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Messergebnisse FreeStyle Libre

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Gyuri:
 :rotwerd: Jetzt wurde ich aber gründlich missverstanden.
… und ich kann aus der Längenmesstechnik durchaus Beispiele nennen, wie zwangsläufig bei verschiedenen Messmitteln verschiedene Messwerte raus kommen, obwohl beide die gleichen Maßeinheit haben.

--- Zitat ---Beispiel:Bohrungsdurchmesser ermitteln.
Da gibt es (unter anderem) eine Dreipunkt-Messschraube und eine Zweipunkt-Messschraube.
Ist die Bohrung weitgehend rund, muss schon das gleiche Messergebnis raus kommen.
Ist die Bohrung oval, kann ich das mit Zweipunktmessungen feststellen.
Ist die Bohrung in einer "dreieckigen" Polygonform, kann ich das mit Dreipunktmessungen feststellen.
Hat die Bohrung beide Formfehler, wird es komplizierter und man muss die Messungen mit sehr vielen Punkten auf einer Messmaschine ermitteln.
--- Ende Zitat ---
Erkennt ihr daran die Parallelen?

Jetzt behaupten, dass eines der Messmittel das genauere sei, ist falsch. Dazu wird kalibriert und die Verwendbarkeit für die gestellte Aufgabe bestätigt oder verworfen.
Blutzucker ist das eine und das was Libre misst ist das andere (auch wenn die Einheiten einheitlich umgewertet werden).

Beim direkten Vergleich muss man wissen, was die einzelnen Messmittel für a.) systematische b.) zufällige Abweichungen aufweisen können. Es müsste dazu ein "Vergleichsnormal" geschaffen werden, dass eben einen Vergleich zulässt. Und glaubt mir: dazu sind wir als Anwender überhaupt nicht in der Lage, sondern wir müssen da blind den Herstellerangaben vertrauen.

Zur Genauigkeit sage ich immer wieder, dass ALLE Messgeräte genau genug sind.

Die Genauigkeitsangaben summieren sich auch für beide Messsysteme. Wenn das eine mit ±15% angegeben ist und das andere vielleicht mit ±10%, dann ist beim direkten Vergleich mit ±25% zu rechnen, auch wenn diese Abweichungen nur statistisch zu sehen sind (in aller Regel ± 2 mal Standartabweichung … es sind also auch vereinzelt größere Abweichungen möglich).

Und nie vergessen!
Es gibt systematische Abweichungen, die in immer die gleiche Richtung zeigen und es gibt zufällige Abweichungen, die nie vorhersehbar sind und die das Messergebnis unsicher machen.
Und das alles (zul. Abweichung, systematische Abweichung und zufällige Abweichung) bringt ihr zwangsläufig durcheinander, wenn ihr versucht aus zwei verschiedenen Messungen Rückschlüsse auf die Genauigkeit von Libre zu schließen. Überlasst solche Untersuchungen lieber denen, die sich darauf spezialisiert haben.

Kladie:
Hallo Lord,

Da du den BZ wert ja gar nicht kennst kannst du den Sensor auch damit nicht vergleichen.


@ Gyuri,

Auch du gehst immer davon aus, ich wollte ein Meßergebnis (egal welches Meßgerät) mit dem tatsächlichen Zustand vergleichen. Das wollte und will ich überhaupt nicht.

Ich will ein "falsches" Ergebnis mit einem zweiten falschen Ergebnis ins Verhältnis zu den Aussagen des Herstellers dieser Meßsysteme bringen. Das ist überhaupt nichts technisches. Wenn Abbott behauptet mit dem Libre kann man den Glykosegehalt des Blutes über den Umweg des Zwischenzellwassers mit einer ausreichenden Genauigkeit messen und gleichzeitig diesen Glykosegehalt auch über einen Meßstreifen mit einem Tropfen Blut herausbekommen, dann kann ich diese beiden Vorgehensweisen miteinander vergleichen. Sie dürfen unterschiedlich sein denn es sind ja unterschiedliche Meßmethoden aber jetzt sollte man sich über die ausreichende Genauigkeit klar werden.
Wenn nun ein Meßstreifen fast immer um die 40 mg/dl anzeigt wenn ich die ersten UZ Probleme bekomme, dann darf beim scannen ruhig 35 mg/dl angezeigt werden. Das wäre etwa 12 % weniger. Wenn der scann aber 30 mg/dl anzeigt und ich habe keinerlei UZ Symtome und der Meßstreifen zeigt 60 mg/dl an dann ist der scann eindeutig zu ungenau und zu tief.

Ich stelle nur fest, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt das scannen weniger anzeigt als eine Messung mit einem Blutstropfen. Wenn dieser Unterschied über einen längeren Zeitraum zu groß ist gehe ich von einem schlechten Sensor aus.
Die Zeitverzögerung kann ich dann aussen vor lassen wenn sich der BZ eine Stunde lang nicht oder nur marginal verändert hat.

Klimbim2012:

--- Zitat ---Wenn nun ein Meßstreifen fast immer um die 40 mg/dl anzeigt wenn ich die ersten UZ Probleme bekomme, dann darf beim scannen ruhig 35 mg/dl angezeigt werden. Das wäre etwa 12 % weniger. Wenn der scann aber 30 mg/dl anzeigt und ich habe keinerlei UZ Symtome und der Meßstreifen zeigt 60 mg/dl an dann ist der scann eindeutig zu ungenau und zu tief.
--- Ende Zitat ---

Moin Kladie,

nun muss ich aber doch mal meinen Senf dazu geben, wenn du bei einer UZ von 40 mg/dl. Probleme bekommst, - wobei ich schon früher Probleme bekomme, - gönne ich mir zu erst ein Stück TZ, bevor ich messe, - so habe ich das in der Schulung gelernt! Und versuche nicht mit zittrigen  Händen etc. meinen BZ zu kontrollieren, ob es wirklich eine UZ ist!  :heilig: :patsch: :kreisch: OK, aber ich denke du nimmst das jetzt mal als Joke auf! Aber richtiger wäre es!

Mit meinem letzten Sensor, hatte ich aber genau auch dieses Fänomän, - Messe nachts gelegendlich mal schnell mit dem libre, so vor umdrehen, da in greifbarer Nähe, - und es sind tatsächlich nur 40 mg/dl. - fühle ich aber spitze, - und denke, misst vorsichthalber mal den BZ der dann sogar bei 70 liegt,
vorsorglich futter ich doch ein TZ und pack mich wieder aufs Ohr, bzw. Sensor! Die nächsten Nächte dann fast zu selben Zeit 2 mal kurze UZ um 50 vom Libre gemessen, - habe ich natürlich nicht gemerkt, da ich mal so gut geschlafen habe, - doch jedoch bei meiner Wöchentlichen  Auswertung am PC ins
Auge fällt, - wie so andere Dinge, - die ich nun mal mit meinem DiaDoc durchsprechen werde! Da zweifle ich die nächtl. UZ auch an, - und würde ich mich da nur auf das FSL verlassen, - würde ich ggf. mir immer schön den Zucker überflüssigerweise reinhauen (?).

Leider kann ich ja im Moment keinen neuen Sensor mir einschießen, da ich noch immer Bestellprobleme habe, seitens Abbott und KK.

Aber noch ein Punkt, - für mich sind die Tendenzfeile doch sehr aufschlussreich, - bzw. versuche ich daraus zu sehen,  unter Berücksichtung des Wertes und der Zeit der letzten Insulin gabe zu erkennen, ob ich im Glucoseverlauf gut bin, ob das Insulin ausreichend war etc.... bin da aber noch am werkeln,
wo Diadoc. unterstützen muss, - und wo ich voralledem weiter am Libre ablesen kann, - auch wenn die werte ggf. niedrieger sind, aber der Verlauf,
so bei mir im Beruf z.B. durch gleiche Pausen, Malzeiten etc. nur geringfügig abweichen .... etc....

Aber es ist doch herrlich, so bekommt man keine Langeweile!
Wir werden alle unsere eigenen DiaTopManager (DTM)  :super: :balla: :lachen: :wech:

Gyuri:

--- Zitat von: Kladie am August 10, 2015, 14:51 ---(…)
@ Gyuri,

Auch du gehst immer davon aus, ich wollte ein Meßergebnis (egal welches Meßgerät) mit dem tatsächlichen Zustand vergleichen. Das wollte und will ich überhaupt nicht.
(…)

--- Ende Zitat ---
:nein: Da hast DU mich nicht verstanden. Was du da tust und wie du es jetzt wieder erklärt hast, habe ich schon so verstanden. Mein Schreiben ging auch gar nicht gegen eine bestimmte Person. Es tauchen nur immer wieder derartige Vergleichsmessungen auf, um um damit die "Ungenauigkeit" eines bestimmten Messgerätes beweisen zu wollen.

Mir ist auch deine Vorgehensweise nach den Empfehlungen des Herstellers klar. Welem Gerät man im Grenzfall mehr Vertrauen schenken sollte, bleibt jedoch unbeantwortet.
Da ich mich mit nur einem Gerät begnüge und ich sowieso nicht so viel rummesse, stellt sich mir so eine Frage gar nicht. Als Typ2 kann ich mir das leisten.  :coolman: Ich vertraue ZUERST mal meinem Gefühl (aber nur ähnlich wie es Klimbim gelernt hat) und meinem gemittelten Tagesprofil der letzten Tage nur als Anhalt. Dieses erscheint mir aussagekräftiger, als so eine Trendkurve, wie ich sie hier schon öfter gesehen habe.
Da ich noch nie und nimmer völlig unvorbereitet zu einem Hypo gelangte, aus dem ich mich nicht hätte selbst helfen können, kann ich auch (falls Gerät zur Hand) in aller Ruhe mal schauen, was das Gerät so meint. Für das weitere Vorgehen brauche ich kein exaktes Messergebnis. Ich entscheide primär gefühlsmäßig, was ich dann zu tun habe.

Klimbim2012:
@ Gyuri,

.... wenn´s denn immer so GEFÜHLSMÄßIG klappen würde .... - denn ist das Gefühl ( wenn diese sensibilität da ist ) sicher hilfreicher,
als eine sich zurecht gebastelte logik, - und das Gefühl sicher hilfreicher und natürlicher als sich von irgendwelchen Maschinen abhängig zu
machen, und sich darauf zu verlassen ..... - LEIDER!

Doch gerade dieses Gefühlsmäßig entscheiden, - ist für mich auch ein Wunsch, - der in meinem Leben durch allerlei Einflüsse, - z. B. Stress -
gestört wird, - da hört mann / frau vielleicht auf den Körper und Geist etc...., aber will dann doch noch schnell etwas zu ende machen, -
und auf einmal spüre ich, - ich hätte es lieber lassen sollen, - denn die UZ lässt grüssen! Ja es ist schade, - und die fehlende Selbstdisziplien!

Dieses Gefühlsmäßig, - klappt bei mir am Besten nach dem Sport, wenn ich mich ausgepauert habe, - und rund um wohl fühle, - weil ich dann
auch vieles mehr wahr nehme!

 :super: :banane:

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