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Diabetesfragen => Diabetes-Technik => Thema gestartet von: carrick am Februar 04, 2020, 10:57

Titel: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: carrick am Februar 04, 2020, 10:57
Hallo Betroffene
Wie in meinen Ausführungen letzten Herbst bereits berichtet war ich mit der Messungenauigkeit des FSL2 absolut nicht mehr zufrieden. Vor allem die Alarmfunktion konnte damit nicht mehr genutzt werden...Abweichungen gegenüber der blutigen Messung bis zu 40 mg/l waren Standard.....ich weiss da der Gewebezucker dem Blutzucker hinterherläuft und ich bemühte mich über die Hotline diese Dinge zu klären...aber no way...hier im Forum bekam ich zusätzliche wertvolle Tipps,aber ich entschloss mich doch dann auf das Dexcom G6 umzusteigen,auch weil die Userstorys gut klangen...also Diabetologe überzeugt...Kasse überzeugt...Zusage bekommen und seit 5 Tage den Sensor in Betrieb.
Erste Eindrücke...das der Sensor am Bauch sitz finde ich gut,weil der Armsensor bei gewissen Arbeiten immer wieder aneckte und auch mal abging. Leider schränkt sich der Spritzbereich dadurch etwas ein.  Betriebsdauer 10 Tage ...leider deutlich kürzer wie beim FSL..negativ...kein Saunabesuch möglich beim Tragen des Sensors...negativ.. das beim Bereich Kohlenhydrate ,als Nahrungsaufnahme nur die Grammzahl eingeben werden kann und nicht was man gegessen hat ...neg...>> aber sehr positiv ...Genauigkeit kann durch kalibrieren sehr gut eingestellt werden...meine Tests ergaben Abweichungen von 2-3 mlg/l auch nach 5 Tagen noch...Alarmfunktionen sehr umfangreich und wertvoll...gerade der rasche Ab oder Anstieg und die 20minütige Vorhersage wann es kritisch wird kann eingestellt werden ,,so das man rechtzeitig einschreiten kann...gerade beim Sporteln sehr hilfreich..ach ja...das Handgerät hat leider nur eine sehr kurze Bluestoothverbindungsstrecke...6m die angegeben werden schafft es nur im Sichtfeld...aber über die APp gehts ja auch und da passt es dann besser ...ja die App ist umfangreich in der Analysis verbunden mit der Clarity cloud kann man Tendenzen etc ...schön herauslesen.....ich berichte weiter von meinen Erfahrungen..... :ja:
Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: Gyuri am Februar 04, 2020, 15:39
(…) das beim Bereich Kohlenhydrate ,als Nahrungsaufnahme nur die Grammzahl eingeben werden kann und nicht was man gegessen hat ...neg...( …  :gruebeln: … ) ich berichte weiter von meinen Erfahrungen..... :ja:
Das mit Gramm KH verstehe ich nicht bzw. das, was du daran als negativ bezeichnest.

Dennoch bin ich wirklich weiter an Erfahrungsberichten interessiert, obwohl ich, wie an anderer Stelle schon erklärt, mit der "Messungenauigkeit" (den Begriff gibt es nicht - genauso wie justieren nichts mit kalibrieren zu tun hat) keine Probleme zu haben.

Ich habe mit Abbott nur wegen der Liefermodalitäten Ärger  :moser: und würde mich, wenn es FÜR MICH echte Alternativen gäbe, von Abbott trennen.
Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: Duff Rose am Februar 04, 2020, 21:42
Hallo Betroffene
Wie in meinen Ausführungen letzten Herbst bereits berichtet war ich mit der Messungenauigkeit des FSL2 absolut nicht mehr zufrieden. Vor allem die Alarmfunktion konnte damit nicht mehr genutzt werden...Abweichungen gegenüber der blutigen Messung bis zu 40 mg/l waren Standard.....ich weiss da der Gewebezucker dem Blutzucker hinterherläuft und ich bemühte mich über die Hotline diese Dinge zu klären...aber no way...hier im Forum bekam ich zusätzliche wertvolle Tipps,aber ich entschloss mich doch dann auf das Dexcom G6 umzusteigen,auch weil die Userstorys gut klangen...also Diabetologe überzeugt...Kasse überzeugt...Zusage bekommen und seit 5 Tage den Sensor in Betrieb.
Erste Eindrücke...das der Sensor am Bauch sitz finde ich gut,weil der Armsensor bei gewissen Arbeiten immer wieder aneckte und auch mal abging. Leider schränkt sich der Spritzbereich dadurch etwas ein.  Betriebsdauer 10 Tage ...leider deutlich kürzer wie beim FSL..negativ...kein Saunabesuch möglich beim Tragen des Sensors...negativ.. das beim Bereich Kohlenhydrate ,als Nahrungsaufnahme nur die Grammzahl eingeben werden kann und nicht was man gegessen hat ...neg...>> aber sehr positiv ...Genauigkeit kann durch kalibrieren sehr gut eingestellt werden...meine Tests ergaben Abweichungen von 2-3 mlg/l auch nach 5 Tagen noch...Alarmfunktionen sehr umfangreich und wertvoll...gerade der rasche Ab oder Anstieg und die 20minütige Vorhersage wann es kritisch wird kann eingestellt werden ,,so das man rechtzeitig einschreiten kann...gerade beim Sporteln sehr hilfreich..ach ja...das Handgerät hat leider nur eine sehr kurze Bluestoothverbindungsstrecke...6m die angegeben werden schafft es nur im Sichtfeld...aber über die APp gehts ja auch und da passt es dann besser ...ja die App ist umfangreich in der Analysis verbunden mit der Clarity cloud kann man Tendenzen etc ...schön herauslesen.....ich berichte weiter von meinen Erfahrungen..... :ja:

Guten Abend!

- Was ist das Problem mit den Saunabesuchen? Ich habe Dutzende hinter mir. Der Kleber vom Libre hält zwar etwas besser, aber Sauna ist meiner Erfahrung nach auch mit Dexcom möglich.

- Ich trage den Sensor am Arm. Ist zwar nicht offiziell empfohlen, aber bei mir funktioniert’s einwandfrei. Ansonsten könnte man die Fläche am Bauch erhöhen durch Nahrungsaufnahme, das ist in der Regel recht einfach. ;-)

Spaß beiseite.

Es bleibt die Frage was einem wichtiger ist. Mir ist die Genauigkeit der Werte als Typ1er einfach unheimlich wichtig, die Übrige Fläche am Bauch und die Eingabe von KHs völlig unwichtig. Einzig mit dem Kleber habe ich so meine Probleme, da behelfe ich mir mit Pflastern von Zuckerschmuck.

Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: carrick am Februar 05, 2020, 10:40
Hallo
Ja das mit der Grammzahl der KH ist doch schwierig genau zu wissen wieviel jetzt davon in dem Essen vorhanden ist....  oder hast Du da einen Tip für mich?..ich habe wie beim freestyle möglich  gerne mal die verschiedenen Nahrungsmittel aufgeführt die auf dem Teller lagen, aber mittlerweilen weiss ich ja was bei mir zündet und was nicht. Der Saunabesuch wurde bei der WEBex konferenz betreff der Benutzerschulung gleich zu Beginn von der Firma DEXcom verneint...erst wachsweich ,dann auf direktes Nachfragen verneint...man solle eben zwischen zwei  Sensorwechseln den Saunabesuch einschieben...aber nie mit Sensor...ich werde in meiner Heimsauna dieses am Sonntag selbst testen denn ich glaube auch nicht an ein Problem . Wahrscheinlich wurde dieses eben nicht getestet und freigegeben.Mit dem FSL gab es keine Probleme in der Sauna,die Mess(un)genauigkeit hatte sich nach den(temporären) Saunabesuchen nicht geändert gegenüber denen ohne Saunabesuch.
Gestern habe ich die App auf dem Smartphone und das Handgerät neu eingestellt,den es piepste und klingte oft aus allen Ecken den ganzen Tag .Man kann einiges an Alarmen einstellen.Die Alarmfunktionen lassen keine Wünsche offen und sind benutzerfreundlich optimierbar. Ich habe jetzt auf dem Smartphone in der APP  einen individuellen Alarmplan erstellt der täglich von 6-22:00 aktiv ist und sich dann selbstätig abschaltet so das das Handy nächtens schweigt...... ab 22:00-6:00 ist das Handgerät aktiv und nur auf  innerhalb eines bestimmten Zeitraumes schnell fallenden Werte und dem unteren Zielwert eingestellt. ..so ist Ruhe eingekehrt. :ja:
Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: Gyuri am Februar 05, 2020, 13:02
Hallo
Ja das mit der Grammzahl der KH ist doch schwierig genau zu wissen wieviel jetzt davon in dem Essen vorhanden ist....  oder hast Du da einen Tip für mich?..ich habe wie beim freestyle möglich  gerne mal die verschiedenen Nahrungsmittel aufgeführt die auf dem Teller lagen, aber mittlerweilen weiss ich ja was bei mir zündet und was nicht. (…)
Es ist doch (nahezu) einerlei, ob man [g KH] eingibt oder [KE] wenn man weiß, dass 10 Gramm KH = 1 KE ist.
Im Libre eingebauten Bolusrechner kann auch auf [BE] umgestellt werden, was mir aber zugegebener Maßen viel zu umständlich erschien - aber ich benutze sowieso keinen Bolusrechner …
Rechnest du etwa mit einem glykämischen Index?  :o Das stelle ich mir, egal womit gemessen, sehr schwierig vor. Ich schätze "einfach" die [KE] im Teller, oder rechne sie aus, wenn ich selbst koche und auf den Packungen der Zutaten die [KH] ablesen kann.
Für die Insulierung rechne ich dann aber [I.E.] = [KE] * Faktor.
Dabei entstehen immer Rundungsfehler, weil die [KE] nur geschätzt sind und der “echte" Faktor nicht so einfach und genau gerechnet werden kann. Der Faktor hängt auch mit den letzten Glukosewerten nach geschätzten [KE] zusammen.

Ich kann mir kein Messsystem vorstellen, das eine punktgenaue Insulierung sicher stellen kann.
Die vielen Rechenfehler sorgen stets dafür, dass man nur zufällig einen Zielwert erreichen kann. Ich begnüge mich schon mit einem Zielbereich von … 70 bis 140 mg/dl (jederzeit) zuzüglich mögliche Ausreißer.
Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: Joerg Moeller am Februar 05, 2020, 14:27
Das kann man alles eh nicht so genau berechnen. Weder der BZ, noch die KH oder die IE sind 100%ig genau zu beziffern.
BZ kann/darf schwanken, KH kann man vielleicht abwiegen, aber das heißt nicht, dass davon auch 100% im Blut landen. Manches wird auch unverdaut wieder ausgeschieden. Und Insulin gibt die Pumpe/der Pen vielleicht genau ab, aber auch dabei gibt es Resorptionsschwankungen. Ein Teil davon wird enzymatisch abgebaut, noch ehe es an den Zielzellen wirken kann.

Manches ist auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Oder je nach Tagesform (wenn die Hormonlage sich mal ändert).

Viele Grüße
Jörg
Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: Duff Rose am Februar 06, 2020, 19:08
Genau!

Alleine die Bewegung hat dermaßen Auswirkungen auf die Insulinwirkung. Und so vielleicht sogar noch das Wetter, wer weiß.

Ich schaue mir meinen Teller an, überlege zwei, drei Randbedingungen und Feuer frei!
Klappt nicht immer, aber zum Glück zu einem zufrieden stellenden hohen Anteil.

Dass mit dem „Teller anschauen“ hat natürlich erst nach einiger Erfahrung funktioniert. Aber ne Waage trage ich nicht mein Leben lang mit mir rum.
Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: Joerg Moeller am Februar 07, 2020, 11:21
Dass mit dem „Teller anschauen“ hat natürlich erst nach einiger Erfahrung funktioniert. Aber ne Waage trage ich nicht mein Leben lang mit mir rum.

Ja, so läuft das bei mir auch. Ich sehe da mittlerweile keine KH mehr, sondern I.E. Bolusinsulin (und ob normal oder Dualbolus)

Trotzdem empfehle ich jedem Neu-Diabetiker oder denen, die dabei sind ihre Faktoren zu prüfen/neu auszurichten, dafür eine Waage zu nehmen.
Zum einen kann man damit seine "BE-Augen" kalibrieren, zum anderen fällt dann ein BE-Schätzfehler aus der Gleichung raus.

Und was während einer (Neu)Einstellungsphase auch empfehlenswert wäre: immer zur selben Uhrzeit zu essen und nach Möglichkeit gleiche KH.
Das macht es später bei der Auswertung einfacher in prä- und postprandiale Werte zu unterscheiden. Vor allem postprandial ist es ja wichtig zu wissen, wann der Anstieg beginnt und wann er sein Maximum erreicht hat. Aus den Zeiten kann man Aussagen zum SEA treffen.

Viele Grüße
Jörg
Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: Gyuri am Februar 07, 2020, 16:27
(…)
Das macht es später bei der Auswertung einfacher in prä- und postprandiale Werte zu unterscheiden. Vor allem postprandial ist es ja wichtig zu wissen, wann der Anstieg beginnt und wann er sein Maximum erreicht hat. Aus den Zeiten kann man Aussagen zum SEA treffen.

Viele Grüße
Jörg

… und
man sollte auch immer "einwenig" auf den postprandialen Verlauf achten. Da können schon mal völlig neue Erkenntnisse entstehen.

z.B. (ganz aktuell) heute Vormittag bei meiner Frau:
(größer durch CLICK) (https://thumbs.picr.de/37821303bx.jpg) (https://show.picr.de/37821303bx.jpg.html)

Zum Frühstück gegen 8:45 gab es nach Schema 28 I.E. für 50 g KH.
Um 9:20 war gefrühstückt und tatsächlich 50 g geschätzte KH verdrückt.
Kurz vor 10 Uhr waren wir dann von 178 auf 141 mg/dl gesunken.
Man könnte jetzt meinen, es wurde einwenig zu viel gespritzt.
Aber dann kurz vor dem Mittagessen um 11:20 (es wurde garantiert nichts mehr gegessen) stieg der Zucker auf 290 mg/dl.
Ich schließe daraus, dass wir A.) viel zuwenig fürs Frühstück spritzten und vorallem B.) viel zu früh spritzten. Als das Frühstück zu wirken begann, war das Fiasp längst weg.
Einen ESA zu befolgen wäre gescheiter gewesen.
"Hätte, hätte Fahrradkette…"
Im Nachhinein spritzten wir für ein kleineres Mittagessen  (3KE) nach Schema 32 I.E.
was nach dem Essen  (ohne SEA) zu einem langsamen Rückgang auf 182 mg/dl um 15:45 führte.

Ich glaube, bis zum Abendessen sind wir wieder im Zielbereich.
Wäre das Frühstück von der Art her ganz anders gewesen als sonst, hätte ich eine Erklärung.
So kann ich aber nur zusehen, ob sich das in den nächsten Tagen wiederholt und wenn ja, dann wird mit einem ESA gespritzt.  :gruebeln:

Mit ein zwei BZ-Messungen kann man so einen Zusammenhang aber kaum erkennen.

btw: Mit dem dödeligen Trendpfeil im Libre hat man in so einem Fall gar keine Chance.  :nein:

Das wäre vielleicht dann doch ein Grund, zu einem System zu wechseln, das für den Trend eine bessere Formel kennt. Allerdings beachte ich den Libre-Pfeil überhaupt nicht und schaue immer nur auf das aktuelle Diagramm und auch auf das Tagesdiagramm. Und das wird wohl bei ähnlichen Systemen nicht viel anders aussehen.  :gruebeln:
Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: Gyuri am Februar 08, 2020, 10:22
Da fällt mir gerade noch was ein …
(…)
(größer durch CLICK) (https://thumbs.picr.de/37821303bx.jpg) (https://show.picr.de/37821303bx.jpg.html)
(…)
btw: Mit dem dödeligen Trendpfeil im Libre hat man in so einem Fall gar keine Chance.  :nein:

Das wäre vielleicht dann doch ein Grund, zu einem System zu wechseln, das für den Trend eine bessere Formel kennt. (…)
Schaut euch im Diagramm mal die beiden Scanns kurz nach 6 Uhr an!
Die wurden unmittelbar hintereinander gemacht, weil ich die 68 IE Tresiba nicht auf einmal eingeben kann. Libre geht da nur bis 50 IE.
Das ist aber gar nicht sooo schlimm.
Blöd ist, dass man im Nachhinein den Trendpfeil nur noch im Protokoll findet, wenn man keine Notiz gemacht hat. Der Pfeil, den ich nicht beachtete, wäre sicherlich interessant gewesen.
Die einzelnen Scans versprachen 138/137 mg/dl. Hingegen zeigte die Kurve des Tagesdiagramms zu diesem Zeitpunkt ca. 180 mg/dl an. Das wäre erst mal kein Widerspruch. Die Kurve wird aus "irgendwas" berechnet, ich glaube aus den historischen Werten im 15 Minutentakt. Der Scan unterliegt aber einer "ganz normalen" Abweichung einer Einzelmessung zu einem "irgendwie" errechneten Durchschnitt.
Mich stören, wie schon oft gesagt, weniger die scheinbaren Fehler der einzelnen Scanns, sondern viel mehr die Ungewissheit ob ich mich auf die Kurven verlassen kann. Da sie eben gemittelt sind unterliegen sie eben keiner so großen Unsicherheit. Man kann das mit der zappligen Tachonadel vergleichen. Ist die Nadel gedämpft, kann man mit der angezeigten Geschwindigkeit mehr anfangen.

So - und jetzt kommt (m)eine Vermutung, warum der Libre-Trendpfeil Mist ist.

Sicher wird zur Bestimmung der Pfeilrichtung ein Unterschied zwischen dem aktuellen Scan und dem Durchschnitt einer (mir unbekannten) Zeitspanne vor dem Scan gewählt.
Wenn der Scan 138/137 mg/dl meldet, das Tagesdiagramm aber ca. 180 mg/dl, könnte der Pfeil je nach benütztem Zeitversatz, gewaltig nach unten zeigen obwohl die Kurve eher flach ist.
Derartige Fehlprognosen hatte ich am Libre schon öfter erlebt.
Schlimm nur, wenn einige Nutzer glauben, der Pfeil hätte eine Aussagekraft.
Ich weiß jetzt nicht, wie andere Systeme mit permanenter Aufzeichnung rechnen, wer aber so einen Pfeil nutzen will, sollte sich schon drauf verlassen können.
Andererseits ist es ja die permanente Aufzeichnung, die den Vorteil gegenüber Einzelmessungen ausmacht. Wer sich lieber an Einzelmessungen hält, ist mit allen permanent aufzeichnenden Systemen schlecht beraten.
Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: SCHM am Februar 09, 2020, 12:41
Wie in meinen Ausführungen letzten Herbst bereits berichtet war ich mit der Messungenauigkeit des FSL2 absolut nicht mehr zufrieden.
"Messungenauigkeit" (den Begriff gibt es nicht - genauso wie justieren nichts mit kalibrieren zu tun hat)
Den Begriff „Messungenauigkeit“ gibt es in der Fachspache so nicht, aber es gibt sehr wohl den Begriff „Messgenauigkeit“.
Aber natürlich bräuchte man für die Beurteilung der Messgenauigkeit Referenzmesswerte, die sich auf die gleiche Zielgröße (hier: Gewebszucker) beziehen. Da wir solche Werte nicht haben, können wir die Messgenauigkeit von FSL2 oder G6 nicht direkt bestimmen.
Allerdings gibt es Herstellerangaben von Abbott zu Abweichungen zwischen FSL und zeitgleichen Blutzuckermessungen. Angeblich sollen dabei 86,7% der Wertepaare in Zone A der Error-Grid-Analyse und 99,7% in Zone A oder B der Error-Grid-Analyse fallen. Für eine sinnvolle Nutzung des Gerätes sind Werte in dieser Größenordnung auch absolut erforderlich.
In der Praxis werden diese Werte weit verfehlt, und das liegt eben nicht am physiologischen Unterschied zwischen Gewebs- und Blutzucker, denn das G6 schafft diese Werte mit der gleichen Zielgröße problemlos.
Dies lässt durchaus den Schluss zu, dass das FSL auch die Zielgröße nicht mit ausreichender Messgenauigkeit ermitteln kann. Umgangssprachlich finde ich es absolut angemessen, dann von Messungenauigkeit zu sprechen.
Wenn du damit keine Probleme hast, liegt es daran, dass du von vorne herein nur am Trend und nicht an den absoluten Werten interessiert bist. Das ist aber nicht der eigentliche Sinn von CGMS. Bei ausreichender Messgenauigkeit kann ein CGM-System trotz des Unterschiedes zwischen Blut- und Gewebszucker auch den aktuellen Absolutwert des Blutzuckers in den meisten Fällen gut schätzen und ist durchaus als Alarmsystem für zu hohe oder zu niedrige Werte nutzbar.
ich entschloss mich doch dann auf das Dexcom G6 umzusteigen,auch weil die Userstorys gut klangen...also Diabetologe überzeugt...Kasse überzeugt...Zusage bekommen und seit 5 Tage den Sensor in Betrieb.
Eine richtige Entscheidung. Ich bin schon Anfang Oktober von FSL auf G6 umgestiegen.
sehr positiv ...Genauigkeit kann durch kalibrieren sehr gut eingestellt werden...meine Tests ergaben Abweichungen von 2-3 mlg/l
Eine so gute Übereinstimmung ist aber mit absoluter Sicherheit nur Zufall.
Schon bei wiederholten Messungen unmittelbar nacheinander mit herkömmlichen Teststreifen bekommst du deutlich größere Abweichungen.

Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: Gyuri am Februar 09, 2020, 15:33
(…)Wenn du damit keine Probleme hast, liegt es daran, dass du von vorne herein nur am Trend und nicht an den absoluten Werten interessiert bist. Das ist aber nicht der eigentliche Sinn von CGMS.
(…)
ich entschloss mich doch dann auf das Dexcom G6 umzusteigen,auch weil die Userstorys gut klangen...also Diabetologe überzeugt...Kasse überzeugt...Zusage bekommen und seit 5 Tage den Sensor in Betrieb.
Eine richtige Entscheidung. Ich bin schon Anfang Oktober von FSL auf G6 umgestiegen.
(…)

Stimmt erst mal: ich bin wirklich nicht so sehr an absoluten Werten interessiert.  :coolman:

Einen Wechsel zu Dexcom G6 (oder was ähnliches) würde ich dennoch in Erwägung ziehen.
Ich habe mit dem Libre 1 und/oder 2 als solches zwar keine Probleme, wohl aber mit der kaufmännischen Abwicklung bei der Sensorlieferung durch Abbott.  :moser:

Die weigern sich beharrlich unsere Zuzahlungsbefreiungen anzuerkennen und wollen bei jeder Lieferung immer wieder eine Zuzahlung. Jedenfalls habe ich schon überlegt, die nächsten Rezepte erst einzureichen, wenn wir (Frau und ich) die Zuzahlungsbefreiung für das nächste Jahr in der Tasche haben.

Bei meiner Frau wäre ein neues Rezept nach dem 31.08.2020 fällig und bei mir nach dem 30.10.2020.
Falls Abbott dann wieder Ärger macht, und davon kann man ausgehen, wollen die dann wieder für das ganze Jahr 2021 Zuzahlung haben, weil mit dem neuen Rezept noch keine Befreiung für 2021 vorliegt - zumindest bei meiner Frau.

Den Antrag stelle ich immer Anfang Oktober bei meiner kranken Kasse.
Jetzt hätte ich einen Monat zu überbücken (= kein Problem) aber die Frau zwei Monate, was auch kein Problem wäre - sie hat aktuell einen Vorrat von 14 Sensoren  :ja:
Abott ist das aber Wurst; die liefern was nur geht um es mit den kranken Kassen abzurechnen.

Jetzt könnte man sagen, dass ich ja zuviel entrichtete Zuzahlungen nachträglich ersetzt bekomme. Bei keinem Versorger (und wir haben mehrere) wird aber dieses "Abbott typische Theater" gemacht. Das ist nur eine unflexible Regelung von denen. Ich muss zahlen, Abbott gibt das Geld der Krankenkasse und die gibt es "auf Antrag" wieder an mich zurück.  :balla:
Dafür mache ich keine Vorab-Zuzahlungsbefreiung.

Eine Maßnahme wäre jetzt: Wir kündigen bei Abbott und testen dann ein anderes System.  :baeh:
Falls wir dann damit nicht zufrieden wären, könnten wir mit Abbott vielleicht wieder einen neuen Vertag abschließen, dann aber sicher erst kurz vor einem Jahreswechsel, wenn wir die neue Zuzahlungsbefreiung haben.
Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen Teil 2
Beitrag von: carrick am Februar 11, 2020, 11:19
Hallo Mitstreiter
Ja nun waren die ersten 10 Tage um,gestern dann Sensorwechsel.....Resümee ...die Genauigkeit war(erst) nach einer Anfangskalibrierung durchgängig sehr hoch und die Abweichungen sehr gering( 1-3 mg/dl)...das war sehr positiv für  mich da ich nun nächtens wieder die Alarmfunktion nutzen kann...und mich auch auf den Wert verlassen kann!
Die verbotene Sauna habe ich noch nicht probiert,aber ich glaube das dieses kein Problem sein wird...eventuell kann man ja ein kleines feuchtes Handtuch mitführen und dieses über den Sensor plazieren, dann wird dieser nicht übermässig warm werden.Der Tragekomfort war ok. und der Sensorwechsel relativ einfach. Das System braucht dann wieder 2 Std. um zu synchronisieren, aber das ist kein Problem für mich.Ein grosser Pluspunkt für mich ist das entgegen dem freestyle ich beide Anzeigegeräte ,also das Handy wie auch das mitgelieferte Handgerät zeitgleich nutzten kann. Ich nehme tagsüber das Handy  und nächtens auf dem Nachttisch das kleine Handgerät das dann nur bei schnell absinkenden Werten rechtzeitig warnt . Die Alarmplaneinstellungen sind sehr hilfreich und berücksichtigen dazu die individuellen Besonderheiten des Nutzers.Die Clarity APP kann ich nun langsam anfangen zu nutzten da diese eben eine gewisse Menge an Messdaten benötigt . Die Auswertung dieser ist übersichtlich und sehr ausführlich dargestellt.
Ich verdanke dem freestyle das ich visuell erkannte was mich schädigt und wie stark der Anstieg sein kann.( ich weiss noch wie erschrocken ich war als ich kein Insulin dabei hatte und die   Schwarzwälder Kirschtorte einen senkrechten Anstieg produzierte der erst bei 480 endete)..habe das ohne oft ignoriert,lange vernachlässigt ....so konnte ich nun lernen einzuschätzen wie die verschiedenen Lebensmittel sich bei mir im Kontext zu anderen Parametern auswirkten ...da erschrak ich am Anfang oft und musste einiges ganz oder in der Menge stark einschränken..aber mit der Zeit lernt man dann doch die Nahrungsmittel einzuschätzen und auch ich schaffe es nun meistens die richtige Dosis  Insulin, Spitzabstand etc.. dazu zu wählen...ja da brauche ich auch  keine Grammzahlen von Kohlenhydraten zu wissen. Beim freestyle konnte ich als Erinnerungsstütze das Nahrungsmittel mit dem Namen eingeben ohne Werte schätzen zu müssen....das war hilfreicher.
Nun mit dem Dexcom ist diese Analyse noch einfacher besser und sicherer geworden...brauche den Zuckerdoc eigentlich nicht mehr,ausser zum Rezept schreiben.
Was mir selbstkritisch aber auffiel,das ich in den 8 Wochen ohne FGM /CGM alsbald nachlässig wurde ....obwohl ich mittlerweile wusste welche Nahrungsmittel mir gut tun und welche nicht ...sündigte ich immer öfter...nun wieder dauerüberwacht ist die Diziplin erheblich grösser :ja:...denn streng genommen kann man Steinzeitdiät leben und hätte dann keinen Diabetestrouble mehr...nächste Woche gehts nach Überlingen in die Kurpark Klinik da wird dann das ideale Essen mit idealer Bewegung praktiziert werden....
Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: Joerg Moeller am Februar 11, 2020, 13:42
Schon bei wiederholten Messungen unmittelbar nacheinander mit herkömmlichen Teststreifen bekommst du deutlich größere Abweichungen.

Nicht unbedingt. Ich hab damals wegen meines Wechsels auf Insulinpumpe den Diabetologen gewechselt, und der neue bestand darauf, dass man bei seinem ersten Besuch in der Praxis auch sein Messgerät mitbringt. Das war bei mir damals das Freestyle Mini.
Man sollte dann in der Praxis damit drei Messungen an drei unterschiedlichen Fingern machen und er hat einen mit seinem Laborgerät gemacht. Den genauen Wert weiß ich nicht mehr, aber es war irgendwas zwischen 80 und 90 mg/dL.
Jedenfalls waren bei mir die ersten beiden Werte identisch und der dritte lag um 1 mg/dL höher. Die Abweichungen zu seinem Laborgerät waren dann auch im Bereich zwischen 1-2 mg/dL.
Ich hatte auch noch ein anderes dabei, da waren dann sowohl die Streuungen der drei Messungen mit diesem Gerät höher (10-15 mg/dL), als auch der Vergleich mit dem Laborgerät.

Man kann das sicherlich nicht auf alle Freestyle Mini übertragen, aber zumindest war das Gerät, das ich da erwischt habe, schon sehr genau.

Mein jetziges Accu-Chek Mobile 2 hab ich nicht gegen ein genaues Laborgerät getestet, aber der Mittelwert davon (bzw. der daraus errechnete HbA1c) lag gegenüber dem Labor-HbA1c auch nur um 0,1 Prozentpunkte daneben.

Viele Grüße
Jörg
Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: Gyuri am Februar 11, 2020, 17:00
Ich meine, um eine Streuung "vernünftig" ermitteln zu können, müssten so viele Kontrollmessungen durchgeführt werden, dass von einer eindeutigen Verteilung ausgegangen werden kann. Das kann bei einer Teststreifen-Messung nie und nimmer klappen, weil schon der zeitliche Versatz zu einer scheinbaren Streuung führt. Blutzucker ist nie richtig statisch!
Dann kommt noch erschwerend hinzu, dass die Genauigkeit Zuverlässigkeit der Messung in starkem Maße (sogar vorrangig) auch von den Teststreifen selbst abhängt, welche immer mit einer Abweichung von 10 - 20%
#) angegeben sind. Andere Störquellen kommen noch dazu, sodass festgestellte Abweichungen von nur 3 - 5 mg/dl reines Wunschdenken sind, zumal auch bei dem anderen Sensor mit einer Streuung von vielleicht 10%#) zu rechnen ist.

Was sollte man da bei einer "Kalibrierungs-Aktion" in die richtige Richtung justieren können? Bei dem nächsten Vergleich darf es dann, so oder so, wieder zu Unterschieden von über 20%#) kommen.

#) immer bei ±2* Standardabweichung = 95,45%
Das bedeutet, bei 4,55% aller Fälle könnten die Abweichungen noch größer sein.
Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: Markus99 am Februar 14, 2020, 05:38
Hi!
Am Anfang mit der schöne Diagnose DM Typ1 ,..
Ich habe mir eine frage gestellt. 🤔
Warum ist alles in BE angerechnet.
Wenn bei jede Verpackung stehen Kohlehydraten.
Mit umzurechnen auf BE ich wahr überfordert. 🥵
Meine BZ Messgerät mit Insulin Rechner
die ich zu Beginn in Krankenhaus bekommen habe wahr für mich sehr hilfreich.
Meine Eltern damals müssen mit machen weil ich nicht volljährig wahr. 🥴
Nach einigen Zeit läuft es besser sogar  mit Schätzen meine Malzeiten.
Z.zt.wo ich schon besser beherrschen kann wieder auf KH um zu stellen ist  komisch aber machbar.

Ok..jetzt zu sache..
Meine Geschichte mit Dexcom G6 wahr bischen anderes.
Meine Krankenkasse möchte mir CGM eher vorschlagen zu verschreiben, wie die Libre
weil die nicht als Hilfsmittel damals aufgelistet war.

Ich möchte Libre haben und ich habe die bekommen. Nach 6 Wochen erste Lieferung steht vor der Tür.
Nur die Libre wahr nicht nur ungenau aber nach 9 Sensor tragedauer muss ich verzichten wegen Allergie.
Ich habe Allergie bekommen und das war Furchtbar. :hilfe:

Erst ich habe Pause angelegt.
Vitaminen zb.Zink behandelt und Dermatologen bzw.Hautarzt besucht.
Erfolglos.  :daumenrunter:

Nach einem Jahr ich habe wieder versucht Sensor anzubringen.
Leider noch schneller wie vorher meine Hautgewebe hat gestreikt.
Das wahr Ratlos :mauer:

Dann kommt die Idee Dexcom G6 .
Meine Diabetologe hat Vermutung, ob ich überhaupt was mit der pflaster tragen kann.  :kratz:
Dexcom G6 hat mir verschrieben und
KK.hat  wieder genehmigt.
Ca.6wochen ich habe erste Lieferung bekommen.  :super:
Genaukeit ist tatsächlich sind nicht vergleichbar. :ja:
Wenn irgendwie mit Werten  stimmt nicht ich kann Dexcom kalibrieren.  :zwitscher:
Aller rest kann man lernen.
Tatsächlich für mich ist sehr wichtig, dass ich die Sensoren dauerhaft tragen kann und die Werte stimmen.  :zwinker:

Bei FSL wahr ich dauerhaft unterzukert ,wo der BZ Messgerät zeigt 100mg.
Das wahr zu häftig für mich.
Warschanlich hat das mit Verträglichkeit zu tun?!Ich glaub schon.
FSL kann bei mir keine 2 /3 Tage halten ,
wo die sofort abgefallen ist .
Mit volle vereiterte und blutige Wunde Stelle,die der Sensor mir hinterher gelassen hat.
Dexcom G6 ich habe wieder bewilligt bekommen und ich hoffe das bleibt so..

Technische Verbesserungen sind noch offen.
Aber mit der Zeit kommt schon..

Damit möchte ich alle Diabetiker viel Glück wünschen bei nutzen Dexcom G6..

Bleibt Gesund und wünsche Ich
gute BZ.werte

Gruß
Markus 😊



Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: SCHM am Februar 14, 2020, 15:59
meine Tests ergaben Abweichungen von 2-3 mlg/l
Eine so gute Übereinstimmung ist aber mit absoluter Sicherheit nur Zufall.
Schon bei wiederholten Messungen unmittelbar nacheinander mit herkömmlichen Teststreifen bekommst du deutlich größere Abweichungen.

Nicht unbedingt. Ich hab damals wegen meines Wechsels auf Insulinpumpe den Diabetologen gewechselt, und der neue bestand darauf, dass man bei seinem ersten Besuch in der Praxis auch sein Messgerät mitbringt. Das war bei mir damals das Freestyle Mini.
Man sollte dann in der Praxis damit drei Messungen an drei unterschiedlichen Fingern machen und er hat einen mit seinem Laborgerät gemacht. Den genauen Wert weiß ich nicht mehr, aber es war irgendwas zwischen 80 und 90 mg/dL.
Jedenfalls waren bei mir die ersten beiden Werte identisch und der dritte lag um 1 mg/dL höher. Die Abweichungen zu seinem Laborgerät waren dann auch im Bereich zwischen 1-2 mg/dL.
Ich hatte auch noch ein anderes dabei, da waren dann sowohl die Streuungen der drei Messungen mit diesem Gerät höher (10-15 mg/dL), als auch der Vergleich mit dem Laborgerät.
Man kann das sicherlich nicht auf alle Freestyle Mini übertragen, aber zumindest war das Gerät, das ich da erwischt habe, schon sehr genau.
Doch, es ist Zufall. Dass du dreimal hintereinander nicht mehr als 2mg/dl vom Laborwert abweichst ist ungefähr so wahrscheinlich, wie beim dreimaligen Würfeln jedesmal nicht mehr als eine 2 zu bekommen. Natürlich kommt es vor, aber es ist eben selten.

Der Schluss, dass du ein besonders genaues Exemplar des Freestyle Mini erwischt hast, ist ungefähr genauso so logisch, wie wenn du, nachdem du dreimal hintereinander beim Würfeln nicht über eine 2 hinausgekommen bist, schließen würdest, dass du einen Würfel mit besonders vielen Einsen und Zweien hast..

Mein jetziges Accu-Chek Mobile 2 hab ich nicht gegen ein genaues Laborgerät getestet, aber der Mittelwert davon (bzw. der daraus errechnete HbA1c) lag gegenüber dem Labor-HbA1c auch nur um 0,1 Prozentpunkte daneben.
Auch das sagt nichts über die Genauigkeit des Gerätes aus. Aus wie vielen Einzelwerten hast du denn gemittelt? In 90 Tagen kommen leicht 400 oder mehr Einzelwerte zusammen. Wieder bietet sich ein Vergleich mit einem Würfelspiel an. Wenn du 400 mal würfelst und den Mittelwert aus allen Ergebnissen berechnest, kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Ergebnis zwischen 3,4 und 3,6 heraus. Also auch nur eine Abweichung von 0,1 vom erwarteten Wert 3,5. Und dass, obwohl alle Einzelwerte mehr als 10% von 3,5 abweichen, zwei drittel sogar mehr als 40% und ein Drittel mehr als 70%.
Das einzige, was du aus der geringen Abweichung schließen kannst, ist, dass die Werte offenbar annähernd symmetrisch um den wahren Wert verteilt sind, so dass sich bei der Mittelwertbildung Abweichungen nach oben mit Abweichungen nach unten ausgleichen. Aber das sagt nichts darüber aus, wie groß die Abweichungen bei den Einzelwerten sind.

Ich meine, um eine Streuung "vernünftig" ermitteln zu können, müssten so viele Kontrollmessungen durchgeführt werden, dass von einer eindeutigen Verteilung ausgegangen werden kann.
So weit stimme ich dir zu. 3 Messungen hintereinander sind auf jeden Fall zu wenig, um auch nur eine grobe Vorstellung von der Verteilung der Daten zu bekommen. Im obigen Beispiel täuschten die drei gut übereinstimmenden Ergebnisse eine Genauigkeit vor, die das Gerät nicht wirklich haben kann.

Das kann bei einer Teststreifen-Messung nie und nimmer klappen, weil schon der zeitliche Versatz zu einer scheinbaren Streuung führt. Blutzucker ist nie richtig statisch!
Hier stimme ich dir nicht mehr zu. Mit aktuellen Blutzuckermessgeräten kann man innerhalb von 3 Minuten leicht 5 Messungen durchführen. Der wahre Wert wird sich in diesen drei Minuten kaum ändern. Wenn man jedesmal parallel zu einer Labormessung 5 Messungen mit dem gleichen Messgerät durchführt, hat man schnell einen genügend großen Datensatz zusammen. Man kann durchaus Werte von verschiedenen Messtagen bei der Analyse miteinander kombinieren, wenn man die Daten entsprechend aufbereitet. Und sooo groß muss der Datensatz auch nicht sein, weil man hier in guter Näherung eine Normalverteilung erwarten kann.

Dann kommt noch erschwerend hinzu, dass die Genauigkeit Zuverlässigkeit der Messung in starkem Maße (sogar vorrangig) auch von den Teststreifen selbst abhängt, welche immer mit einer Abweichung von 10 - 20%  angegeben sind.
Jetzt wird die Argumentation wirklich abenteuerlich. Woher hast du denn bitte diese Daten? Wo ist „die Genauigkeit Zuverlässigkeit der Messung (…) immer mit einer Abweichung von 10 - 20%  angegeben“? Hast du dafür Belege?
Ich will nicht abstreiten, dass Abweichungen in dieser Größenordnung in Einzelfällen vorkommen können, aber sie sind bei guten Geräten doch eher selten.
Blutzuckermessgeräte der Klasse A erreichen
In ca. 70% aller Fälle Abweichungen vom Laborwert von weniger als 5%
In ca. 95% aller Fälle Abweichungen vom Laborwert von weniger als 10%
In über 99% aller Fälle Abweichungen vom Laborwert von weniger als 15%.
(Bei diesen Angaben sind bereits alle Störquellen berücksichtigt)
Diese Daten kann man mit Kontrollmessungen beim Arzt (parallel zu den Laborwerten) überprüfen (wie oben beschrieben).

Andere Störquellen kommen noch dazu, sodass festgestellte Abweichungen von nur 3 - 5 mg/dl reines Wunschdenken sind, zumal auch bei dem anderen Sensor mit einer Streuung von vielleicht 10%#) zu rechnen ist.
#) immer bei ±2* Standardabweichung = 95,45%
Das bedeutet, bei 4,55% aller Fälle könnten die Abweichungen noch größer sein.

Abweichungen vom Laborwert von maximal 5mg/dl bei einem BZ von 100mg/dl sind kein reines Wunschdenken, sondern Realität in etwa 70% aller Fälle bei guten BZ-Messgeräten.

Und mit dem „anderen Sensor“ meinst du jetzt den von Freestyle Libre? Für den wird von der Firma Abbott eine mittlere absolute relative Differenz (MARD-Wert) von 9,5% postuliert. Angeblich sollen in 90,3% aller Fälle die Abweichungen vom Laborwert unter 20% betragen.

Ein MARD-Wert ist etwas ganz anderes als eine doppelte Standardabweichung. Wenn irgendetwas reines Wunschdenken ist, dann ist es die Vorstellung, dass das Freestyle Libre eine doppelte Standardabweichung von 10% hätte und über 95% der Werte nicht mehr als 10% vom wahren Wert abweichen. Selbst nach Herstellerangaben sollen nur in 90,3% aller Fälle die Abweichungen vom Laborwert weniger als 20% betragen. Die doppelte Standardabweichung für das FSL läge also deutlich über 20%.

In der Praxis werden aber selbst diese Angaben des Herstellers noch weit verfehlt. Ich kam auf MARD-Werte von über 20%, und Abweichungen von mehr als 20% gab es in mehr als der Hälfte aller Fälle.

Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: Gyuri am Februar 14, 2020, 18:00
Ich will jetzt nicht zum „achtunddrölfzigsten“ mal die möglichen Abweichungen erklären, die bei einer zufälligen Vergleichsmessung zwischen zwei Messgeräten, die beide keinen Referenz-Status genießen, hier in diesem Thema entstehen können.

(größer durch CLICK) (https://thumbs.picr.de/34603964tk.jpg) (https://show.picr.de/34603964tk.jpg.html)

Ich weiß jetzt leider nicht, was eine YSI Referenz ist … :rotwerd: … muss das aber auch gar nicht wissen.
Mir geht es mehr um das "alte" FSL-Diagramm links, bei dem das FSL1 mit einem anderen, mir unbekannten Gerät verglichen wurde. Zwischen ca. 300 und 450 mg/dl schien das andere Gerät tatsächlich (absolut) eine deutlich geringere Streung gemessen zu haben als das FSL1.
So lassen sich die vertikal orientierten "Wolken" erklären. In dem für uns wichtigeren Bereich ca. 50 bis 300mg/dl glaubt man doch eher z.T. überlagerte, runde Wolken zu erkennen.

Ich habe mal bei 200mg/dl einen Kreis eingezeichnet, der die Abweichungen BEIDER Messsysteme gleichermaßen berücksichtigt. Ich ging dort davon aus, dass beide Systeme ca. ± 30 bis 40 mg/dl abweichen mögen (=15-20%, was man auch in vielen Bedienungsanleitungen lesen kann).

Und selbst wenn eines der beiden Geräte DEUTLICH zuverlässigere Daten liefert (eine Referenz darf höchstens 20% von der zu erwartenden Abweichung des Prüflings abweichen) bleiben auf der Vertikalen immer noch (auch in diesem Diagramm) mindestens ±15% (bei 200mg/dl = 170-330mg/dl) und nicht nur die von @carrick zufällig ermittelten 2-3mg/dl.

Diese Gesetzmäßigkeiten setzen sich vorallem dort fort, wo das FSL2 mit dem Dexcom G6 "verglichen" wird.

Ich will nicht damit sagen, man darf sein Gerät nicht mit einem Laborgerät vergleichen. Aber genau genommen sagt das überhaupt nichts aus, egal ob eine Übereinstimmung gegeben ist oder nicht.

Wir sind zuhause überhaupt nicht in der Lage, aussagekräftige Vergleiche durchzuführen.

Das ist vielleicht auch der Grund, warum die Abbott-Hotline jeden Kritiker gnadenlos abblitzen lässt wenn man sich nicht haargenau an den vorgegebenen "Prüfplan" hält.
Nur prüfbar, wenn zwischen mehreren Scanns kein zu großer Unterschied besteht und zwischendrin eine Vergleichsmessung (mit ausreichender Zuverlässigkeit) durchgeführt wurde. Und selbst, wenn so Abweichungen festgestellt werden, wird immer noch auf das Error-Gird hingewießen. So lange die Zonen "A" (und vielleicht auch "B"?) nicht verlassen werden, besteht kein Grund zur Beanstandung. Und ich traue mich schon FAST blind zu wetten, dass es mit dem Dexcom auch nicht anders läuft, selbst wenn dort der Anwender immer wieder irgendwas korrigiert und es dann Kalibrierung nennt.
Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: SCHM am Februar 14, 2020, 22:16
Ich will jetzt nicht zum „achtunddrölfzigsten“ mal die möglichen Abweichungen erklären, die bei einer zufälligen Vergleichsmessung zwischen zwei Messgeräten, die beide keinen Referenz-Status genießen, hier in diesem Thema entstehen können.
Du hast auch schon oft genug versucht, zu erklären.
Deine Erklärung ist aber schlicht falsch, weil du von falschen Voraussetzungen ausgehst.

Ich weiß jetzt leider nicht, was eine YSI Referenz ist … :rotwerd: … muss das aber auch gar nicht wissen.
Das ist der Name der Labormessmethode.

Mir geht es mehr um das "alte" FSL-Diagramm links, bei dem das FSL1 mit einem anderen, mir unbekannten Gerät verglichen wurde. Zwischen ca. 300 und 450 mg/dl schien das andere Gerät tatsächlich (absolut) eine deutlich geringere Streung gemessen zu haben als das FSL1.
Das dir unbekannte Gerät Freestyle Precision ist in dein Freestyle Libre mit eingebaut.
Du glaubst tatsächlich, man könnte aus der Grafik ablesen, welches Gerät die deutlich geringere Streuung hat? 

So lassen sich die vertikal orientierten "Wolken" erklären. In dem für uns wichtigeren Bereich ca. 50 bis 300mg/dl glaubt man doch eher z.T. überlagerte, runde Wolken zu erkennen.
Diese kreisrunden Wolken sind deiner Phantasie entsprungen. Es könnten ebenso gut Überlagerungen von lauter Ellipsen sein, die in vertikaler Richtung 2-3 mal so lang sind wie in horizontaler Richtung.
Und mit etwas schmutzigerer Phantasie, kannst du da bestimmt auch eine Überlagerung von lauter weiblichen Geschlechtsteile hineininterpretieren. Ist dann ja nicht deine Schuld. Es war ja die Fa. Abbott, die den Schweinkram ins Netz gestellt hat. ;D

Ich habe mal bei 200mg/dl einen Kreis eingezeichnet, der die Abweichungen BEIDER Messsysteme gleichermaßen berücksichtigt. Ich ging dort davon aus, dass beide Systeme ca. ± 30 bis 40 mg/dl abweichen mögen (=15-20%, was man auch in vielen Bedienungsanleitungen lesen kann).
Eben diese Annahme ist aber falsch. Die vielen Bedienungsanleitungen anderer Geräte helfen hier nicht weiter. Man muss sich schon die Mühe machen, die Daten für die hier gegeneinander aufgetragenen Geräte zu recherchieren.

Beim Freestyle Precision liegen laut Packungseilage der Teststreifen 91,7% im Bereich ±10%, beim Freestyle Libre Scan sind nur 90,3% im Bereich ±20%.
Bei einem wahren Wert von 200 müsstest du auf der y-Achse also einen Bereich von 160 bis 240 und auf der x-Achse einen Bereich von ca. 181 bis 219 markieren, um in beiden Bereichen den gleichen Anteil von ca. 90% der Messwerte zu haben. Dann werden aus den postulierten Kreisen aber langgestreckte Ellipsen.

Die BZ-Messung ist eindeutig das System, das den Laborwerten deutlich näher kommt.

Und selbst wenn eines der beiden Geräte DEUTLICH zuverlässigere Daten liefert (eine Referenz darf höchstens 20% von der zu erwartenden Abweichung des Prüflings abweichen) bleiben auf der Vertikalen immer noch (auch in diesem Diagramm) mindestens ±15% (bei 200mg/dl = 170-330mg/dl) und nicht nur die von @carrick zufällig ermittelten 2-3mg/dl.
200 + 15% ergibt 230 und nicht 330.
Einzelpunkte, die ganz nah an der Diagonalen liegen, gibt es auch in der Grafik zum FSL1 haufenweise.
Die Daten von @carrick sind schon glaubwürdig, aber natürlich nicht aussagekräftig, weil es eben nur (zu) wenige Einzelfälle sind.

eine Referenz darf höchstens 20% von der zu erwartenden Abweichung des Prüflings abweichen
abweichen von der zu erwartenden Abweichung? Dieser Satz ist zu hoch für mich.

Wir sind zuhause überhaupt nicht in der Lage, aussagekräftige Vergleiche durchzuführen.
Bei einzelnen Wertepaaren aus einem BZ-Wert und einem zeitgleichen Scan können wir nicht sagen, welcher von beiden der genauere ist.
Aber wir können solche Wertepaare sammeln und mit den gleichen Methoden auswerten, wie in der Studie. Die Daten aus der linken Grafik sind ebenfalls zuhause erhoben worden, unter ähnlichen Bedingungen, wie wir sie zuhause auch haben.
Die Wertepaare, die ich für jeden Sensor gesammelt habe, belegen eindeutig, dass bei den meisten Sensoren die postulierte Quote von 86,7% in Bereich A weit unterschritten wird.

Das ist vielleicht auch der Grund, warum die Abbott-Hotline jeden Kritiker gnadenlos abblitzen lässt wenn man sich nicht haargenau an den vorgegebenen "Prüfplan" hält.
Nur prüfbar, wenn zwischen mehreren Scanns kein zu großer Unterschied besteht und zwischendrin eine Vergleichsmessung (mit ausreichender Zuverlässigkeit) durchgeführt wurde. Und selbst, wenn so Abweichungen festgestellt werden, wird immer noch auf das Error-Gird hingewießen. So lange die Zonen "A" (und vielleicht auch "B"?) nicht verlassen werden, besteht kein Grund zur Beanstandung.
Selbst Abweichungen im Bereich C oder D (auch schon vorgekommen) werden nur als Reklamationsgrund anerkannt, wenn außerdem ein waagerechter Trendpfeil belegt werden kann!
Diese Argumentation ist aber absurd. Ich reklamiere ja keine Einzelwerte, sondern die Tatsache, dass in der Gesamtstatistik für den jeweiligen Sensor die in der Werbung versprochene Quote im Bereich A weit unterschritten wird. Und die Daten aus der rechten Grafik hatten auch nicht alle einen waagerechten Trendpfeil.

Aber wenn sie mich bescheißen wollen, sind sie an der falschen Adresse. Ich habe einfach auf Rechnung gekauft und die Zahlung verweigert. Verklagt haben sie mich bisher noch nicht.

Und ich traue mich schon FAST blind zu wetten, dass es mit dem Dexcom auch nicht anders läuft, selbst wenn dort der Anwender immer wieder irgendwas korrigiert und es dann Kalibrierung nennt.
Selbstverständlich habe ich ähnliche Daten auch für das G6 erhoben und nach den gleichen Methoden ausgewertet. Im Gegensatz zum FSL habe ich hier die Herstellerangaben zur Genauigkeit reproduzieren können (sogar ohne das, was ‚Kalibrierung‘ genannt wird).
Es gibt also einen Grund, hier wegen fehlender Genauigkeit zu reklamieren.
Die großen Abweichungen beim FSL-Scan haben also offenbar weder mit der Ungenauigkeit des BZ-Wertes noch mit dem physiologischen Unterschied zwischen Blut- und Gewebszucker zu tun, sonst müssten sie beim G6 in der gleichen Größenordnung auftreten.


Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: Duff Rose am Februar 15, 2020, 12:24
Hallo Gyuri,

Du wettest blind, weil du dir eine Meinung gebildet hast und auf dieser beharrst du. Okay.

Als Anwender beider Systeme (beide über 1 Jahr - hast du denn beide ausprobiert?), sowohl Libre als auch Dexcom, kann ich dir signifikante Unterschiede in der Qualität und Genauigkeit der Werte bestätigen. Andere Personen die gleicherweise beide Systeme in Verwendung hätten oder haben, bestätigen dies, und zwar immer in die gleiche Richtung.

Offiziell ist nur das Dexcom als Therapiehilfe zugelassen, nicht ohne Grund. Dafür ist das Libre günstiger, und kann bei einem Typ2er ohne Gabe von großem Insulinmengen sicher völlig ausreichen. Beim Typ 1er bin ich einfach anderer Meinung, oder eben nur mitunter regelmäßiger Kontrollmessungen (die folglich die Mathematik im Kopf Kalibrieren)

Ich war gestern und vorgestern aufgrund einer OP im KH. Ich hatte nur das Dexcom dabei. Dieses habe ich mit der BZ Maschine des Krankenhauses kalibriert und ab dem Zeitpunkt haben die Werte zum KH hervorragend gepasst.
Vor der Kalibrierung lag eine Differenz von ca. 15% vor (Dexcom lag höher), allerdings während einer abfallenden Kurve. Selbst wenn ich nicht kalibriert hätte, eine große Abweichung kenne ich einfach nicht mit diesem System.

Ich getraue mich sogar die Werte für die OP zu verwenden, das wäre mir beim Libre im Traum nicht eingefallen.

Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: Gyuri am Februar 15, 2020, 23:59
Ich weiß jetzt ehrlich gesagt gar nicht, warum ihr jetzt alle auf mir rum hackt.

Es ging uns allen doch nur um die Frage wie zuverlässig die verschiedenen Systeme im Vergleich seien und mit meinem letzten Schreiben versuchte ich nur zu erklären, dass man so etwas nicht mit zwei drei Vergleichsmessungen machen kann. Mag sein, dass ich das so auf die Schnelle nicht richtig vermitteln konnte. Ich muss aber hier nicht ständig altes berufliches Fachwissen zurückholen  :balla: Seit gut sieben Jahren bin ich in Rente und ich will mich nun nicht mehr um Statistik und Analysen kümmern, weil ich ganz andere Probleme habe. Diesbezüglich werde ich nichts mehr schreiben - ich muss mich schon über ganz andere Dinge schrecklich ärgern.

Im übrigen bin ich nach wie vor auch an einem Wechsel zu Dexcom G6 … interessiert.
Allerdings hat mein Interesse nichts mit der von euch bemängelten geringen Zuverlässigkeit des FSL bzw. FSL2 zu tun.

Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: Duff Rose am Februar 16, 2020, 13:34
Hallo Gyuri,

Es hackt doch keiner auf dir rum. Das hier ist doch ein Diskussionsforum, und da muss man sicher nicht immer einer Meinung sein. Allerdings solltest du die andere Meinung eben auch akzeptieren ohne eingeschnappt zu sein.

Mach dir keinen Kopf!
Titel: Re: Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen
Beitrag von: Gyuri am Februar 16, 2020, 19:33
Ich bin nicht wirklich "eingeschnappt".  :nein:
Eine Diskussion um ein in diesem Forum beschriebenes Thema (Begründung für einen Wechsel) würde ich auch gerne weiterführen.
Ich kann es aber nicht leiden, ständig fernab vom Thema zitiert zu werden und mich fast schon genötigt sähe, mich immer aufs neue verteidigen zu müssen. Es hat auch wenig damit zu tun, dass es verschiedene Meinungen gäbe, was Dinge aus meinem vergangenen Berufsleben betreffen. Ab sofort sehe ich mich nicht mehr in der Beweispflicht, wenn ich die Aussagekraft eurer "Vergleichsmessungen" anzweifle.

In Zukunft werde ich zwar weiter wirre Behauptungen zu "Messungenauigkeit" u.ä. kritisieren, sie aber nie mehr groß und breit begründen, weil dies immer nur zu endlosen Streitereien um des Kaisers Bart führt.