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Hypoglycämie - Ohnmacht - Amnesie

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Rob:
Ich hatte gestern das 1. Mal in genau 6 Jahren Diabetes Typ1, einen Vorfall, dass mich Diabetes außer Gefecht gesetzt hat:
- ich bin wohl auf der Straße getorkelt und in einem Krampf zusammengefallen
- war 7 min verkrampft und ohnmächtig - danach von alleine ohne Glycogon aufgewacht, nicht ansprechbar zuerst
- Ambulanz hat 3,3 gemessen
- danach im Krankenhaus war ich ansprechbar, aber hatte kein Kurzzeitgedächtnis und habe alle Fragen nach spätestens 2min noch mal gestellt
- heute morgen fehlen mir die kompletten 2h vor und 4h nach dem Vorfall im Gedächtnis
- die Ärztin meinte, sie musste mir 650ml 5% Glucoselösung geben um den BZ anzuheben, heute morgen waren es 9 (meine Faktoren: 12g KH <- 1 IE -> 2mmol/L

Mit einer Hypo in 6 Jahren bei HbA1c zwischen 5,3 und 6,9 kann ich leben. Aber irgendwie schleicht sich mir der Verdacht auf, dass es vielleicht gar keine Hypo war. Mir ist nichts von Amnesie bekannt, dass 3,3 gefährlich ist, oder man aus der Hypo-Ohnmacht alleine wieder aufwacht.
Normalerweise bin ich sehr sensibel für Werte unter 4-3,5. Beim ersten Halbmarathon bin ich mit 3,3 in's Ziel "gestolpert", mein miesester gemessener Wert bei einer Hypo war 1,9.

Ist das Geschehen mit nur Diabetes begründbar? Meine Internetsuche findet zwar was zu Amnesie, aber nicht speziell wie; 19:00 Uhr 8,8  ->gegessen/gespritzt (wieviel weiß ich leider nicht) ->20:00 Koma -> 20:20 3,3 passt auch nicht so richtig.

Hat einer von Euch auch ähnliche Erfahrungen oder weiß weitergehendes?

Liebe Grüße
Robert

Joa:

--- Zitat von: Rob am Mai 09, 2010, 21:30 ---Hat einer von Euch auch ähnliche Erfahrungen oder weiß weitergehendes?

--- Ende Zitat ---
Hmm, weder hab ich solche Erfahrungen, noch schwarz ich Weitergehendes.

Mir fehlt allerdings hier einiges an Info, um die Hypo auch nur annäherungsweise einzuordnen.
Z.B. der Vorlauf dazu. Insulinwirkung, körperliche Aktivitäten in den letzten 24-48 Stunden, Tagesgesamtdosen an Insulin der letzten 4-14 Tage etc..

Ein hinterher/währenddessen von der Ambulanz gemessener Wert von 3,3 mmol/l sagt absolut nichts zur Verursachung Deiner Brainabschaltung aus. Die kann aufgrund einer cerebralen Glucoselage von 10 mg/dl erfolgt sein.

Und die Menge der Glucosezufuhr spricht von deutlich geleerten Glucosespeichern. Z.B. der Leber und/oder der Muskulatur.

Dass die erst in der schweren Hypo so runter gingen, scheint mir eher unwahrscheinlich. Irgendwo war da wohl schon zuvor der Wurm drin?

Gruß
Joa

Rob:
Vielen Dank Joa.
Aber da muss ich wohl passen, da ich z.Zt. kein Tagebuch führe <- dafür besteht ja nun ein Änderungsgrund.

aber ich kann den Tag anhand der Meßwerte rekapitulieren.
07:30 6,7 -> 4 BE Reis mit 4IE
14:00 5,4 -> 5 BE Kuchen -> 5IE
19:00 8,8 -> ?? ??  ich weiß nicht mal dass ich gemessen habe, das hängt schon in meinem Filmriß, aber ich hab wohl ein halbes Baguette gegessen und gespritzt, tippe 2+3
 Es war der Kindergeburtstag meines Sohnes (denkbar ungünstigste Situation für solch einen Black-Out), also rüber zum Sportplatz und kurz mit gebolzt, sicher nichts anstrengendes.
20:00 black out auf dem Rückweg

Ich bin am vor einem Monat einen Halbmarathon gerannt und habe entsprechend 60-80km/pro Woche trainiert - in der Phase hätte ich voll zugestimmt. Aber ich bin zur Zeit eher faul und laufe nur am Wochenende, dieses lief ich aber gar nicht, so dass ich mir nicht vorstellen kann, dass meine Speicher leer waren - zumindest habe ich sie nicht wissentlich durch sportliche Aktivitäten geleert.

Die Moral von der Geschichte ist wohl eher, Tagebuch trotz gute Langzeitwerte immer weiterzuführen, sonst fehlt das Basismaterial zur Fehlersuche im Falle des Gau.

Joa:

--- Zitat von: Rob am Mai 10, 2010, 07:53 ---Die Moral von der Geschichte ist wohl eher, Tagebuch trotz gute Langzeitwerte immer weiterzuführen, sonst fehlt das Basismaterial zur Fehlersuche im Falle des Gau.

--- Ende Zitat ---
So ein Bisschen Material steckt ja schon mal drin:

- Wenig BE's für einen ganzen Tag.
- Kindergeburtstag. Vermutlich viel "normale" Bewegung". Das Zusammenspiel von Bolus-Basis-Bewegung wird bei so mickriger "Bagatellbelastung" wie Teupe das nennt, gerne unterschätzt.
- Möglicherweise eher eine Tendenz nicht viel zu messen sondern eher an UZ-Symptomen längs zu reagieren?

Wo sich gleich mal die Frage stellt, ob eher an adrenergenen Symptomen oder eher an "nervösen" Symptomen.
Ansonsten, was hast Du für ein Therapieschema am Start?

Wenn ICT, welches Insulin, wann und wieviel?

Gruß
Joa

diotmari:
....bei Kindergeburtstag und "bissel" Bolzen im laufenden Bolus mußte ich leicht grinsen... :duck:
(bitte nicht falsch verstehen!) :wech:

Viele Grüße
Dietmar

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