Bier z.B. "rechne" ich immer mit 3 langsamen BE je Liter, was ich ohne großen SEA versuche wegzuspritzen - meist erfolgreich und es endete noch nie in der Richtung Unterzuckererscheinung.  :balla:

Beim Wein ist das schon kompulizierter (= ein kompuliziertes Wort  :lachen: ).
Da müsste man schon auf den Restzucker und die Oechsle achten. Beide Werte dürfen aber genau genommen auf Weinflaschen nicht erscheinen.
Ich kenne da einen Winzer, der sich mit einem Trick darüber hinwegsetzt.  :baeh:
Rechnen tu ich aber bei meinen meist trockenen Weinen garnix.
Seit ich kaum noch Alkohol trinke, sondern vielfach alkoholfreies Bier und auch manchmal alkoholfreien Sekt, schlagen die Kohlenhydrate voll zu Buche. Das kann pro Halbe Bier schon mal 2 BE ausmachen (ohne SEA) - mehr als eine Halbe trinke ich als Bayer nie davon.

Hinerk:
Moin Jörg,

hast Du das Fett absichtlich nicht  erwähnt.

Ich habe in einem Deiner Beiträge gelesen wenn  viel Fett dann muss über entsprechende Maßnahmen nachgedacht werden (SEA,ESA) es ist nicht wörtlich zitiert nur dem Sinne nach.

Mit meinen Kenntnissen kan ich keine Verbindung zwischen SEA und Tageszeit sehen, geht es um die 
Insulinsensibilität der jeweiligen Uhrzeit.

MlG

Hinerk

Ich benutzte die Abkürzung SEA und nicht DEA weil mein Pen die Dosis motorisch verabreicht, ist aber nur ein Scherz.
Joerg Moeller:

--- Zitat von: Hinerk am August 02, 2016, 13:08 ---hast Du das Fett absichtlich nicht  erwähnt.

--- Ende Zitat ---

Lies nochmal, was ich in http://www.forum.diabetesinfo.de/forum/index.php/topic,13437.msg361187.html#msg361187 geschrieben habe...

Viele Grüße,
Jörg
Joerg Moeller:

--- Zitat von: Gyuri am August 02, 2016, 12:56 ---WEIL Alkohol den BZ senkt. Dieser Ansicht konnte ich noch nie etwas abgewinnen.  :kratz:

--- Ende Zitat ---

Ich auch nicht, sie ist nämlich falsch. Alkohol senkt den BZ nicht, sondern es verhindert, dass die Leber Glucose ausschüttet (was auch der Grund ist, warum ein Glucagon-Hypo-Kit bei einem alkoholisiertem Diabetiker völlig nutzlos ist und wirkungslos verpufft)

Der Nicht-Diabetiker fährt dann einfach seine (basale) Insulinausschüttung runter. Beim Insulinspritzenden Diabetiker (bzw. natürlich auch bei DM2ern, die Sekretagoga wie Sulfonylarnstoffe oder andere Wirkstoffe, die die Insulinausschüttung anregen nehmen) kann da aber nichts runtergefahren werden, weil einmal gespritzes Insulin auch für den Rest seines Wirkprofils im Blut aktiv ist.
Da bei dem dann aber nichts mehr aus der Leber kommt (weil die der Entgiftung höhere Priorität gibt) gibt es ein Ungleichgewicht zugunsten des Insulins: der BZ sinkt.

Viele Grüße,
Jörg
Gyuri:
Zur Ehrenrettung der Schulungsleter:
Sie haben das vielleicht nicht wörtlich so gesagt.
Die Worte sind von mir und sehr "kompakt" wiedergegeben. Wollte damit nur sagen, dass Alkoholgenuss zu Unterzucker führen kann (vielleicht wurde sogar die Leber genannt) und man darum nichts rechnen darf.

Ich hatte jedoch in früheren Jahren die Erfahrung gemacht, dass mein BZ nach ein zwei Maß Bier überhaupt nicht runter ging - ganz im Gegenteil. Bei ein zwei Liter Schnaps hätte es vielleicht anders ausgesehen.  :freunde1:

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