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Diabetesfragen => Diabetes-Technik => Thema gestartet von: Hobbit am Februar 07, 2013, 16:00

Titel: aktuelle Pens - Patronenkompatibilität
Beitrag von: Hobbit am Februar 07, 2013, 16:00
Ich habe da mal ein paar Fragen zur Insulingabe mittels Insulinpens. Ich benutze zwei Pens für Humalog (Lilly) und Lantus (Sanofi). Es handelt sich um den "BerliPen Areo" und den "TactiPen". Der geneigte Experte :D wird erkennen, dass beide Pens schon etwas in die Jahre gekommen sind
Natürlich geben die Hersteller an, dass man nur ganz spezielle Insulinsorten in den jeweiligen Pens verwenden darf. Ich meine mich aber zu erinnern (bin mir nicht mehr ganz sicher), dass ich auch schonmal Lantus in einem Berlipen und Humalog im Tactipen verwendet habe - anscheinend ohne Komplikationen :D

Hat schon jemand Probleme beim Kombinieren verschiedener Pen- bzw. Insulinsorten (insbesondere Humalog-Lantus) festgestellt?

Wie oben erwähnt, sind meine Pens schon älter und daher schiele ich auf eine neue Ausrüstung, vorausgesetzt ich bekomme die Geräte über meinen Diabetologen kostenfrei :)
Hauptaugenmerk liegen bei mir auf Design (möglichst klein!) und natürlich Funktionalität (eben Kompatibilität mit Humalog/Lantus, Flexibilität bei Nadelauswahl, evtl 0.5IE-Dosis-Schritte).
Pauschal bin ich vom  Pendiq-Pen (http://www.pendiq.com/de/digitaler_insulin_pen/memory/features) aufgrund seiner Funktionen begeistert, auch wenn ich ihn zur Lantusgabe übertrieben finde.
ansonsten kämen wohl noch der BerliPen Areo2 (http://www.berlin-chemie.de/Apotheker/Marketing-Service/Produktbilddatenbank/BerliPen-R-areo-2), der Sanofi ClikStar (http://www.diabetologieportal.de/Patienten-und-Interessierte/Injektionshilfen/ClikStar.htm?ID=6377) oder der neuste[?] TaciPen (http://www.diabetologieportal.de/Patienten-und-Interessierte/Injektionshilfen/TactiPen.htm?ID=5889) infrage. edit: der NovPen 4 (http://novonordisk.de/documents/article_page/document/Pat_Diab_NovoPen_4.asp) käme wohl auch infrage

Hat jemand Tipps? Das wäre toll :)
Titel: Re: aktuelle Pens - Patronenkompatibilität
Beitrag von: Oggy am Februar 07, 2013, 17:09
Hallo
Meines Wissens nach gehen in den NovoPen nur Insulinampullen von NovoNordisk und keine anderen :D
Nur ma so am Rande zur Info :D
Titel: Re: aktuelle Pens - Patronenkompatibilität
Beitrag von: Hobbit am Februar 07, 2013, 17:24
Mist, dann hätte ich meinen Beitrag ja gar nicht editieren müssen :) :) :)
Danke dir
Titel: Re: aktuelle Pens - Patronenkompatibilität
Beitrag von: Alf am Februar 08, 2013, 08:08
Ich benutze den Pendiq für beide Insulinsorten und bin vollauf zufrieden. Er hat ein paar Nachteile, die für mich aber in keiner weise mit den Vorteilen konkurrieren können, denn die letzte Dosis abrufen zu können und die Dosiermöglichkeiten in Zehntelschritten sind Gold wert!
 
Allerdings ist er auch mit Abstand der größte Pen, den ich je hatte. Sieht zwar schick aus aber ist tatsächlich größer/länger als andere, weshalb ich mein "kleines Schwarzes" (Etui) für die Kneipe weiterhin mit einem Luxura mitnehme. ;)
Titel: Re: aktuelle Pens - Patronenkompatibilität
Beitrag von: Hobbit am Februar 08, 2013, 11:14
Steckst du dann deine angebrochene Humalog-Patrone in den "Ausgeh-Anzug" (Luxura)? klappt das Penwechseln problemlos? oder gönnst du dir mehrere Patronen des gleichen Insulins, die du parallel aufbrauchst?
Titel: Re: aktuelle Pens - Patronenkompatibilität
Beitrag von: Alf am Februar 08, 2013, 11:19
Am Anfang habe ich die aktuelle Patrone immer gewechselt, das geht einwandfrei. Inzwischen habe ich aber eine angebrochene Patrone im Luxura "deponiert"...
Den Basalpen brauche ich im Restaurant ja nicht, da nehme ich dann nur den Pendiq.
Titel: Re: aktuelle Pens - Patronenkompatibilität
Beitrag von: Hobbit am Februar 08, 2013, 12:08
Das heißt, der Pendiq erkennt (nach entsprechender Patronen-Justierung vermutlich), dass zB nur noch 130 Einheiten in einer "frischen" Patrone sind? Mensch, das Ding kann ja alles, ich will es heiraten :D

Liegt dein "Zweit-Pen" dann im Kühlschrank, was man ja eigentlich nicht machen soll? Wenn er einfach so rumliegt, dürfte sich die angebrochene Patrone ja recht lange im Pen befinden, was man ja eigentlich auch nicht machen sollte, da die Patrone ja binnen 30 Tagen aufgebraucht werden muss.

Weiß noch jemand was zum ClikStar bzw zum Areo2?
Titel: Re: aktuelle Pens - Patronenkompatibilität
Beitrag von: Alf am Februar 08, 2013, 12:51
Also ich habe hier noch einen dritten Pen, mit dem ich mir quasi den Pizza-Bolus aus der Pumpe simuliere. Dort habe ich Insuman Rapid drin mit ~5 Stunden Wrikdauer. Da ich dieses Insulin entsprechend selten nutze, hält die Patrone schätzungsweise ein halbes Jahr und der Pen ist immer bei den anderen dabei, also Aufbewahrung bei Zimmertemperatur. Ich hatte noch nie Probleme damit, auch nicht mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum.
 
Wenn das Insulin tatsächlich "kippen" würde und die Wirkung nicht mehr gegeben ist, merke ich es ja als erster direkt am nächsten BZ...da mache ich mich nicht verrückt...
Titel: Re: aktuelle Pens - Patronenkompatibilität
Beitrag von: Gyuri am August 29, 2013, 11:14
Ich wurde bei meiner Anmeldung hier nach meinem Pen gefragt. Da ich aber verschiedene habe, will ich hier mal kurz darüber berichten. Ich glaube, das passt schon, obwohl schon seit 120 Tagen hier Ruhe herrscht.

Zunächst mal habe ich für mein Novorapid zwei NovoPen4 und noch irgendwo mehrere NovoPen 3 rum liegen. Auch zwei (inaktive) Innovo gäbe es da noch …
Da meine Frau auch Diabetiker ist und zurzeit die gleichen Insuline verschrieben bekommt wie ich, kann ich gar nicht sagen, wem die alten Pens (die wohl keiner mehr nutzen wird) gehören.

Für das Lantus hatten wir beide mal passende Pens, mit denen wir aber beide unzufrieden waren. Ich unternahm dann verschiedene Versuche, Kompatibilitätsprobleme zu überwinden. Das sind Tricks, zu denen ich keinem raten würde, der zwei linke Hände und zehn Daumen hat. Der Versuch, Lantus in einen alten Innovo zu zwängen, endete nach Aufbrauch einer Kartusche mit brachialer Gewalt, bei der normal  die Kartusche zerstört wird und auch der Pen leidet.  :kreisch: Oder einfach gesagt: Sein lassen!
Lantus im NovoPen ging auch nicht.
Auf "dunklen Wegen" gelangte ich zu einem LillyPen Luxura. NovoRapid im Lilly kann man vergessen - geht nicht.
Aber Lantus bringt man mit etwas Geschick rein. Ein paar Einheiten gehen zwar beim Einsetzen drauf, die holt man aber leicht wieder raus wenn es ans Ende geht. Egal was die Pens so anzeigen, es bleiben normal noch 15 Einheiten in der Kartusche die man aber im Lilly raus bekommt, nur halt nicht genau. Wer also auf eine Einheit genau spritzen muss, sollte dann lieber die Finger davon lassen. Bei mir machen gelegentliche 5 Einheiten mehr oder weniger kaum was aus.
Der Zufall wollte es, dass wir einen Pflegefall bekamen bei dem auch Diabetes vorlag. Novorapid hatte sie bereits, ich besprach aber mit unserem Hausarzt, dass zur Basalversorgung der bettlegrigen und unansprechbaren Frau Lantus besser wäre und man dann vielleicht sogar ohne Bolus klar käme. "Ach, das wisst ihr doch eh besser als ich … "  ;) Sie bekam dann auch einen Lilly Luxura. Und die Strategie ging auf. So gute BZ-Werte hatte die gute Frau in ihrem ganzen Leben vor den Schlaganfällen nicht gehabt.

Bei einem Arztbesuch zwecks DMP jammerte ich, ständig mein Lantus zu vergessen und fragte nach einem Pen mit "Gedächtnis" wie es schon der Innovo hatte. Ein zum Lantus passender Pen war gerade nicht verfügbar, ich bekam aber (wieder auf dunklen Wegen) einen Lilly MEMOIR. Dieser weißt natürlich die gleichen Problemchen auf wie der Luxura, wesshalb ich den offiziell auch nicht bekommen dürfte, aber das klappt ja wie schon beschrieben. Mittlerweile habe ich den zweiten MEMOIR, weil die Batterie wohl nicht ewig hält. Vergesse ich zu spritzen, habe ich es wirklich vergessen. Damit muss ich leben. Bin ich mir aber nicht mehr sicher, kann ich nachschauen und werde auf keinen Fall doppelt spritzen. So halte ich die Erinnerungsfunktion schon für praktisch.


Zusammenfassung:
Ich verwende aktuell
einen blauen Novopen4 für Novorapid
einen weinroten HumaPen Memoir für (bitte nicht weitersagen) Lantus

Die Farben sind schon irgendwie wichtig zur Unterscheidung von anderen Pens, die so in der Wohnung rum liegen.  :zwinker:
Titel: Re: aktuelle Pens - Patronenkompatibilität
Beitrag von: Gyuri am Juni 01, 2026, 23:10
[…]
Zusammenfassung:
Ich verwende aktuell
einen blauen Novopen4 für Novorapid
[…]
Die Farben sind schon irgendwie wichtig zur Unterscheidung von anderen Pens, die so in der Wohnung rum liegen.  :zwinker:

Ja, da wurde schon ewig nichts mehr geschrieben.  :rotwerd:

Was „Kompabeatle“ betrifft: Da hat sich meines Wissens nach nichts geändert.
Soweit wir Patronen haben, gibt es nach wie vor zwei verschiedene Gruppen
… und für mich gab es all die Jahre nur zwei verschiedene Pens:

Warum ich jetzt hier schreibe?
Meine beiden TactiPen sind in die Jahre gekommen …gehen aber noch. Da ich nur einen Pen pro Quartal (?) verschrieben bekomme, wäre es aber Zeit, rechtzeitig für Ersatz zu sorgen.

Bei den gängigen Internetbezugsquellen suchte ich gestern … aber ohne Erfolg.  :kreisch:
Den „normalen“ TactiPen gibt es nicht mehr.
Was es nach wie vor noch gibt: Lantus in Patronen, die in Sanofi-Pens passen. Oder  :kratz:

In der Diabetes-Praxis wusste man:
Sanofi bietet nun einen sehr ähnlichen Pen mit dem Namen: ALLSTAR Pro

…er hat eine nicht so zylindrische Form wie der TactiPen, weswegen ich den neuen Pen nicht mehr mit einer Vinyl-Folie zwecks „persönlicher Note  :coolman: “  versehen kann.
Um so mehr brauche ich wieder (wie damals) eine Pen-Farbe zur Unterscheidung.
Den ALLSTAR gibt es in Silber oder Blau … für mich also Blau.

Irgendwie schade! Vor gar nicht all zu langer Zeit, verkleidete ich den TactiPen für mein Lantus mit einem Lantus-Aufdruck und der andere (für Mounjaro) bekam eine reflektierende Silber-Metallic-Folie verpasst.

(https://up.picr.de/50955782wh.jpg)

von links:
Tactipen (reflektierend/silbern) Sägt man die Patrone aus dem Mounjaro-Pen raus, ist sie identisch mit der Lantus-Patrone, wie ich sie in meinem anderen TactiPen verspritze.
Beiden TactiPen fehlt inzwischen die Klammer. sie sind beide über 10 Jahre alt ( :rotwerd: ) und der Kunststoff schon versprödet.
Weil mein NovoPen 6 (wie auch mein übriges Equipment) in Glitzer-Türkis gehalten ist,
Wird mein. ALLSTAR Pro (den ich nicht bekleben kann) blau werden.


Hier ein Ausschnitt einer größeren Liste von Diaexpert:

(größer durch CLICK) (https://thumbs.picr.de/50956028rl.jpg) (https://show.picr.de/50956028rl.jpg.html)

… und ein Internet-Sanofi-Bild der beiden Hübschen.

(https://up.picr.de/50956066zg.jpg)
Titel: Re: aktuelle Pens - Patronenkompatibilität
Beitrag von: Joerg Moeller am Juni 02, 2026, 10:33
...ALLSTAR Pro (den ich nicht bekleben kann)

Warum sollte man den nicht bekleben können?
Vielleicht bekommt man dafür keine zugeschnittenen Aufkleber, aber wenn es nur darum geht, dass man anhand des Aufklebers zwischen Basal und Bolus unterscheiden kann, könntest Du alles Mögliche dafür verwenden.

Viele Grüße
Jörg
Titel: Re: aktuelle Pens - Patronenkompatibilität
Beitrag von: Oggy am Juni 02, 2026, 11:45
Warum sollte man den nicht bekleben können?
.... ich denke, weil man nicht optisch korrekt um die Ziggarenform herumkleben kann....
Optisch finde ich die Pens schwer gelungen :super:
Titel: Re: aktuelle Pens - Patronenkompatibilität
Beitrag von: Gyuri am Juni 02, 2026, 14:44
Warum sollte man den nicht bekleben können?
.... ich denke, weil man nicht optisch korrekt um die Ziggarenform herumkleben kann....
Optisch finde ich die Pens schwer gelungen :super:
Genau das ist der Grund.
Theoretisch kann man auch „Kugelformen“ bekleben. Meine türkise, aber auch die pinke Glitzer-Folie wird zum Bekleben von Autos verwendet. Dabei hilft u.a. ein Föhn und beherztes Ziehen und Glattstreichen über größere Bereiche der Karosserie.

Diese Technik klappt aber bei so einem kleinen Pen nicht.
Hierbei muss man die Abwicklung VORHER maßgenau ausschneiden und genau Stoß auf Stoß kleben.

Je dicker die Folie ist und je enger die Radien, desto schwieriger wird das mit dem Stoß.
Über eine Kugelform geht selbst mit sehr dünnen/flexiblen Folien praktisch garnix.

Für das Tresiba [200] meiner Frau konnte ich die Kappe (die man ja nicht mit dem Einwegpen wegwerfen muss) nur „teilbekleben“ und das nur mit einer sehr dünnen Folie (mindere Qualität)
(https://up.picr.de/50957305uu.jpg)
Am Pen habe ich nur eine schmale Banderole geklebt und das Sichtfenster  :zwinker: frei gelassen.

Jetzt könnte man den Sinn einer Beklebung eines Einwegpens mit Recht in Frage stellen.
Aber so hat die Frau auch ihr gesamtes Equipment in Glitzerpink.  :freunde2:

Obwohl…

Man könnte die Patrone auch aus dem Pen heraussägen und si dann in einen kompatiblen Pen stecken … falls man einen übrig hätte.

Soviel ich weiß, gibt es zwar Tresiba-Patronen, aber nicht mit Tresiba [200]  :gruebeln:

Aufgepasst!
Dann stimmt aber die Anzeige der Einheiten nicht mehr.  :kreisch:
Schwierig, wenn jemand beim Umrechnen Fehler macht!
Titel: Re: aktuelle Pens - Patronenkompatibilität
Beitrag von: Gyuri am Juni 03, 2026, 23:52
Aus aktuellem Anlass …
… ein aktueller Pen von SANOFI jetzt in meinen Händen

(https://up.picr.de/50961759ln.jpg)

hier ein erster Vergleich on oben nach unten
Die wichtigsten Neuerungen des AllStar Pro gegenüber dem alten FactiPen:
Den Alten gab es (zu meiner Zeit) nur in schwarz oder silber, der Neue ist metallic blau oder metallic silber. Das Blau kommt an meine Wunschfarbe meines beklebten Novopen 6 sehr nahe. So muss ich ihn nicht überkleben.  :super:
Eine Grobabschätzung des restlichen Inhalt der Patrone ist, dank der Insulinskala auf der glasklaren Patronenhülse, jetzt viel besser zu beurteilen.  :super:
Für mich und mein Lantus nicht so wichtig: Pro Injektion kann man jetzt bis zu 80 Einheiten vorwählen. Da ich z.Zt. nur 12 Einheiten täglich spritze werde ich das nicht nutzen.
Die gewaltig groß gestaltete Anleitung (70x34cm  :kreisch: ) ist einerseits für recht ungeübte Nutzer gestrickt. Quasi „idiotensicher“  :hilfe: 
In meinen 28 Jahren Insulinpraxis hat sich seit meinen Schulungen kaum etwas von Bedeutung geändert. … „zählen Sie langsam bis 10“ wurde zeitweise mit 10 Sekunden interpretiert … bis ich dann mal einen Pen hatte, bei dem der Pen mitzählte und schon nach 6 Sekunden die Fertigmeldung anzeigte.
Seit ich andere Pens in Gebrauch habe, zähle ich (singend) zwar von 21 bis 30 in einem Lied, das in 6 Sekunden gezählt ist.  :pfeif:
„Oanazwanzg zwoazwanzg drei vier fünf sechsazwanzg
simnazwanzg achtazwansg neinazwanzg dreißg“

Ein anderer Punkt, über den auch hier im Forum schon einmal … „angeregt diskutiert“ wurde,
erscheint mir so wichtig zu sein, dass ich ihn hier wörtlich zitieren will:

Zitat
Falls die Ihnen verschriebene vollständige Dosis nicht mehr eigestellt werden kann:
- können Sie entweder die noch fehlenden Einheiten mit einer neuen Insulinpatrone verabreichen

oder

- für die gesamte Dosis eine neue Insulinpatrone verwenden.

So habe ich das schon 1998 gelernt. Noch niemals wurde ich irgendwo gewarnt, dass ein „fraktioniertes Spritzen“ irgend welche NEGATIVEN Wirkungen hätte … nur hier im Forum wurde uns geraten die restlichen Einheiten lieber wegzuwerfen. :kreisch:

Sicher - bei einem sehr kleinen Rest könnte man sich das wiederholte Zustechen ersparen,
wenn aber meine Frau mal … 50 Einheiten spritzen müsste, aber „nur noch“ z.B. 45 Einheiten in der alten Patron hätte, soll sie auf diese 45 Einheiten verzichten müssen und ihre 50 Einheiten mit der neuen Patrone spritzen sollen?  :patsch:

Und noch etwas seltsames fand ich in der Anleitung wieder :kreisch:
was ich bei all meinen Pens zwar gelesen hatte, aber einfach ignorierte.  8)
… hat eine Verwendungsdauer von 3 Jahren nach erstmaliger Inbetriebnahme oder bis zum Verfalldatum, je nachdem, was früher eintritt.
Das habe ich noch nie beachtet.  :baeh: Und ich lebe immer noch. Als jemand aus einem technischen Beruf glaube ich sehr gut selbst beurteilen zu können, wenn ein Pen nicht mehr zu verwenden sein soll.  :poeh:

Mein guter alter Taktipen ist sicher schon viel älter als 3 Jahre … in seiner aktuellen Patrone sind geschätzt noch 175 Einheiten Lantus die mindestens noch 14 Tage/Nächte reichen.
OK dann wird der AllStar Pro eingeweiht.  :prost:
Den Tactipen werde ich aber frühestens entsorgen, wenn ich wieder einen Pen zur Reserve erhalte.
Ich werde aber meinen noch älteren TactiPen entsorgen, in dem ich Mounjaro verspritzte. Dessen Patrone wurde zufällig heute leer … und die nächste Patrone werde ich erst in ca. 2 oder 3 Wochen aus dem Einwegpen aussägen.  :wech:
Titel: Re: aktuelle Pens - Patronenkompatibilität
Beitrag von: Kladie am Juni 04, 2026, 12:42
Hallo,

Bei meiner letzten erzwungenen Insulinumstellung habe ich auch gleich meine Pens gewechselt, da sie in die Jahre gekommen waren und teils nur noch schlecht funktionierten.

Nun bestelle ich nur noch Fertigpens! Damit entfallen für mich die obigen Diskussionen. Die zusätzlichen Kosten sind vernachlässigbar und ich habe nur noch "neue" Pens im Einsatz. Die sind zwar nicht individuell (farblich und designmäßig) aber Probleme mit der Alterung sind obsolete.
Titel: Re: aktuelle Pens - Patronenkompatibilität
Beitrag von: Gyuri am Juni 04, 2026, 16:39

Nun bestelle ich nur noch Fertigpens! …
Mit der Einstellung stehst du scheinbar nicht allein da.  :gruebeln:
Als ich in der Apotheke nach dem AllStar Pro fragte, meinte die PTA auch, dass die meisten viele Kunden Einwegpens verschieben bekommen.

Mir wurde in meiner ersten Schulung 1997 noch gesagt, um das passende Insulin auszuprobieren, ist es sinnvoll möglichst Einwegpens zu verwenden um nicht an Kompatibilitäts-Grenzen zu stoßen.
Wenn aber das passende Insulin ausgemacht ist, soll man darauf achten (falls der Arzt nichts macht) einen vernünftigen Pen zu erhalten und die Patronen „lose“ dazu. Auch damals schon (!) sprach die Schulungsleiterin von Abfallentsorgung, die man so durchaus verringern kann. Auch seien die Kosten etwas niedriger.

Anfang der 2000er kamen dann die ersten Pens mit Anzeige der zuletzt gespritzten Einheiten und der Spritzzeit der letzten Injejektion auf. Ich hatte sogar einen Pen, bei dem man die letzten … 10? … Injektionen abrufen konnte und auch eine „Stopuhr“ um die 6 Sekunden Verweilzeit sicherzustellen.
Solche Pens benötigen eine Batterie, der DAMALS entscheidende Grund, den Pen alle paar Jahre zu wechseln. Mein Vater war damit überhaupt nicht einverstanden und spritzte dann auf mein Anraten auch mit dem Taktipen … viele Jahre lang.
Mein Diabetologe sah das „häufige Wechseln“ gelassen. So ein Pen unterliegt auch der Abnutzung und es schade nichts, ihn hin und wieder zu erneuern, egal ob mit oder ohne Batterie.  8)  :zwinker:

Die ganze „Penerei“ gipfelte zuletzt mit dem Novopen 6 der alle relevanten Injektionsdaten (der letzten Zeit) an die Dexcom-App auf dem Handy überträgt.
Ich, für mich, kann nach einigen Versuchen sagen: Das ist mir zu umständlich, manchmal kompliziert und ich tippe meine Werte auf jeden Fall schneller von Hand ins Handy ein.  :baeh:
Dennoch wird bei uns feste ein Novo 6 vom Handy gescannt. Meine Frau hat bei der händischen Eingabe ihrer Daten, so viele Fehler gemacht, dass Dexcom (und zuvor auch FreeStyle) mit den Eingabedaten überhaupt nichts rechnen konnte.  :nein:
Nun gut, viele Anwender geben (zum Leidwesen mancher Ärzte) überhaupt nichts ein und man hat dann nur die nackten Zuckerwerte mit Zeiten protokolliert.  :banane:
So kann man die großen Errungenschaften von CGM überhaupt nicht vernünftig nutzen.  :balla:
Wenngleich meine Frau keine Gramm KH eintippt, so bekommen wir aber zur Verlaufskurve auch die genauen Fiasp-Injektionen graphisch dargestellt. Würde sie ihre „geschätzten“ KE falsch eingeben, würde das der Übersicht nichts nutzen.
So stände unsere Diabetologin OHNE den NovoPen6 (statt eines Einwegpens) meiner Frau voll im Wald.
Nein, mit Einwegpen ist nichts besser.
Na ja, wer eine Patrone nicht tauschen kann/will …  und wer sich nicht um eine aussagekräftige Aufzeichnug kümmert … soll sich mit Einwegpens begnügen. :wech:
Da fehlt dann nur ein Pen mit automatischem Nadelwechsel.
Vielleicht ist ein Einwegpen auch für ältere Patienten sinnvoll, die sich nicht (mehr) selbst spritzen?  :gruebeln:
 :patsch: Oh je - wenns erst mal so weit kommt …
Titel: Re: aktuelle Pens - Patronenkompatibilität
Beitrag von: Gyuri am Juni 07, 2026, 01:41
Jetzt konnte ich es doch nicht erwarten bis meine Lantus-Patrone aufgebraucht ist.  :rotwerd:

Ich habe sie einfach dem TactiPen entnommen und in den AllStar Pro eingesetzt.
(und natürlich frei gespritzt)

btw1: Das Tresiba [200] meiner Frau gibt es ja leider nur im „FlexTouch“ ( = Einweg-Pen)
Ich habe mir aber die Arbeit gemacht und (vorerst  ;D ) nur eine leere Patrone ausgesägt.
Dabei hätte ich es wissen können, dass diese Pens / Patronen auch von Novo Nordisk sind und darum weitestgehend kompatibel. Einziger entscheidender Unterschied z.B. zur Fiasp-Patrone:
Bei Fiasp ist eine Gewindekappe Drauf die, wenn in einen Pen eingebaut, die Nadeln aufnimmt.
Beim FlexTouch ist das Gewinde für die Nadel Teil der (fest verbundenen) Pen-Hülse.

Jetzt mal nur hypothetisch!  :wech:
Wenn man die gebrauchten Gewindekappen (bei Fiasp orange) abzieht und auf eine ausgesägte Tresiba [200] Patrone steckt, ist diese dann maßlich ABSOLUT identisch mit einert Fiasp-Patrone.
Ich habe da alle relevanten Maße mit einem Messschieber und einer Bügelmessschraube verglichen.  :respekt:
Dann könnte man auch mit einem NovoPen Tresiba[200] verspritzen.

btw2:
„Normales“ Tresiba gibt es meines Wissens nach auch in Patronen!?
Kann das Tresiba dann auch mit einem NovoPen verspritzt werden?  :kratz:
Beim Tresiba [200] hat man halt das Problem, dass da eine Raste = 2 I.E. entspricht.
Es ist doppelt so stark konzentriert.
Man müsste dann im NovoPen die halbe Ration einstellen um die gleich Menge wie mit dem FlexTouch zu spritzen.

So etwas würde man aber einem Diabetiker niemals zumuten/zutrauen.  :unschuldig: