Diabetesfragen > Diabetes-Technik
aktuelle Pens - Patronenkompatibilität
Gyuri:
--- Zitat von: Kladie am Juni 04, 2026, 12:42 ---…
Nun bestelle ich nur noch Fertigpens! …
--- Ende Zitat ---
Mit der Einstellung stehst du scheinbar nicht allein da. :gruebeln:
Als ich in der Apotheke nach dem AllStar Pro fragte, meinte die PTA auch, dass die meisten viele Kunden Einwegpens verschieben bekommen.
Mir wurde in meiner ersten Schulung 1997 noch gesagt, um das passende Insulin auszuprobieren, ist es sinnvoll möglichst Einwegpens zu verwenden um nicht an Kompatibilitäts-Grenzen zu stoßen.
Wenn aber das passende Insulin ausgemacht ist, soll man darauf achten (falls der Arzt nichts macht) einen vernünftigen Pen zu erhalten und die Patronen „lose“ dazu. Auch damals schon (!) sprach die Schulungsleiterin von Abfallentsorgung, die man so durchaus verringern kann. Auch seien die Kosten etwas niedriger.
Anfang der 2000er kamen dann die ersten Pens mit Anzeige der zuletzt gespritzten Einheiten und der Spritzzeit der letzten Injejektion auf. Ich hatte sogar einen Pen, bei dem man die letzten … 10? … Injektionen abrufen konnte und auch eine „Stopuhr“ um die 6 Sekunden Verweilzeit sicherzustellen.
Solche Pens benötigen eine Batterie, der DAMALS entscheidende Grund, den Pen alle paar Jahre zu wechseln. Mein Vater war damit überhaupt nicht einverstanden und spritzte dann auf mein Anraten auch mit dem Taktipen … viele Jahre lang.
Mein Diabetologe sah das „häufige Wechseln“ gelassen. So ein Pen unterliegt auch der Abnutzung und es schade nichts, ihn hin und wieder zu erneuern, egal ob mit oder ohne Batterie. 8) :zwinker:
Die ganze „Penerei“ gipfelte zuletzt mit dem Novopen 6 der alle relevanten Injektionsdaten (der letzten Zeit) an die Dexcom-App auf dem Handy überträgt.
Ich, für mich, kann nach einigen Versuchen sagen: Das ist mir zu umständlich, manchmal kompliziert und ich tippe meine Werte auf jeden Fall schneller von Hand ins Handy ein. :baeh:
Dennoch wird bei uns feste ein Novo 6 vom Handy gescannt. Meine Frau hat bei der händischen Eingabe ihrer Daten, so viele Fehler gemacht, dass Dexcom (und zuvor auch FreeStyle) mit den Eingabedaten überhaupt nichts rechnen konnte. :nein:
Nun gut, viele Anwender geben (zum Leidwesen mancher Ärzte) überhaupt nichts ein und man hat dann nur die nackten Zuckerwerte mit Zeiten protokolliert. :banane:
So kann man die großen Errungenschaften von CGM überhaupt nicht vernünftig nutzen. :balla:
Wenngleich meine Frau keine Gramm KH eintippt, so bekommen wir aber zur Verlaufskurve auch die genauen Fiasp-Injektionen graphisch dargestellt. Würde sie ihre „geschätzten“ KE falsch eingeben, würde das der Übersicht nichts nutzen.
So stände unsere Diabetologin OHNE den NovoPen6 (statt eines Einwegpens) meiner Frau voll im Wald.
Nein, mit Einwegpen ist nichts besser.
Na ja, wer eine Patrone nicht tauschen kann/will … und wer sich nicht um eine aussagekräftige Aufzeichnug kümmert … soll sich mit Einwegpens begnügen. :wech:
Da fehlt dann nur ein Pen mit automatischem Nadelwechsel.
Vielleicht ist ein Einwegpen auch für ältere Patienten sinnvoll, die sich nicht (mehr) selbst spritzen? :gruebeln:
:patsch: Oh je - wenns erst mal so weit kommt …
Gyuri:
Jetzt konnte ich es doch nicht erwarten bis meine Lantus-Patrone aufgebraucht ist. :rotwerd:
Ich habe sie einfach dem TactiPen entnommen und in den AllStar Pro eingesetzt.
(und natürlich frei gespritzt)
btw1: Das Tresiba [200] meiner Frau gibt es ja leider nur im „FlexTouch“ ( = Einweg-Pen)
Ich habe mir aber die Arbeit gemacht und (vorerst ;D ) nur eine leere Patrone ausgesägt.
Dabei hätte ich es wissen können, dass diese Pens / Patronen auch von Novo Nordisk sind und darum weitestgehend kompatibel. Einziger entscheidender Unterschied z.B. zur Fiasp-Patrone:
Bei Fiasp ist eine Gewindekappe Drauf die, wenn in einen Pen eingebaut, die Nadeln aufnimmt.
Beim FlexTouch ist das Gewinde für die Nadel Teil der (fest verbundenen) Pen-Hülse.
Jetzt mal nur hypothetisch! :wech:
Wenn man die gebrauchten Gewindekappen (bei Fiasp orange) abzieht und auf eine ausgesägte Tresiba [200] Patrone steckt, ist diese dann maßlich ABSOLUT identisch mit einert Fiasp-Patrone.
Ich habe da alle relevanten Maße mit einem Messschieber und einer Bügelmessschraube verglichen. :respekt:
Dann könnte man auch mit einem NovoPen Tresiba[200] verspritzen.
btw2:
„Normales“ Tresiba gibt es meines Wissens nach auch in Patronen!?
Kann das Tresiba dann auch mit einem NovoPen verspritzt werden? :kratz:
Beim Tresiba [200] hat man halt das Problem, dass da eine Raste = 2 I.E. entspricht.
Es ist doppelt so stark konzentriert.
Man müsste dann im NovoPen die halbe Ration einstellen um die gleich Menge wie mit dem FlexTouch zu spritzen.
So etwas würde man aber einem Diabetiker niemals zumuten/zutrauen. :unschuldig:
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