Diabetesinfo-Forum
Diabetesfragen => Diabetes-Technik => Thema gestartet von: non nomen am Dezember 10, 2011, 09:40
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Als Diabetiker bin ich Neuling. Als mir mein Internist die Diagnose eröffnete, hat mich das aber nicht in eine Krise gestürzt, ich bin frohen Mutes dabei und mittlerweile haben meine Werte einen Bereich erreicht, mit dem Internist und meinereiner äußerst zufrieden sind –wie er sich ausdrückte „besser als bei manchem Nichtdiabetiker“. Bei der ganzen medikamentösen Einstellerei gab es jedoch erhebliche Probleme, was die Messungen betrafen. Ich hatte ein Bayer Contour erhalten und nahm damit fröhlich meine Werte. Diese wichen jedoch von einem AkkuCheck, welches in der Praxis benutzt wird, ganz erheblich ab, so etwa um 20-30%. Nun habe ich derzeit selber das Problem, dass ich rasante Abweichungen zwischen zwei Geräten hatte und habe: dem Bayer Contour und dem DiaCheck. Hier habe ich in einer kleinen Meßreihe, stets aus demselben Blut und zu gleicher Zeit Werte ermittelt, welche im Mittel 30% auseinanderliegen.
Wer hat, und wenn ja mit welchen Geräten, ähnliche Erfahrungen?
Die Unterschiede ergeben sich -jedoch nur teilweise- aus der Plasma- bzw. Vollblutreferenzierung, hier sind Größenordnungen von etwa 11% bis max. 15% in der Literatur anerkannt. Ich habe mich daraufhin als internetaffiner Mensch, einmal schlau gemacht und bin auf die Studie von Freckmann/Baumstark gestoßen, Titel „System Accuracy Evaluation of 27 Blood Glucose Monitoring Systems According to DIN EN ISO 15197“. Kurzfassung: Von den untersuchten Geräten halten 40% die schon sehr laschen DIN-Vorschriften nicht ein. Das hat mich doch sehr verwundert, insbesondere ob der darauf erfolgten Reaktionen. Es gab nämlich keine. Die Industrie verramscht nach wie vor ihren erbärmlich unpräzisen Murks, obwohl, auch darauf wurde in der Studie hingewiesen, Therapieentscheidungen von der Aussage dieser Geräte abhängig gemacht werden! Jeder Grünhöker, dessen Kartoffelwaage abweicht, bekommt vom Eichamt einen heftigen Klaps auf die Kalotte, hier, wo Millionen Diabetiker betroffen sind, geschieht offensichtlich nichts. Wissen das die Diabetiker nicht oder interessiert es nur nicht?
Ich jedoch möchte das nicht hinnehmen. Wem geht es ähnlich?
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Ich geb dir recht, es ist schon ein wenig störend, dass man sich nicht absolut auf die Messwerte verlassen kann.
Für mich persönlich ists aber nicht so schlimm. Ich nutze nur ein Messgerät, hab also den Vergleich nur zweimal im Jahr, wenn ich beim Arzt gepiekst werd. Dann ist der Wert immer plusminus in dem Bereich, den ich daheim gemessen hab. Und meine Messungen korrespondieren mit dem HbA1c. Insofern glaube ich, dass mein Accu-Chek Mobile nicht so daneben liegt.
Aber natürlich stimm ich dir zu. Für derart teure Messinstrumente (ich bezieh die Teststreifen auch ein) dürfte man wohl schon etwas mehr Genauigkeit erwarten. Wenn die 40% stimmen (und warum sollten sie nicht), dann ist das schon erschreckend.
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Ich geb dir recht, es ist schon ein wenig störend, dass man sich nicht absolut auf die Messwerte verlassen kann.
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Aber natürlich stimm ich dir zu. Für derart teure Messinstrumente (ich bezieh die Teststreifen auch ein) dürfte man wohl schon etwas mehr Genauigkeit erwarten. Wenn die 40% stimmen (und warum sollten sie nicht), dann ist das schon erschreckend.
Danke für die Antwort! Der HbA1c nützt natürlich nichts, wenn sich ein Diabetiker entscheiden muss, ob er bspw. Insulin nachspritzt. Wenn hier, bei einem tatsächlichen BZ-Wert von 150 ein Messwert von 200 angezeigt wird, könnte das dazu führen, dass sich der Gute in die Hypoglykämie spritzt. Könnte. Und darum bin ich recht erbost über die mangelnde Prätision dieser Teile. Da kann ich ja gleich den Teststreifen ins Handy frickeln und schauen, wass für Zahlen angezeigt werden....
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Natürlich wissen die Diabetiker (zumindest die Meisten), dass die Messwerte der Heimgeräte von den Laborergebnissen abweichen! :ja: (Zulässige Messtoleranz für die Heimmessgeräte ist +/- 15%!!!) :daumenrunter: Da es aber keine Alternative dazu gibt, muß man das wohl hinnehmen! :knatschig: Vor 20 Jahren hatten wir noch ungenauere Messmethoden und davor überhaupt keine Messgeräte! ???
Man sollte jedenfalls nicht mit 2 verschiedenen Geräten messen, denn das ergibt ja zusätzliche Ungenauigkeiten! :staun:
Ja und Hypos gehören zum Diabetikeralltag ebenso wie Außreisser nach oben! Die entstehen entweder durch eine falsche Insulindosis (als Folge einer ungenauen Messung) oder durch eine Fehleinschätzung des Essens! ::)
Seinen Diabetes ztu beherrschen ist also mehr als nur das Ablesen eines Messgerätes! :patsch:
lg
Ludwig
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>>Natürlich wissen die Diabetiker (zumindest die Meisten), dass die Messwerte der Heimgeräte von den Laborergebnissen abweichen! (Zulässige Messtoleranz für die Heimmessgeräte ist +/- 15%!!!) Da es aber keine Alternative dazu gibt, muß man das wohl hinnehmen!
DAS sehe ich nun ganz anders. Da wird ein Industrieplunder ohne Gleichen unter das Diabetikervolk verteilt und DAS nehmen die hin, obwohl es technisch nun kein Problem wäre, die Geräte so zu bauen und mit einer Messtoleranz auszustatten, wie die American Diabetes Association es fordert.
Vor 20 Jahren hatten wir noch ungenauere Messmethoden und davor überhaupt keine Messgeräte!
Richtig. Vor 100 Jahren war auch noch Franz Josef der Kaiser. Also Händchen falten und das Köpfchen senken und auch noch dankbar sein, dass wir verklapst werden mit schlechter Technik?
Man sollte jedenfalls nicht mit 2 verschiedenen Geräten messen, denn das ergibt ja zusätzliche Ungenauigkeiten! Das war gar nicht der Punkt.
Ja und Hypos gehören zum Diabetikeralltag ebenso wie Außreisser nach oben! Die entstehen entweder durch eine falsche Insulindosis (als Folge einer ungenauen Messung) oder durch eine Fehleinschätzung des Essens!
Und eben diese Hypoglykämien wären, was die Messtechnik angeht, vollständig vermeidbar. Und gegen diese ja wohl teilweise lebensgefährliche, weil unpräzise Meßtechnik nebst der Gleichgültigkeit der Industrie und offensichtlich auch der betroffenen Patienten, richtet sich mein Beitrag<<
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Da wird ein Industrieplunder ohne Gleichen unter das Diabetikervolk verteilt und DAS nehmen die hin, obwohl es technisch nun kein Problem wäre, die Geräte so zu bauen und mit einer Messtoleranz auszustatten, wie die American Diabetes Association es fordert.
Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld... :moser:
Die erste Frage wäre: warum nutzt du 2 Messgeräte? Da die Messgeräte +/- 15% haben dürfen und können, ist die Differenz zwischen den Geräten erklärt! Die nächste Frage wäre: warum hast du ein oder beide Geräte nicht mal mit den Messungen bei deinem Laborbesuchen verglichen? Dann wüsstest du nämlich, welches Gerät, welche Abweichung hat und würdest dir relativ genaue Werte "errechnen" können. Da die Messgeräte bestenfalls nur kalibriert sind, haben sie gegebenermassen die bekannte Abweichung, sind aber keinesfalls "schlecht", da der Fehler immer der gleiche ist! Komischerweise moserst du doch auch nicht über die Ungenauigkeit der Autotachometer (nicht umsonst differenziert die Polizei 7% Abweichung). Nicht zu vergessen: Ich möchte nicht mit einem Messgerät rumziehen müssen, für das ich einen extra Rucksack bräuchte (die genaueren Laborgeräte sind nämlich nicht aus Langeweile entsprechend grösser.)
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Mein erstes BZ-Schätzeisen war von Bayer. Fragt mich aber nicht, welches Modell.
Auch da habe ich bald feststellen müssen, daß dieses Teil nicht mal zum Schätzen gut ist ... :kotz:
Ich hatte dann noch zwei weitere von anderen Firmen. Umgestiegen bin ich aber nur wegen der Baugröße, nicht wegen der Ungenauigkeit.
Derzeit (bzw. seit längerem) verwende ich zwei Freestyle-Mini und bin damit sehr zufrieden. Viermal im Jahr habe ich die Möglichkeit, mit dem Labor vergleichen zu können und weiß daher, daß ich bis auf 2-3% "in der Spur" liege. Damit kann ich leben ;D
Schönes Wochenende noch :ja:
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Ich nutze seid jahren one Touch Ultra von Lifescan .Bis jetzt war es so das meine messwerte dem des labor´s meines doc´s ziehmlich genau war.hatte da mal ein vergleichstest(muss ich mal wieder machen :gruebeln:) der war nur grade mal 2 % undrschied .
Denk mal das das von gerät zu gerät verschieden ist .Mein Diab. führt ksotenlsoe vergelischstest mit den geräten durch um genau diese abweichungen endgegen zu steuern .D.h. wenn das gerät getestet ist der diab.ja weis wie das gerät reagiert kann er das ganze dan auch besser einschätzen.Bei zu großer abweichung .Sollte das ate gegen ein anderes ausgetauscht werden.Bevor ich mir eins in der apo kaufe gehe ich erst zu mein doc und lass das vorher testen :ja:
Finds aber schon echt komisch das die solche abweichugnen haben *grübel würd mich mal interessieren warum das so ist.
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Finds aber schon echt komisch das die solche abweichugnen haben *grübel würd mich mal interessieren warum das so ist.
Das ist normal. Messgeräte für die Heimmessung dürfen lt. Gesetzgeber 15-20% Abweichungen vom Laborwert haben. (15% bei den niedrigeren Messwerten, 20% bei den höheren). Das sind also eher Schätzeisen. Und vergleicht man zwei Schätzeisen können die Diiferenzen auch bis zu 40% ausmachen (A misst 20% zu hoch, B misst 20% zu niedrig)
Wenn ich wissen will wie genau ein Einäugiger die Entfernung zum nächsten Baum abschätzen kann bringt es mich nicht wesentlich weiter, einen anderen Einäugigen zu fragen. Besser wäre, da selber mal mit einem genormten Massband nachzumessen :zwinker:
Und warum dürfen die solche Abweichungen haben?
Na weil es ausreicht!
Vom gespritzten Insulin wirken nie 100% der gespritzten Dosis, von den BE nie 100% der gegessenen KH. Davon abgesehen macht keiner eine chemische Analyse seiner Brötchen um sicherzustellen, daß sie wirklich die 24 g KH enthalten, die man geschätzt hat. Trotzdem gibt es Diabetiker, die mit diesen Methoden hervorragende Einstellungen erzielen (siehe unseren 5er Club :zwinker: )
Viele Grüße,
Jörg
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Und eben diese Hypoglykämien wären, was die Messtechnik angeht, vollständig vermeidbar. Und gegen diese ja wohl teilweise lebensgefährliche, weil unpräzise Meßtechnik nebst der Gleichgültigkeit der Industrie und offensichtlich auch der betroffenen Patienten, richtet sich mein Beitrag<<
Zu der Vermeidung der Hypoglykämien gehört nicht nur der BZ :zwinker:
Mit längerer Diabetesdauer denke ich bekommt man genügend Erfahrung und
hat eine Ahnung wann der BZ sinkt.
Technik kann auchmal versagen und da nutzt kein Messgerät das super genau misst.
Ob der Wert passt muss man mit oder ohne noch genaueren Messgerät abschätzen können.
Was machts Du, wenn Du das Messgerät vergessen hast, Dir die Hände nicht waschen kannst und da ggf. Zucker/Stärke an den Händen dran ist usw..
Kosten/Nutzen ist ebenso wichtig und die Kosten steigen mit der Genauigkeit.
Ich kann mich noch an den Haemo Glukotest erinnern,
da gab es nur eine grobe Farbskala.
Viele Grüße
Markus
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Zu der Vermeidung der Hypoglykämien gehört nicht nur der BZ :zwinker:
Doch, ausschließlich sogar. Das sagt ja schon der Wortteil '-ämie'.
Ich denke hier ist es wichtig mal zwischen Hypoglykämie und Unterzuckerung zu unterscheiden. Man kann auch bei einer Normoglykämie unterzuckert sein und andererseits auch bei einer Hypoglykämie keine Unterzuckerungszeichen haben. Die paar Liter Flüssigkeit im Blut sind halt nur eine Kleinigkeit verglichen mit der Gesamtflüssigkeit des Körpers.
Viele Grüße,
Jörg
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Die paar Liter Flüssigkeit im Blut sind halt nur eine Kleinigkeit verglichen mit der Gesamtflüssigkeit des Körpers.
Genau das meinte ich, bis das Zwischenzellwasser, Blut usw. ausgeglichen ist,
kann es dauern. Da sind dann so Dinge wie habe ich mich körperliche angestrengt usw.
mit einzubeziehen.
Der BZ ist nicht immer das was die Zelle zur Verfügung hat...
Viele Grüße
Markus
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Der BZ ist nicht immer das was die Zelle zur Verfügung hat...
Ganz genau!
Und jeder der das weiß wird sich auch nicht wundern, warum er trotz eines BZ von 85 Hyposymptome haben kann.
Viele Grüße,
Jörg
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Und eben diese Hypoglykämien wären, was die Messtechnik angeht, vollständig vermeidbar.
Es gibt anscheinend doch recht viele Nichtdiabetiker die auch Unterzucker und Hypo-Symptome haben und die gänzlich ohne Schätzeisen hinkommen müssen ja zum großen Teil noch nicht mal einen blassen Schimmer haben woher die Probleme kommen.
Ich bin froh das es die derzeitigen Geräte gibt und das die Teststreifen wenn auch teuer doch noch bezahlbar sind, denn weder für Paula noch für mich bezahlt das irgendeine Kasse.
Grüße
Kerstin
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Es gibt anscheinend doch recht viele Nichtdiabetiker die auch Unterzucker und Hypo-Symptome haben und die gänzlich ohne Schätzeisen hinkommen müssen...
Bei denen funktioniert aber auch i.d.R. die körpereigene Regulation, d.h. die Insulinsekretion wird gestoppt wenn der BZ in den Keller geht. Beim insulinspritzenden Diabetiker ist das anders. Einmal gespritzt wirkt das Insulin auch, egal wie niedrig der BZ schon sein mag.
Viele Grüße,
Jörg
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Einmal gespritzt wirkt das Insulin auch, egal wie niedrig der BZ schon sein mag.
Jau, drin is drin :duck:
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Jetzt hab ich da einiges gelesen zur Präzision der 'Personal'-BZ Messgeräte. Hab ich alles ebenfalls erlebt und am Anfang bin ich da auch in Panik verfallen, wenn drei Messgeräte aus dem gleichen Blutstropfen zwischen 110 und 200 angezeigt haben (Alles sogenannte Markengeräte und nicht vom Diskonter :zunge2:)
Gibt aber noch eine absolute Steigerungsstufe: HbA1c gemessen in einem freien Labor und im Spital -> im Labor 8,4 und im Spital 7,5! Und das sind zwei sogenannte Hochpräzisionsgeräte - da gackern doch die Hühner :patsch:
Also nicht Unsicher machen lassen, diese kleine Messkästchen sind Trend- und keine Wertanzeiger!
lG aus Wien
Herbie
P.S.: Hab jetzt mit einem Enlite Sensor noch einen weiteren Wert zum Aussuchen :prost:
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Gibt aber noch eine absolute Steigerungsstufe: HbA1c gemessen in einem freien Labor und im Spital -> im Labor 8,4 und im Spital 7,5! Und das sind zwei sogenannte Hochpräzisionsgeräte - da gackern doch die Hühner :patsch:
Und die hatten beide den gleichen Referenzbereich? Ohne den zu kennen kann man die Werte nicht vergleichen...
Viele Grüße,
Jörg
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Hi Jörg,
schön, wieder mal was von Dir zu hören. Also wenn Du unter Referenzbereich den 'Normbereich' verstehst, der am Befund mitgedruckt wird (4.0 - 6.3 im Labor), dann haben Sie den gleichen Bereich. Es gibt allerdings auch ein paar total verschiedene Arten, diesen Wert zu bestimmen. Und da liegen möglicherweise auch die Differenzen.....
lG aus Wien
Herbie
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Nee, das glaub ich nicht. Wenn beide den gleichen Ref.Bereich haben werden sie auch nach der gleichen Methode bestimmt haben (daraus ergibt sich nämlich der Ref.Bereich)
Viele Grüße,
Jörg
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Nee, das glaub ich nicht. Wenn beide den gleichen Ref.Bereich haben werden sie auch nach der gleichen Methode bestimmt haben (daraus ergibt sich nämlich der Ref.Bereich)
Viele Grüße,
Jörg
ich bin mir nicht sicher aber ist der Referenzbereich nicht der Bereich in dem die Werte von Gesunden liegen bei der Messmethode?
Auch glaube ich mich daran zu erinnern das ich für den HbA1c auch ein Messunsicherheit von +-1 für den Einzelwert gelesen habe. Das ist allerdings schon etwas her.
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ich bin mir nicht sicher aber ist der Referenzbereich nicht der Bereich in dem die Werte von Gesunden liegen bei der Messmethode?
Ja. :zwinker:
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ich bin mir nicht sicher aber ist der Referenzbereich nicht der Bereich in dem die Werte von Gesunden liegen bei der Messmethode?
Ja. :zwinker:
dann spielt das aber keine Rolle ob das Verfahren A oder Verfahren B ist. Interessant wäre es dann für den Einzelmesswert X die Angabe X +-x beim Referenzbereich A - B zu bekommen. Wobei A und B ja dann wohl auch ein x haben. Also eigentlich A+-a, B+-b und dabei X+-x wäre dann für mich eine korrekte Angabe.
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Stell dir vor du gehst Steine kaufen. Verkäüfer A sagt 'Von unseren Steinen können sie 2-3 tragen' und Verkäufer B sagt 'von unseren Steinen können sie 4-6 tragen'.
Könnte das daran liegen, daß die von A doppelt so groß sind? :zwinker:
Viele Grüße,
Jörg
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Hallo Herbie, etwas ganz ähnliches ist mir gestern passiert. Nachdem jetzt etwa 10 Wochen ins Land gegangen waren nach der HbA1c-Bestimmung wurde das Spiel wiederholt. Blutabnahme Montag, Laborwert kam am Dienstag. Und er war so, dass er völlig von den rechnerischen Varianten, die ich auf Grund meiner Aufzeichnungen gefertigt hatte, abwich. Gemeinsam mit dem Internisten wurde beschlossen, die Messung zu wiederholen. Ergebnis war heute da. Ergebnis (gleiches Labor!) wich vom ersten um 8% nach oben ab. Soviel also zur Präzision von Laborwerten. Wer mit solchen Abweichungen beispielsweise Geschwindigkeitsmessungen durchführen würde, bekommt seine Protokolle um die Ohren gehauen dass es nur so klatscht.
Zu den Werten selber (wen es interessiert) erster Wert 5,1, zweiter 5,5. Wir haben uns dann auf den rechnerischen Mittelwert geeinigt. Das ist übrigens das Ergebnis von 3*1000 Metformin und Glimepirid 2mg/-/1mg am Tag, nebst Ernährungsänderungen und 30min Heimtrainer am Tag...
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Finds aber schon echt komisch das die solche abweichugnen haben *grübel würd mich mal interessieren warum das so ist.
Das ist normal. Messgeräte für die Heimmessung dürfen lt. Gesetzgeber 15-20% Abweichungen vom Laborwert haben. (15% bei den niedrigeren Messwerten, 20% bei den höheren). Das sind also eher Schätzeisen. Und vergleicht man zwei Schätzeisen können die Diiferenzen auch bis zu 40% ausmachen (A misst 20% zu hoch, B misst 20% zu niedrig)
Wenn ich wissen will wie genau ein Einäugiger die Entfernung zum nächsten Baum abschätzen kann bringt es mich nicht wesentlich weiter, einen anderen Einäugigen zu fragen. Besser wäre, da selber mal mit einem genormten Massband nachzumessen :zwinker:
Und warum dürfen die solche Abweichungen haben?
Na weil es ausreicht!
Vom gespritzten Insulin wirken nie 100% der gespritzten Dosis, von den BE nie 100% der gegessenen KH. Davon abgesehen macht keiner eine chemische Analyse seiner Brötchen um sicherzustellen, daß sie wirklich die 24 g KH enthalten, die man geschätzt hat. Trotzdem gibt es Diabetiker, die mit diesen Methoden hervorragende Einstellungen erzielen (siehe unseren 5er Club :zwinker: )
Viele Grüße,
Jörg
gibts dazu eigentlich eine weiterverbreitbare quelle? solche diskussionen führe ich andauernd mit panischen leuten vonwegen "ich hab 2x gemessen und es kamen verschiedene werte raus" und mir glaubt niemand, dass das immer so ist.
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gibts dazu eigentlich eine weiterverbreitbare quelle?
Mir ist keine bekannt. Das ergibt sich einfach, wenn man genug Wissen über Physiologie, Biochemie und Praxiserfahrung hat. (Klingt arrogant, ist aber nicht so gemeint).
Ich les solche Diskussionen auch des öfteren. Ich sag dann was dazu und wenn mn mir nicht glauben will ist mir das auch egal :zwinker:
Viele Grüße,
Jörg
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Ich glaube auch nicht, dass man mit halbwegs vertretbarem Aufwand eine größere genauigkeit erreichen könnte, wenn man bedenkt, wie eine Glucosemessung technisch funktioniert. Es erfolgt ja eine Rückrechnung auf den BZ Wert durch Messung der Stromstärke, die durch das Blut geleitet wird.
Und berücksichtigt man dann noch die übrigen Unwägbarkeiten, wie winzige Verunreinigungen auf der Haut, Umgebungstemperatur, Fertigungstoleranzen der Teststreifen etc. wundere ich mich persönlich eigentlich schon, dass doch halbwegs brauchbare Ergebnisse, sprich "Hochrechnungen", herauskommen, mit denen ich etwas anfangen kann.
Freundliche Grüße aus Hohenlohe
Peter
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aber grad bei diabetes glauben immer hinz und kunz sie hätten totaaaal ahnung :patsch: schade, ich würds einigen leuten echt gern mal um die ohren hauen :zunge2:
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aber grad bei diabetes glauben immer hinz und kunz sie hätten totaaaal ahnung
Ich weiß... Aber ich find das immer ganz amüsant
:patsch: schade, ich würds einigen leuten echt gern mal um die ohren hauen :zunge2:
Auch das kenn ich. Aber frag dich mal, wieviel von diesem Impuls daher kommt, daß jemand deine Kompetenz in Frage stellt. Und dann frag dich mal, ob es den Tiger stört, wenn die Ameise einen Furz loslässt :zwinker:
Ich meine damit nicht, daß man sich nicht selbst immer wieder mal in Frage stellen sollte. Aber nicht bei Ameisen, nur bei anderen Raubkatzen.
Wenn ich A sage und jemand anderer sagt B liegt meistens einer von uns beiden falsch. Ich kann genau herleiten, warum A und nicht B, also frag ich den anderen nach seiner Herleitung. Dann kann ich entscheiden, ob es ein Tiger oder eine Ameise ist, bzw. ob es das Wert ist, mich näher damit zu beschäftigen. Und bei 'Hab ich mal gelesen' möchte ich schon wissen, WO das zu lesen war.
Viele Grüße,
Jörg
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ich bin da weniger tolerant :mauer: wenn ich etwas absolut sicher weiß und jemand völlig beratungsresistent ist :mauer: :moser:
warum meinen hinz und kunz denn immer, alles über diabetes zu wissen? :patsch:
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warum meinen hinz und kunz denn immer, alles über diabetes zu wissen? :patsch:
Weil sie es beim Friseur in der 'Blöd der Frau' und der 'Für Ihr' gelesen haben vermutlich. Und Fachzeitschriften, die alles über Königin Silvias Verdauungsspaziergänge wissen können sich nicht irren.
Wie gesagt: ist Zeit- und Energieverschwendung, sich über sowas zu ärgern.
Viele Grüße,
Jörg
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ach, meistens sind das so pseudo-fachleute, sprich "examinierte pflegerin", die irgendwann vor 20 jahren in der berufsschule eine stunde zu diabetes hatte :patsch: oder diese "meine oma hatte das auch und das ist so:..." :hilfe:
ich bin immer begeistert von der hysterie, die ausbricht, wenn blutzuckermessungen aus verschiedenen fingern 2 minuten später doch wirklich unfassbarerweise einen anderen wert ergibt. :nein: das ist ein grund, zum diabetologen zu rennen, die firma zu verklagen, und neeeeeeeiiiiiiin, wenn man auf messabweichung hinweist "nein, das darf nicht abweichen, ich bin krankenschwester, ICH weiß sowas". :mauer:
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Bildungsresistente Intelligenzallergiker - dagegen gibt es kein Kraut.
Außer: "Der Himmel ist weit - das Gras ist grün..." (Ist mein Mantra für solche Situationen)