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Frustrierender Stoffwechsel und Basalraten test

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Joa:
Hallo Rob,

bevor Du da allzulange rumpfriemeln tust, hau mal Deinen Doc an, ob er nicht mit Dir mal ein vernüftige Basalversorgung auf Beine stellen will.

Du brauchst zumindest 2 x Basis, weil sich da deutliche Lücken zeigen. Auch wenn Deine eigene Insulinherstellung noch einiges retten, oder zumindest kaschieren mag.

Ich würde es auch nicht mit einem NPH-Insulin angehen, sondern mit was flacher wirkenden. Meine persönliche Vorliebe gilt Levemir, weil ich finde, dass sich dieses Insulin sehr gut steuern lässt und auch zu der geringsten/moderatesten Hyponeigung führt.

Gruß
Joa

Rob:

--- Zitat von: Joa am September 08, 2010, 19:22 ---. Auch wenn Deine eigene Insulinherstellung noch einiges retten, oder zumindest kaschieren mag.

--- Ende Zitat ---
Ich hatte seit der ersten Laboruntersuchung nach Diagnose vor 6 Jahren einen C-peptid Wert von 0,garnix. Von daher kann ich mir auch auf die stabilen Werte meines kleinen Tests gar keinen Reim machen, aber ich wiederhole das mal in 3 Etappen wie von Britta und Ulrike schon angemerkt haben. Überall sonst steht das ja auch so - ich habe es nur eher als Option aufgefasst, wenn man nicht so lange hungern will.

Mich hat am Anfang ein Doc in Potsdam auf diese 1x Basalgabe umgestellt, da ich mit dem Morgenbasal immer in Hypos reingelaufen bin. Seiner Meinung nach würden das die Boli abdecken, damals lief ich aber noch mit Zwischenmahlzeiten auf Normal-Insulin. Der Typpo hatte sich damals, 6 Wochen nach Erstdiagnose über meinen zu hohen HbA1c-Wert beschwert. Mit der durchschnittl. Zerfallszeit von (glykiertem) Hämoglobin in 3-4 Monaten brauchte ich damals gar nicht ankommen - somit tauchte ich bei Nr. 1 meiner DiaDocs nie wieder auf. Aber die Basalgabe hat sich gehalten ....

Rob:

--- Zitat von: brittag am September 08, 2010, 15:10 ---Hinterher stehen wir wieder auf, nachdem wir am Boden sind. Das Leben geht weiter! :banane: :super:

--- Ende Zitat ---

--- Zitat von: moewe am September 08, 2010, 14:09 --- Ein wenig loslassen ist dann oft eine gute Strategie (im Rahmen, natürlich)  :knuddel:

--- Ende Zitat ---
... jap  :prost:.

Joa:

--- Zitat von: Rob am September 08, 2010, 23:40 ---
--- Zitat von: Joa am September 08, 2010, 19:22 ---. Auch wenn Deine eigene Insulinherstellung noch einiges retten, oder zumindest kaschieren mag.

--- Ende Zitat ---
Ich hatte seit der ersten Laboruntersuchung nach Diagnose vor 6 Jahren einen C-peptid Wert von 0,garnix. Von daher kann ich mir auch auf die stabilen Werte meines kleinen Tests gar keinen Reim machen ...
--- Ende Zitat ---

Zum einen heißen 6 Jahre nicht zwingend, dass noch/wieder eine Restfunktion da sein könnte (C-Peptid?), zum anderen ist das schnuppe. Es gibt Diabetiker, die auch nach diversen Stunden voller Insulinabschaltung kaum über 150 mg% kommen. Das Resistenzniveau in Folge freier Fettsäuren und auch erhöhter Ketogenese steigt dann aber trotzdem an. Dann braucht es wieder eine Weile, bis die Insulinwirkung voll auf den Glucosetransport durchschlagen kann, und schon haste ggf. den Eindruck, dass 2g KH zuwenig eine höllische Hypo gemacht haben.

Also ich denke, Du solltest erst mal ein möglichst durchgehend stabile Basalversorgung basteln, und nicht dauernd auf den bereits erfolgten Anstieg (mit gewisser Resistenzfaktorausbildung) reaktiv draufschlagen.

Wobei Du die Angelegenheit insgesamt ja ganz gut im Griff hast. Allerdings mit unzulänglicher Regeltechnik.

Mach Dich mal an eine 2er Verteilung Deiner 20 IE Basalinsulin. Ich, als Levemirbegeisterter, würde es denn mit Levemir versuchen. Start 2 x 10 bis 2 x 15 IE und dank Navi sollte die Anpassung ein Kinderspiel sein.

Gruß
Joa

Rob:
Danke Joa,

--- Zitat von: Joa am September 09, 2010, 00:38 --- Es gibt Diabetiker, die auch nach diversen Stunden voller Insulinabschaltung kaum über 150 mg% kommen. Das Resistenzniveau in Folge freier Fettsäuren und auch erhöhter Ketogenese steigt dann aber trotzdem an. Dann braucht es wieder eine Weile, bis die Insulinwirkung voll auf den Glucosetransport durchschlagen kann, und schon haste ggf. den Eindruck, dass 2g KH zuwenig eine höllische Hypo gemacht haben.

--- Ende Zitat ---
... also wenn ich Dich recht verstehe, ist es ein nicht unbekanntes Phänomen trotz Insulinabschaltung nicht über die 8mmol/l hinauszuschießen und dies ist kein Indiz, dass kein Insulinmangel herscht. Richtig?

Bzgl. des Stoffwechselbildes nach dem Fasten befinde ich mich in einer erhöhten Insulinresistenz auf Grund der Ketogenese und vor allem freier Fettsären, weshalb ich nicht von meinen "normalen" BE Faktoren ausgehen kann. Der Sport hat dem kurz entgegengewirkt. Dauert 3-4 Stunden bis sich das wieder einschwingt. OK, soweit gut.

Nun beobachte ich dieses Phänomen ja nicht nur nach dem Fasten, sondern eben in meinem ganz normalen Tagesablauf, wie auch heute morgen wieder. Also in einem Stoffwechselgleichgewicht ohne großartige Lipolyse, so dass doch erhöhte Insulinresistenz nicht so wirklich verantwortlich sein kann.

A) Normal: ich werfe 1 BE Traubenzucker ein -> BZ-Anstieg 2mmol/l bzw. 36mg/dl
B) Zur Zeit: ich werfe 1 BE Traubenzucker ein -> BZ-Anstieg 4mmol/l bzw. 72mg/dl
Insulin ist da noch gar nicht im Spiel.

Beides bekomm ich über meinen normalen Korrekturfaktor von 1:2 (1:36) weg. Im Fall A 1IE, im Fall B 2IE.
Das ist doch irgendwie eine andere Situation als von Dir beschrieben?


--- Zitat von: Joa am September 09, 2010, 00:38 --- Mach Dich mal an eine 2er Verteilung Deiner 20 IE Basalinsulin.

--- Ende Zitat ---
Mach ich. Ich habe mich damals innerlich schwer getan beim Umstieg von Insuman Rapid (normal) auf Liprolog (analog). Ähnlich ist das jetzt bzgl. des Basalinsulins - muss ich mich mal aufschlauen.

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