Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Re: Gibt es stressbedingte Diabetes ?
Adrian:
--- Zitat von: antidiabetika am April 01, 2010, 10:52 ---ungewollt = gegen seinen Willen geschieht.
--- Ende Zitat ---
Gegen wessen Willen? Des Menschen? Des Körpers?
Muss sich der Mensch bewusst sein, was er will?
(1) Da wir ja z.B. gesagt haben, dass Bewegung *immer* Stress bedeutet, kann man natürlich sagen, dass Bewegung immer ungewollt ist.
(2) Auf einem anderen Level argumentiert: Ohne Training tut mir der Rücken weh! Da ich nicht will, dass mir der Rücken weh tut, will ich trainieren. -> Ich will mich bewegen.
(1) und (2) Zusammengefasst:
(Ich will mich bewegen.) und (Keiner will sich bewegen.) -> Widerspruch.
Bei einem recht esoterischen Ansatz von Stress, bei dem für Zellen nicht das Hormon selber Informationsträger ist, sondern sie auf magische Weise die Intention des "Geistes" erraten können, da muss ich wirklich passen.
Gela:
--- Zitat von: Adrian am April 01, 2010, 15:32 ---Bei einem recht esoterischen Ansatz von Stress, bei dem für Zellen nicht das Hormon selber Informationsträger ist, sondern sie auf magische Weise die Intention des "Geistes" erraten können, da muss ich wirklich passen.
--- Ende Zitat ---
Dann mal kreativ weitergedacht :gruebeln: Ist es eine Geisteseinstellung, die Diabetes hervorruft? Gedankenschleifen/vorgänge die Stoffwechselvorgänge auslösen?
Unser Leben und das Erleben spielt sich eh im Kopf ab.
Joa:
--- Zitat von: antidiabetika am April 01, 2010, 15:11 ---
--- Zitat von: Joa am April 01, 2010, 11:18 ---Gehst Du davon aus, dass Stress bei Dir zu einem Diabetes geführt hat, auf dessen Wiederverschwinden Du nach "Entstressung" hoffen möchtest?
--- Ende Zitat ---
Ja, so ist es. Ich bin mir ziemlich sicher, daß dort ein noch nicht erkannter Bereich ist.
Meine Selbstversuche bestätigen immer wieder, ein stressfreies befinden bringen die Glukosewerte auf ein normales Niveau.
--- Ende Zitat ---
Ich glaube, da hast Du Dich ein Wenig in die These verliebt, dass alleine der Stress der Schuldige sei.
Und natürlich wird niemand, hier oder anderswo in Frage stellen, dass ein erhöhtes Niveau von Stresshormonen kontrainsulinär wirkt und somit auch die Blutzuckerwerte nach oben drücken kann. Was insbesondere für Typ 2 Diabetiker, aber auch für Nichtdiabetiker gilt. Das fängt schon damit an, dass Adernalin die Insulinfreisetzung aus den Betazellen hemmt.
Wenn Du als Typ 2 viel Stress hast und das auch anhaltend, dann kannst Du sicher unter Stress auch längerfristig höhere Werte haben, als ohne diesen.
Allerdings ändern die ohne Stress wieder normal aussehenden Werte dann nix an der Tatsache (D)eines Diabetes.
Die meisten Ärzte werden dann aber wohl dazu "Prädiabetes", also ein Vorstadium des manifesten Diabetes, sagen.
Dass aber auch dann schon eine deutliche Überforderung der Betazellen besteht, mit Spätschäden verursachender Auswirkung, sollte einfach zu beweisen, wenn Du in stressfreier Zeit mit "schönen" Werten mal das aktive Proinsulin im Blut bestimmen lässt. Kostet etwa 46,- Euro und sagt Dir zielsicher, in welchem Zustand sich Deine Betazellen befinden. Ein erhöhtes Niveau des Proinsulins ist der Beweis, dass der Rubikon zum Diabetes bereits überschritten ist, auch wenn die Werte unauffällig sein können.
Gruß
Joa
antidiabetika:
--- Zitat ---Bei einem recht esoterischen Ansatz von Stress, bei dem für Zellen nicht das Hormon selber Informationsträger ist, sondern sie auf magische Weise die Intention des "Geistes" erraten können, da muss ich wirklich passen.
--- Ende Zitat ---
Denkfehler. Nicht ein erraten der Zellen, was der Geist vor hat zu tun.
Störungen durch Stress, lenken die Zellen in eine andere Richtung als die Vorgegebene.
Störungen wie...
Der Körper befindet sich im Gleichgewicht. Der Körper wird beeinflusst von nicht geplanten Zwischenfällen und Stress wird ausgelöst.
diotmari:
--- Zitat von: antidiabetika am April 02, 2010, 16:29 ---Denkfehler.
Der Körper befindet sich im Gleichgewicht.
--- Ende Zitat ---
Prämissenfehler!!!!!
Der Ansatz mag ja in gewissen physikalischen Modellen nötig sein...
- - - und ich argumentiere sehr, sehr ungern mit dem alten Darwin - - -
aber wenn Dein Ansatz richtig wäre, würde es uns nicht geben!
Aber auch ohne Darwin sollte klar sein, daß Organismen dem Verfall unterliegen...und somit schlicht und ergreifend den Gesetzen der Enthropie folgen!
Damit ist für mich jeder "esotherisch - fernöstliche" Ansatz erledigt.
Sorry - das hat mit der eigentlichen Frage nur noch bedingt zu tun.
Diabetes ist Diabetes - ob Typ1 oder TypX - vom Ergebnis wurscht, da zur Zeit unheilbar.
Wenn Streßabbau "hilft", dann allenfalls lindernd - oder es liegt kein Diabetes vor!
Viele Grüße
Dietmar
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