| Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich |
| Besserung der Blutzuckereinstellung und Verschlechterung der Sehleistung |
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| Jo:
In letzter Zeit habe ich durch Ernährungsumstellung und Gewichtsreduktion meinen BZ/HbA1c optimiert, von 8,2 auf 6,4. Nun merke ich in letzter Zeit, dass ich manchmal schlechter sehe, besonders am PC. An einer Verschlechterung der Augenstärke kann es eigentlich nicht liegen, da ich erst im April beim Augenarzt war, und da ich seit 23 Jahren implantierte Linsen habe (aufgrund einer Grauen-Star-Operation 1992). Mein Augenarzt sagte mir irgendwann mal, dass sich meine Sehschärfe aufgrund der Linse NICHT verschlechtern könne, weil die ja meinem Auge angepasst worden sei, und meine alte natürliche Linse, die für Sehverschlechterungen zuständig war, ja nicht mehr drin sei Nun bemerkte ich diese Sehverschlechterung aber erst seit einigen Tagen, d.h. ich habe sie einem Augenarzt noch nicht vorgestellt. Das werde ich sicherlich in absehbarer Zeit tun, sofern das nicht wieder verschwindet. Es ist auch nicht dramatisch, ich merke nur, dass ich vor allem in der ersten Tageshälfte, die Schrift am PC grösser stellen muss, als ich sie früher hatte. Nun erinnerte ich mich dunkel, dass eine verstorbene Bekannte vor vielen Jahren mal durch eine massive Gewichtsreduktion ihren HbA1c innerhalb kürzester Zeit von 10,2 auf 7,0 gebracht hat. Und sie hatte auch dramatische Sehprobleme, musste sogar im Krankenhaus behandelt werden. Nun ist mein HbA1c aber nicht sooo schnell gesunken. Im Juni 2014 waren es 8,2; im Januar d.J. 7,5. Im März d.J. 7,0. Und jetzt vor zwei Wochen 6,4- Ist das zu schnell runter? LG Der Jo |
| Kladie:
Hallo Jo, der HbA1c sagt in diesem Fall so gut wie gar nichts aus. Die Sehschärfe wird durch den Zuckergehalt in der Augenflüssigkeit beeinflusst. Ist sie konstant so kann sich der Körper darauf einstellen. Bei starken BZ-Schwankungen jedoch verändert sich die Sehschärfe ebenso schnell und darauf kann sich der Körper eben nicht mehr einstellen. Es kommt also auf die kurzzeitigen Änderungen an, die am HbA1c nicht abgelesen werden können. Wenn du vor allem Vormittags Sehprobleme hast, so kontrolliere den BZ etwas engmaschiger in dieser Zeit und pass auf, dass starke Schwankungen unterbleiben. Nach ein paar Tagen sollte es dann besser werden wenn es am Diabetes liegt. Der Gang zum Augenarzt sollte aber mehr Informationen bringen. Viel Erfolg |
| Jo:
Danke, Kladie, das hilft mir schon etwas weiter. Ich habe in der ersten Tageshälfte tatsächlich grössere Schwankungen als den Rest des Tages. Ich beobachte das mal weiter. Lieben Gruss Jo |
| Joerg Moeller:
Ich schließe mich Kladie an. Auch ich hab manchmal Tage, an denen ich fast in den Monitor reinkriechen muss um was zu sehen und andere, da kann ich mich bequem zurücklehnen und trotzdem noch alles gut lesen. Ich hab aber trotzdem manchmal den Eindruck, dass die Augen sich früher schneller an geänderte BZ-Werte angepasst haben. Liegt vielleicht am Alter? Viele Grüße, Jörg |
| Gyuri:
Ich wollte ja zuerst nichts extra dazu schreiben, weil Kladie es so gut getroffen hat. --- Zitat von: Kladie am Juni 11, 2015, 11:35 ---Hallo Jo, der HbA1c sagt in diesem Fall so gut wie gar nichts aus. (…) --- Ende Zitat --- Man muss sich das mal nur rechnerisch überlegen. So sehr auch das HbA1c bei allen Beachtung findet die mit Diabetes zu tun haben, es handelt sich wirklich NUR um einen Wert, der einem Durchschnitt über … sagen wir mal der jeweils sechs Wochen vor der Ermittlung entspricht. Ob es sich mit dem arithmetischen Mittelwert der Blutzuckermessungen dieses Zeitraumes umrechnen lässt, darüber bin ich mir gar nicht so sicher. So sagt das HbA1c genau genommen noch viel weniger aus, als es viele glauben wollen. Das Sehvermögen ändert sich (jedenfalls bei mir) relativ kurzfristig und MEIST gegenläufig zum gemessenen Blutzucker. Je ungewohnt niedriger der Zucker, umso verschwommener sehe ich und je schneller der Blutzucker wieder höher ist, desto mehr beruhigt sich mein Bild. Mit dem gemessenen Wert hat das weniger zu tun (meine Beobachtung) … mehr mit schnellen Veränderungen nach unten. Ergo: Um einen Zusammenhang der Sehkraft mit Blutzuckerpegel auszumachen müsste man (nach meiner Theorie!) bereits vor dem Eintreten der Sehschwäche ein möglichst vollständiges Profil beobachten und nicht den recht zäh sich verändernden HbA1c-Wert. Ich selbst habe (als alter Messtechniker) schon viel gemessen. So was aber noch nie. :rotwerd: Gleich wird mich Kladie auslachen, weil ich (aus verschiedenen Gründen) nicht die Möglichkeiten einer permanenten Zuckermessung nutze. Mein Rat zu den Sehstörungen: Darauf achten, dass sich der Blutzuckerspiegel möglichst wenig wie eine Achterbahn benimmt. Gleichmäßig BE aufnehmen, gleichmäßig körperlich arbeiten und wenns dann so weit ist … möglichst gleichmäßig Medikamente aufnehmen. So düften sich Schwankungen und damit verbunden Sehstöhrungen in Grenzen halten. :ja: |
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