Autor Thema: diabetische Retinopathie  (Gelesen 14446 mal)

Hinerk

  • Gast
Re: diabetische Retinopathie
« Antwort #10 am: Juni 21, 2016, 17:51 »
Moin,

Anlässlich einer Nachsorge einer grauen Star OP inclusive der Betrachtung des Augenhintergrunds, schaute der untersuchende Arzt in die K-Akte und meinte in Ihren Augen habe ich keinerlei Hinweise auf Ihren Diabetes gefunden, der seit 35 Jahren mich begleitet und seit 13 Jahren Insulin fordert.

Meine Frage jetzt, kann es sein, dass der eine oder andere Diabetiker Probleme mit der Retina bekommt auch unabhängig von seiner Einstellung oder ist es immer mit einer schlechten Einstellung verbunden.

MlG

Hinerk

Offline Tarabas

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 524
  • Country: de
  • Diabetestyp: DM 2
  • Therapie: Insulin-Pen
Re: diabetische Retinopathie
« Antwort #11 am: Juni 21, 2016, 22:56 »
Irgendwie habe ich die Zahlen an der Wand besser erraten.  :baeh:

Die Tafeln sind eh statisch, oder? Also irgendwann kann man die auswendig  :wech:
Typ 2 - Janumet 50/1000 - fiasp und Levemir - Freestyle Libre

Offline Gyuri

  • Special Member
  • *****
  • Beiträge: 3067
  • Country: de
  • Diabetestyp: DM 2
  • Therapie: Insulin-Pen
Re: diabetische Retinopathie
« Antwort #12 am: Juni 22, 2016, 11:38 »
(…) Also irgendwann kann man die auswendig  :wech:
Neulich war ich mit meiner Frau zur DMP-Untersuchung. Man ließ uns lange warten und so schaute ich mal, was meine Frau so drauf hat.
Mit der eingeschalteten Tafel hatte sie keine großen Probleme. Sie sah die unterste Zeile OHNE Brille besser als ich mit.  :boese:
Als sie dann getestet wurde, schaltete die "böse" Augenärztin einfach eine andere Tafel ein und kontrollierte die Augen einzeln.
Mit dem Linken war die Sicht ohne Beanstandung, rechts sah es übel aus. mit -0,5 passte es dann wieder. "Wie beim letzten mal!"

Meine Frau hätte die erste Tafel auswendig gewusst. Ihr Kurzzeitgedächtnis hat durch ihren Schlaganfall scheinbar nicht gelitten.  :super:
Gruß vom Gyuri

Praktisch
kann ich
Theoretisch
alles

Offline Joerg Moeller

  • Administrator
  • Special Member
  • *****
  • Beiträge: 16625
  • Country: de
  • Ohana heißt "Familie"...
    • Diabetesinfo
  • Diabetestyp: DM 1
  • Therapie: Insulin-Pumpe
Re: diabetische Retinopathie
« Antwort #13 am: Juni 22, 2016, 11:55 »
Meine Frage jetzt, kann es sein, dass der eine oder andere Diabetiker Probleme mit der Retina bekommt auch unabhängig von seiner Einstellung oder ist es immer mit einer schlechten Einstellung verbunden.

Natürlich. Eine Retinopathie ist ja nicht allein auf Diabetiker begrenzt, die kann auch ein Nicht-Diabetiker bekommen. Ebenso wie alles andere, was bei Diabetikern an Spätschäden bekannt ist. Der (schlecht eingestellte) Diabetes ist da ein weiterere Risikofaktor, nicht der zwingende Grund etwas zu kriegen oder nicht zu kriegen.
Es ist aber einer, den man (in den meisten Fällen) beeinflussen kann.

Viele Grüße,
Jörg
Meine Seite über Diabetes: http://www.diabetesinfo.de/
Meine Facebook-Seite: https://www.facebook.com/Diabetesinfo.de/

Offline Berti

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 85
  • Country: de
  • Diabetestyp: DM 2
  • Therapie: Diät
Re: diabetische Retinopathie
« Antwort #14 am: Juni 26, 2018, 20:43 »
Hallo,
seit der Diagnose meiner diabetische Retinopathie habe ich auf anraten meines Augenarztes mit einer Spritzentherapie begonnen.
Anfangs haben die mir Bevacizumab gespritzt , und seit August 2017 bekomme ich Eylea in den Glaskörper .
Meine Augen haben sich seit dem sehr gebessert, wenn man bedenkt das ich im Feb. 17 auf der Autobahn nicht mal das Verkehrsleitsystem mehr lesen konnte, außer ich bin gerade drunter durchgefahren. :lachen:
Habe aber den Augenarzt vorher gefragt ob ich in dem Zustand noch fahren darf, das mit " JA " warum nicht beantwortet  wurde.
Auf dem linken Auge ( das schlechtere ! ) sehe ich noch etwas wellig, das kommt von dem Einschluss im Zentrum im Auge, das wohl noch länger dauern wird bis sich das auflöst. An sonsten habe ich eine Lesebrille mit 3 Dio. aber in die Weite geht's ganz gut ohne.
Medicus curat, natura sanat
 „Der Arzt behandelt, die Natur heilt“