Autor Thema: diabetische Retinopathie  (Gelesen 17798 mal)

Offline LordBritish

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diabetische Retinopathie
« am: Juni 17, 2016, 06:28 »
Hallo,

ich bin seit gestern erstaunt als ich hörte das sich eine Retinopathie wieder zurückbilden kann.
Ich dachte immer, wenn es mal festgestellt wird kann man den Fortschritt nur aufhalten!?

Grüße
Markus

Hinerk

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Re: diabetische Retinopathie
« Antwort #1 am: Juni 17, 2016, 07:04 »
Moin,

Gibt es da eine Quelle oder ähnliches.

MlG

Hinerk

Offline Joerg Moeller

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Re: diabetische Retinopathie
« Antwort #2 am: Juni 17, 2016, 11:06 »
Würde mich auch interessieren, wo du das gehört hast.

Viele Grüße,
Jörg
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Offline LordBritish

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Re: diabetische Retinopathie
« Antwort #3 am: Juni 17, 2016, 12:24 »
Hallo Jörg!

Würde mich auch interessieren, wo du das gehört hast.

Der Augenarzt meinte das nachdem ich nachgefragt hatte das es sich auch positiv verbessern kann.
Da mir das bisher unbekannt war/ist wollte ich mal fragen ob dem wirklich so ist oder wir haben aneinander vorbeigeredet ;-)

Grüße
Markus

Offline ralfulrich

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Re: diabetische Retinopathie
« Antwort #4 am: Juni 17, 2016, 13:26 »
Rückbildungen von Mikroaneurysmen sind tatsächlich möglich, wie auch eine Verminderung der Gefäßneubildung:

Zitat: "Nicht selten kann es je nach besserer Einstellung der Stoffwechsellage und des Blutdrucks auch zur Rückbildung der krankhaften Veränderungen kommen."

http://www.augenklinik-tausendfensterhaus.de/html/diabetische_netzhauterkrankung.html

Grüße
Ralf
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Offline Joerg Moeller

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Re: diabetische Retinopathie
« Antwort #5 am: Juni 20, 2016, 13:20 »
Im Grunde ergibt sich daraus ja jetzt nichts wesentliches: wenn der BZ ordentlich eingestellt ist, kann sich das wieder bessern. Aber welchen Grund gäbe es, den BZ nicht ordentlich einzustellen?

Es wird ja auch beschrieben, dass das nicht am BZ alleine liegt (was für uns ja auch nichts neues ist).

Bei mir wurden schon vor über 20 Jahren sowohl eine nicht-proliferative Retinopathie, als auch eine Mikroalbuminurie festgestellt. Sowohl an den Augen als auch an den Nieren hat sich seitdem nichts geändert. Ich war damit auch schon in einer speziellen Augenklinik, wo eine Fluoreszenzangiographie gemacht wurde. Vom Augenarzt kriege ich immer zu hören "man erkennt am Augenhintergrund, dass sie Diabetiker sind, aber da ist nichts behandlungsbedürftiges" (womit gemeint ist, dass da nichts gelasert werden muss).

Natürlich bin ich nicht das Maß der Dinge, aber es zeigt, dass nicht jeder Hinweis auf Veränderungen konkret auf Worst-Case hinauslaufen muss. Für mich ist das eher so ein Patsch auf die Finger, dass man das im Hinterkopf haben sollte. Wegen der Mikroalbuminurie bestehe ich z.B. darauf, dass bei jeder Laboruntersuchung auch die Nierenwerte (insbesondere Kreatinin) bestimmt werden.

Den BZ behandel ich deswegen nicht anders. Da achte ich ja schon deshalb drauf, weil ich mich allgemein mit stabilen Werten besser fühle.

Viele Grüße,
Jörg
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Offline LordBritish

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Re: diabetische Retinopathie
« Antwort #6 am: Juni 21, 2016, 07:28 »
Hallo Jörg!

Im Grunde ergibt sich daraus ja jetzt nichts wesentliches: wenn der BZ ordentlich eingestellt ist, kann sich das wieder bessern. Aber welchen Grund gäbe es, den BZ nicht ordentlich einzustellen?

Einen Grund gibt es nicht, doch es klappt halt nicht immer den BZ ordentlich eingestellt zu haben.

Wie sieht das mit schweren Hypos, sprich Hypos mit Krampfanfall usw. aus :kratz:

Grüße
Markus

Offline Joerg Moeller

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Re: diabetische Retinopathie
« Antwort #7 am: Juni 21, 2016, 11:19 »
Wie sieht das mit schweren Hypos, sprich Hypos mit Krampfanfall usw. aus :kratz:

Die sollte man natürlich auch vermeiden. Dass die eine Angiopathie verschlimmern denke ich eher nicht (das machen eher die Hyperglykämien), aber die führen natürlich auch zu Stoffwechselschwankungen. Und ich hab mal auf der Website einer Augenklinik gelesen, dass für Diabetiker ein mässig erhöhtest HbA1c um die 7-7,2 mit geringen Schwankungen prognostisch günstiger sei als ein niedrigeres 1c mit starken Schwankungen.

Viele Grüße,
Jörg
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Offline Frau_Holle

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Re: diabetische Retinopathie
« Antwort #8 am: Juni 21, 2016, 11:32 »
Genau das sagt auch meine Augenärztin, nämlich dass - wenn auch etwas höher - aber konstant gleichmäßig besser ist, als niedriger HbA1c und starke Schwankungen. 
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Liebe Grüße
Manuela





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Offline Gyuri

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Re: diabetische Retinopathie
« Antwort #9 am: Juni 21, 2016, 14:31 »
 :dozent: und wenn ich dann immer wieder meine, das HbA1c sei nicht so wichtig wie andere Werte z.B. die Streuung (in Form von Standardabweichung schön aufzuzeigen) dann bekomme ich von überall Gegenwind zu spüren …


Bei meiner jährlichen DMP-Untersuchung wurde mir von der Augenärztin gesagt, dass der angeblich besser gelaufene Sehtest damit zu tun hat, dass mein damals aktueller HbA1c "viel besser" sei als bei der letzten Untersuchung. Irgendwie habe ich die Zahlen an der Wand besser erraten.  :baeh:

Es handelte sich um eine Größenordnung von ca. 7,2% auf 6,8%   :balla:
Gruß vom Gyuri
„Miss alles, was sich messen lässt,
und mach alles messbar,
was sich nicht messen lässt.“

Archimedes