Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Software für Mac
unknown:
Hallo eben,
--- Zitat von: eben am März 19, 2005, 16:58 ---Danke für Deinen Link! Es scheinen alles Datenverarbeitungsdinger zu sein, ich probier sie mal aus. Ein Programm, mit dem ich den freestyle mini direkt auslesen kann, scheint es wohl nicht zu geben. Kommt vielleicht noch, mit dem MacMini, wer weiß....
--- Ende Zitat ---
für die Datenübertragung vom Freestyle und Freesyle mini reicht Dir das Kabel und ein Terminalprogramm, zur Not tut es unter Windows auch Hyperterminal.
Die Kommandos zur Komunikation findest du bei Terasemse.com oder z. B. auf www.dm-treff.de/forum. Die Rohdaten musst Du dann halt mit einer Tabellenkalkulation oder wie auch immer weiterverarbeiten.
Grüßle
unkown
Sorry das ich einen Verweis auf ein anderes Forum gepostet habe. Erschien mir aber am einfachsten. Bin mir nicht sicher ob die Infos auch hier schon mal diskutiert worden sind.
Joerg Moeller:
--- Zitat von: eben am März 19, 2005, 16:58 ---Jörg Möller: Du hast natürlich recht- ohne IE und Be bringt es nicht wirklich viel. Ich habe monatelang überhaupt nicht mehr aufgeschrieben UND esse ziemlich regelmässig, was Zeit/Menge angeht, sodass mir mit einem Überblick über Zeit/Wert schon geholfen wäre.
--- Ende Zitat ---
Meinst du? Dann versuch mal dir 'Forrest Gump' anzusehen und blende den Ton dabei aus :zwinker:
Im Ernst: wenn deine BZ-Werte nicht optimal sind, wie willst du dann feststellen, woran es lag?
--- Zitat ---Ich habe meine gesamten Daten eh im Rechner und fände ein extra Heftchen eher lästig. Ich hatte gehofft, dass man die Daten der Pumpe (also Zeit/IE) mit denen des Testgeräts verbinden oder ins selbe Programm überführen kann, sodass sich die BEs von selber ergeben.
--- Ende Zitat ---
Wie sollen die sich von selbst ergeben?
Ein brauchbares Tagebuch enthält: Datum, Uhrzeit, BZ-Wert, IE (ggf. Art des Insulins) und BE.
Ein gutes Tagebuch enthält noch zusätzliche Bemerkungen, wenn ein Wert mal aus der Reihe tanzt. Da mache ich mir ja Gedanken, woran das gelegen haben könnte (Schätzfehler, körperliche Aktvität unterschätzt, fühlte mich ein bißchen erkältet etc.)
Und ein optimales Tagebuch enthält zusätzlich noch Daten wie Körpergewicht, BE-Faktoren, SEA usw.
Joerg Moeller:
--- Zitat von: unkown am März 19, 2005, 23:11 ---Die Kommandos zur Komunikation findest du bei Terasemse.com oder z. B. auf www.dm-treff.de/forum. Die Rohdaten musst Du dann halt mit einer Tabellenkalkulation oder wie auch immer weiterverarbeiten.
Sorry das ich einen Verweis auf ein anderes Forum gepostet habe. Erschien mir aber am einfachsten. Bin mir nicht sicher ob die Infos auch hier schon mal diskutiert worden sind.
--- Ende Zitat ---
Ein Sorry ist nicht nötig. Wir brauchen jede Info, an die wir rankommen können und dafür ist jede Quelle recht.
Und mit den Geboten ("Ich bin der Herr, dein Forum. Du sollst keine anderen Foren haben neben mir...") bin ich eh noch nicht fertig :zwinker:
eben:
Unknown: Versuche ich mal, aber isch abe gar kein Windows...unter Deinem Link hab ich sogar eine Kabelbau- Anleitung gefunden, aber ich kauf mir doch lieber ein Kabel, habe eh nur USB. Mal gucken, was im Mac ankommt von den Daten...aber guter HInweis, zwischen Lesbarkeit der Daten und Software für deren Bearbeitung zu unterscheiden. Die Rohdaten kommen vielleicht tatsächlich auch ohne extra Software an, mal gucken.
Jörg: sie ergeben sich von selbst, weil mein Insulin-BE-Faktor seit Jahren konstant ist, also 3/2/1,5 (Morgen-Mittag-Abend) und wenn mein Bolus morgens 12 IE war, dann habe ich 4 BE gegessen. Ich frühstücke immer um 7, Mittagessen gibts zwischen 12.30 und 13.30, Dinner ist um 19.00. An Wochenenden verschiebt sich das Frühstück, beim Ausgehen manchmal das Abendessen um paar Stunden, dann checke ich den BZ häufiger. Aber natürlich ist bei unsicheren Kandiaten -Pasta, Pizza, Risotti, also geschätztem Essen- immer ein Fragezeichen angebracht. Wenn alles konstant ist kann ich mir die Ausrutscher leicht erklären- also da pp 280, weil KH-Einschätzung falsch oder weil Bolus/Essabstand zu gering oder weil Erkältung. Diese Art von Fehlern lassen sich durch Dokumentation nicht verhindern.
Ich weiß selbstredend, dass gute Buchführung die optimale Hilfe bietet. ZUletzt habe ich bei meinen Schwangerschaften sehr genau Buch führen müssen. Aber erfahrungsgemäß halte ich das mit Heftchen ca. 10 Tage durch, dann beginnen die Lücken. Also solange, bis das konkrete Problem gelöst ist, dann lasse ich es wieder. Unwahrscheinlich, das sich das ändert bei mir.
Schreibst Du immer alles auf, auch im Routine-Alltag? Kompliment! Mich erinnert das dann so an die starren Tagesabläufe von früher, ich kann das nicht. Das testen/reagieren/Pumpe bedienen mache ich ohne es überhaupt noch wahrzunehmen, aber dieser (für Dich vielleicht nur klitzekleine) Schritt zur Buchführung bedeutet für mich einen Unterschied in der Selbstwahrnehmung. Mit Schreiben bin ich hauptsächlich krank, ohne ist der Diabetes ein Teil von mir, wie Augenfarbe/ Charakter , also nix abtrennbares, es gibt mich nicht ohne. Vielleicht, weil ich mich an eine Zeit ohne DM nicht erinnern kann.
Und da ich mein technisches Spielzeug leichter aktualisiere bzw. das sowieso immer tue, wollte ich meine Diabetes-Buchführung da mit einbauen. Ist doch egal, welcher Weg nach Rom führt. Und ich könnte damit eine besser-als-gar-nichts -Schiene fahren, bei der dann halt gewisse Daten fehlen. Das ist, man kennt sich mit den Jahren, viel realistischer als eine grundlegende Änderung.
Und gerade habe ich eben ein Problem mit meinen Werten, muss also dokumentieren und habe im Netz eine Art Eselsbrücke gesucht- und euch dabei gefunden, was als Motivation besser als alles funktioniert, was mir in den letzten Jahren, Schwangerschaften ausgenommen, so begegnet ist....also Danke!! dafür und einen schönen Sonntag!
Gruss, eben
Joerg Moeller:
--- Zitat von: eben am März 20, 2005, 09:51 ---Jörg: sie ergeben sich von selbst, weil mein Insulin-BE-Faktor seit Jahren konstant ist, also 3/2/1,5 (Morgen-Mittag-Abend) und wenn mein Bolus morgens 12 IE war, dann habe ich 4 BE gegessen.
--- Ende Zitat ---
Ach so. Ja, das ist nachvollziehbar. Nachteil: im FSM kannst du deine IE nicht protokollieren :nein:
Du müsstest also eine Software haben, die sowohl Pumpe als auch FSM ausliest und die Daten synchronisiert darstellt. Klingt verlockend. Am besten noch automatisch und per Bluetooth und das wars dann :zwinker:
Aber auch da fehlen wieder die besonderen Bemerkungen. Ein Tagesverlauf, wo alles super geklappt hat ist relativ langweilig für die Auswertung. Das ist eher was um die Seele zu streicheln. Interessant sind die Tage, wo es nicht rund lief und dann zu sehen, welche Auswirkungen die jeweilige Intervention hatte. (Von daher wäre ein Software günstig, die eine Volltextsuche in den Bemerkungen anbietet. So kann man leichter den letzten Eintrag mit (z.B.) "Erkältung" finden)
--- Zitat ---Ich frühstücke immer um 7, Mittagessen gibts zwischen 12.30 und 13.30, Dinner ist um 19.00. An Wochenenden verschiebt sich das Frühstück, beim Ausgehen manchmal das Abendessen um paar Stunden, dann checke ich den BZ häufiger. Aber natürlich ist bei unsicheren Kandiaten -Pasta, Pizza, Risotti, also geschätztem Essen- immer ein Fragezeichen angebracht. Wenn alles konstant ist kann ich mir die Ausrutscher leicht erklären- also da pp 280, weil KH-Einschätzung falsch oder weil Bolus/Essabstand zu gering oder weil Erkältung. Diese Art von Fehlern lassen sich durch Dokumentation nicht verhindern.
--- Ende Zitat ---
Da muss ich widersprechen: diese Art von Fehlern lassen sich gerade durch gute Dokumentation vermeiden.
Beispiel: ich esse bei meinem Lieblingsitaliener Gericht Nr. 17 und schätze es mit 6 BE, GI-Grad mittel.
Bei den pp-Messungen stelle ich fest, daß da was nicht gestimmt hat. Anhand der Daten kann ich absehen, ob der Fehler eher an der GI-Einschätzung oder den BE lag. Also zusätzliche Bemerkung: "Gericht Nr. 17 falsch eingeschätzt".
Gehe ich ein paar Monate später wieder dort essen und bestelle die Nr. 17, dann kann ich auf diese Daten zurückgreifen um ein besseres Ergebnis zu erzielen.
Abgesehen von dem Umstand, daß wir Pumpis eh damit rechnen müssen, daß die Kassen uns mal nach den Tagebüchern fragt (wenn die Frage einer Weiterfinanzierung der CSII im Raum steht) sind es gerade diese Momente, für die ein Tagebuchführen überhaupt Sinn macht.
--- Zitat ---Mich erinnert das dann so an die starren Tagesabläufe von früher, ich kann das nicht.
--- Ende Zitat ---
Ja, getriggert werden ist übel :traurig:
--- Zitat ---Das testen/reagieren/Pumpe bedienen mache ich ohne es überhaupt noch wahrzunehmen, aber dieser (für Dich vielleicht nur klitzekleine) Schritt zur Buchführung bedeutet für mich einen Unterschied in der Selbstwahrnehmung.
--- Ende Zitat ---
Vielleicht könntest du es dir mit einem anderen Messgerät erleichtern. Das OTUS (One Touch Ultra Smart) hat ja ein eingebautes Tagebuch. Und wenn ich es eh in der Hand habe, dann fällt es vielleicht leichter auch die IE/BE zu protokollieren.
Versteh mich nicht falsch: ich will dich keinesfalls dafür kritisieren oder dich zum Tagebuchführen überreden. Aber ich schreibe nunmal nicht nur an dich sondern öffentlich im Forum; und da will ich den stummen Mitlesern schon klarmachen, worin ich den Vorteil eines Tagebuchs sehe.
--- Zitat ---Und da ich mein technisches Spielzeug leichter aktualisiere bzw. das sowieso immer tue, wollte ich meine Diabetes-Buchführung da mit einbauen. Ist doch egal, welcher Weg nach Rom führt. Und ich könnte damit eine besser-als-gar-nichts -Schiene fahren, bei der dann halt gewisse Daten fehlen. Das ist, man kennt sich mit den Jahren, viel realistischer als eine grundlegende Änderung.
--- Ende Zitat ---
Auf jeden Fall! Ich denke, diesen Punkt kann man sogar generalisieren. Vor allem kann man auf ihm aber aufbauen. Man sollte immer nur soweit gehen, wie man körperlich und seelisch in der Lage ist; vielleicht auch mal einen kleinen Schritt weiter. Auf keinen Fall aber von Null auf Hundert aus dem Stand, denn das geht meistens schief.
Frisch diagnostizierte Diabetiker mit einem zweistelligen 1c wird man auch nicht direkt auf einen Zielwert von 100 einstellen.
--- Zitat ---Und gerade habe ich eben ein Problem mit meinen Werten, muss also dokumentieren und habe im Netz eine Art Eselsbrücke gesucht- und euch dabei gefunden, was als Motivation besser als alles funktioniert, was mir in den letzten Jahren, Schwangerschaften ausgenommen, so begegnet ist.
--- Ende Zitat ---
Das wäre übrigens auch wieder ein Pluspunkt für eine (elektronische) Tagebuchführung: die Motivation.
Wenn man seinen Tag nach "test it and forget it" verbringt kann sich ein gewisser Schlendrian einschleichen (eigene Erfahrung!).
Wenn ich aer meine Daten protokolliere, dann habe ich Abweichungen deutlich vor mir. Die elektronischen Systeme haben dann auch noch den Vorteil einer raschen Statistik. Und wenn mir dann deutlich angezeigt wird, daß meine Werte den Bach runtergehen, dann ist das für mich wie so ein aufmunternder Tritt in den Allerwertesten, jetzt doch mal ein bißchen mehr Selbstdisziplin an den Tag zu legen. Das mag mir jetzt nicht gefallen (tut es jedenfalls selten), aber wenn ich in ein paar Jahren noch ohne Blindenhund auskomme bin ich schon froh darüber.
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