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| Wieviel IE braucht ein T1er? |
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| Frau_Holle:
Na dann will ich diese Reihe doch mal fortsetzen. Wenn mein BZ über Nacht nicht zu hoch war und deshalb sich nicht eine Resistenz gebildet hat, komme ich in der Früh wie folgt hin: Aufstehinsulin 1,5 Einheiten BE-Faktor zum Frühstück: zwischen 1,5 und 2,5 IE pro BE (hängt vom GI und von der Menge ab) BE-Faktor zum Mittagessen: 1 IE pro BE Be-Faktor zum Abendessen: 1 IE pro BE Mein Korrekturfaktor ist zu den unterschiedlichen Tages- und Nachzeiten natürlich auch nicht gleich. Spät Abends reicht mir meist schon 0,4 IE, um meinen BZ um 100 mg/dl zu senken. Im Verlauf des Zyklus steigen diese Insulindosierungen an und sinken dann sofort wieder in dem Moment da die Mens einsetzt. Bei Infektionen steigen die BE-Faktoren ebenfalls an. Bei Änderungen in der Schilddrüsenfunktion und damit erforderlicher Neuermittlung der Schilddrüsenmedikation wird die gesamte Strategie mit Basalrate und Bolusfaktoren über den Haufen geworfen. Die Liste lässt sich fortsetzen. Niemals läuft die Therapie einfach so nach Schema F. noch etwas off topic: Ich habe übrigens über 20 Jahre lang nichts anderes gekannt als CT mit jeweils ganz festen Spritz- und Essenszeiten und stets der gleichen Menge, die zu essen war - egal ob Hunger oder nicht. Ach ja - und mein erstes Blutzuckermessgeräte kaufte ich mir gegen Ende meiner Schulzeit. 399 DM waren eine große Summe für den Reflolux II. Blutzuckerteststreifen musste ich lange Zeit auch noch selbst kaufen. Bis dahin war es üblich, alle 6 Wochen einen Tag in die Klinik zu gehen, um ein sog. Tagesprofil zu erhalten. Besonders während meiner Kinderzeit belastete es mich sehr, dass von diesem Tagesprofil die abendliche Entscheidung abhing, ob man wieder nach Hause darf, oder ob man in der Klinik bleiben muss für eine Neueinstellung. |
| Tarabas:
--- Zitat von: Frau_Holle am August 31, 2015, 16:07 ---Bei Änderungen in der Schilddrüsenfunktion und damit erforderlicher Neuermittlung der Schilddrüsenmedikation wird die gesamte Strategie mit Basalrate und Bolusfaktoren über den Haufen geworfen. --- Ende Zitat --- Da ich L-Thyrax nehme: In welche Richtung wirkt denn eigentlich T4? Senkt oder steigert es den IE-Bedarf? |
| Tarabas:
--- Zitat von: Herr_Koch am August 31, 2015, 12:08 ---Spielen ja einige Faktoren mit rein. Ein spindeldürres Mädchen wird eine andere Dosis brauchen als ein stämmiger Bauarbeiter. Zum Beispiel. Und einer, der 155 cm gross ist, kann mit der Dosis, die eine 2-Meter-Frau reinhaut, wohl auch grad noch den Traubenzucker nachwerfen. --- Ende Zitat --- Hatte ich im ersten Augenblick auch gedacht, aber dann wieder erstmal verworfen: Die 2-m-Frau wird doch wahrscheinlich mehr BE zu sich nehmen, woraus sich dann mehr IE ergeben, oder? Letztlich sorgt ein Insulin-Teilchen an einer Zelle doch dafür, daß diese eine Glucose-Transport-Einheit bildet und in die Zellwand bewegt. Dort läßt die dann für (aus der Luft gegriffen) 10min Glucose durch. Und ohne Resistenz (also ohne Typ2) müßte dann doch eine bestimmte Menge bei jedem eine ähnliche Menge an BE in die Zellen schleusen? Unterschiede im tatsächlichen IE-Bedarf dann nur an dem höheren BE-Umsatz liegen? Aber kann man - so sehe ich die bisherigen Antworten - festhalten, daß ein T1 so um die 1-3 IE pro BE braucht? Weil von manchen T2er hab ich Sachen wie "jo, zur Mahlzeit dann mal 100IE" gehört - da bin ich mit meinen 14 bis 8 also noch sehr an der unteren Skala? |
| Tarabas:
--- Zitat von: Oggy am August 31, 2015, 08:42 ---Guten Mirgen :D Kurz ubd knapp: Du irrst Dich völlig - jeder Mensch benötigt eine unterschiedlich hohe / niedrige Insulinmenge, um die aufgenommenen KH zu bewerkstelligen. --- Ende Zitat --- OK, das heißt dann auch, daß die völlig (statt wie wir bedingt ;D) Gesunden auch keinen allgemeingültigen Wert haben, was ihre BSD für eine BE ausschütten muß? |
| Frau_Holle:
Bei Schilddrüsenunterfunktion sinkt b e i m i r der Insulinbedarf gewaltig. Bis ich das merke, bin ich jedoch schon in einigen bis dahin unerklärbaren Hypos gewesen. Mit der Steigerung des L-Thyrox nimmt bei mir die Insulinempfindlichkeit wieder ab. |
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