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Neuer Zielbereich für HbA1c

Offline Nedingsnäs

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Ich les das so: es geht um ein paar typ 2er, bei denen man die Senkung um weitere 0,5 % nur mit unverhältnismäßig starken Eingriffen hinbekommt. Wenn man mit der Maximaldosis Metformin bei 6,9 landet, muss der Arzt jetzt nicht unbedingt noch was dazugeben, um bei 6,4 zu landen.

Liebe Grüße
Nedingsnäs


Offline Joerg Moeller

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Ich les das so: es geht um ein paar typ 2er, bei denen man die Senkung um weitere 0,5 % nur mit unverhältnismäßig starken Eingriffen hinbekommt. Wenn man mit der Maximaldosis Metformin bei 6,9 landet, muss der Arzt jetzt nicht unbedingt noch was dazugeben, um bei 6,4 zu landen.

Genau so ist es!

@Scrat: natürlich ist ein normwertiges 1c eine feine Sache und es geht nicht darum das kpnstlich anzuheben, wenn jemand es problemlos erreicht. Es geht darum nicht mit aller Macht ein normwertiges 1c zu erreichen, weil auch die eingesetzten Medikamente nicht ohne sind. Auf gut deutsch: nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen!

Viele Grüße,
Jörg
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Offline Scrat

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Dem stimme ich natürlich voll zu! Denn schon in der abgebrochenen ACCORD-Studie erhielten ja Patienten im intensivierten Therapiearm oft wenig untersuchte Vielfachkombinationen von teilweise fünf unterschiedlich wirksamen Antidiabetika. Hier wäre wahrscheinlich weniger mehr gewesen. Mich hat halt einfach gewundert, dass die DDG einem höheren A1c zustimmt (bei den genannten Patienten), anstatt zu "fordern", dass die Therapie sinnvoll geändert wird (wie auch immer)...
Zitat
Wenn man mit der Maximaldosis Metformin bei 6,9 landet, muss der Arzt jetzt nicht unbedingt noch was dazugeben, um bei 6,4 zu landen.
Das lese ich so, dass es für den Arzt einfacher ist, statt Insulin zu geben, einen höheren A1c hinzunehmen (ist jedoch meine Ansicht als 1er - bei den Behandlungsmethoden der 2er klemmt's etwas!). Aber okay, glauben wir halt, dass die vorgeschlagene Verfahrensweise richtig ist...


Offline Nedingsnäs

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bei den Behandlungsmethoden der 2er klemmt's etwas

Das scheint mir was dran zu sein, geht mir aber nicht andersrum nicht anders. Es sind halt wirklich zwei ziemlich unterschiedliche Krankheiten mit zufällig dem gleichen Namen.

Die Insulinversorgung ist nicht das erste Mittel der Wahl, wenn Metformin nicht reicht. Ich versuche mir das mit der Insulinresistenz der Typ 2er  zu erklären. Warum in ein Fass ohne Boden immer weiter Wasser reinschütten?

Aber bei der Vielzahl der T2er (10% der Bevölkerung??) ist das ganz sicher auch ein Frage der Wirtschaftlichkeit. Insulinversorgung bedeutet nunmal Pens, Testreifen, Messgeräte usw. Man kann sich ausrechnen, was teurer ist: Die Versorgung oder die Behebung der Schäden bei einigen.

Liebe Grüße
Nedingsnäs


Offline Joerg Moeller

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Die Insulinversorgung ist nicht das erste Mittel der Wahl, wenn Metformin nicht reicht. Ich versuche mir das mit der Insulinresistenz der Typ 2er  zu erklären. Warum in ein Fass ohne Boden immer weiter Wasser reinschütten?

Ja, sehe ich auch so. Insulin ist nunmal ein anaboles Hormon und da halten sich viele Ärzte gern zurück, wenn es noch andere Optionen gibt. Nicht zu vergessen die Pat. die sich vor dem Spritzen müssen schauen.

Und natürlich steht immer auch die Kostenfrage im Raum (Insulinspritzende Diabetiker müssen ja auch neu geschult und anders betreut werden), auch wenn ich nicht glaube daß das bei den Überlegungen der DDG eine entscheidende Rolle spielt.

Wir müssen uns mal davon lösen, daß es immer um das Bestmögliche geht. Das ist nämlich fast immer deutlich kostenintensiver als das medizinisch ausreichende.

Viele Grüße,
Jörg
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