Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich

Re: die liebe Sonne

(1/5) > >>

sascha2:
Netter Versuch, danke  ;)


--- Zitat ---So kann es durchaus sein, dass Deine Gegenregulation eine leicht höhere basale Insulinmenge, wegen der schnelleren Resorption in heiß-schwitzigen Tropennächten oder am Tage durchaus noch abfangen kann.
--- Ende Zitat ---
Darauf muss ich noch eine Weile Rumdenken  :kratz:

Aber

--- Zitat ---Eine schnellere Boluswirkung bekommst Du ja meist relativ direkt mit.
--- Ende Zitat ---
Diese Wirkung bleibt allerdings aus.

Ich hau mir den Stoff ohne Wirkung in den Pelz.

gruß,
Sascha


Joa:

--- Zitat von: sascha2 am August 20, 2009, 20:26 ---Darauf muss ich noch eine Weile Rumdenken  :kratz:

--- Ende Zitat ---

Mach das mal. *grins*
Ist aber nicht so ganz ohne, wenn man die diversen Variablen erst noch zusammenträgt.

Ist aber auch nicht so gaaanz einfach, besonders wenn man den Diabetes noch (fast) taufrisch hat, und vermutlich auch noch ein gerüttelt Maß an eigener Insulinproduktion vorhanden sein könnte.

Da haben dann z.B. Stresshormone auch noch mal eine andere Dämpfungswirkung in der Insulinempfindlichkeit als ohne, oder mit sehr geringer  Eigenproduktion des Insulins.


--- Zitat ---
--- Zitat ---Eine schnellere Boluswirkung bekommst Du ja meist relativ direkt mit.
--- Ende Zitat ---

Diese Wirkung bleibt allerdings aus.
Ich hau mir den Stoff ohne Wirkung in den Pelz.
--- Ende Zitat ---

Hatte ich ja geschrieben, dass auf eine (theoretisch denkbare) Basallücke im Vorfeld hin, die Insulinwirkung eines nächsten Bolus fast im Nirwana verrauschen kann. Z.B. durch eine moderate Fettsäurenresistenz.

Gruß
Joa

zaqueline:
Hallo zusammen,

also ich habe nun schon drei Mal (mindestens) die Erfahrung gemacht, dass mein Insulinbedarf deutlich sinkt, wenn die Sonne lacht und die Aussentemperaturen über 32°C (in etwa) steigen.

Das 1. Mal im Juni, da konnte ich über zwei Tage ständig gegen meinen niedriegen BZ-Werte anfuttern. Und dann war der Spuk wieder vorbei.

Beim 2. Mail im Juli auf Ibiza, habe ich drei Tage lang zum Teil 2-3BEs ohne Insulin zu mir nehmen können, ohne das der BZ-Wert schwindelerregende Höhen erreichte. Im Gegenteil, ich habe mein Zielbereich gehalten.

Das 3 Mal war letzte Woche (20.08.09), als die Sonne hier im Norden Deutschlands mit 37°C Aussentemperatur ihre Jahresbestleistung abgab.
Am Folgetag war alles wie zuvor, Faktoren passten wieder, etc.

Da sich diese Auswirkungen leider nicht immer lange halten, ist für mich mit ICT leider auch keine Basalratenanpassung kurzfristig möglich.
Freue mich dann einfach nur über geringe Bolusgaben und muss engmaschiger messen.
DAS halte ich dann in jedem Fall ein !

Kennt jemand von euch auch dieses Phänomen ?

So long ...
zaqueline

brittag:
Hallo zaqueline,

das Phänomen kenne ich nur zu gut.

In den letzten Tagen habe ich das Basal um 2,4 IE (jede Stunde 0,1 IE aus der Basalrate rausgenommen) und die BE-Faktoren um morgens 0,4 IE, mittags um 0,3 IE und abends um 0,4 IE gesenkt. Die BZ-Werte sind gleichmässiger und besser geworden, keine so grossen Schwankungen mehr.
Bei vielen knappen Werten in kurzen Abständen hintereinander oder den ganzen Tag über kann ich mich nicht richtig konzentrieren und bringe im Büro auch nichts richtig zustande. Sind die Werte am 2. Tag immer noch knapp, wird erst Basal, dann Bolus abgesenkt. Reicht das nicht, folgt im 2. Schritt eine nochmalige Absenkung auch von Basal & Bolus, evtl gleich viel wie vorher oder weniger, je nachdem, wie knapp die Werte nach der 1. Absenkung immer noch sind.
Ich brauche jetzt ca. 39 IE durchschnittlich, vorher habe ich zwischen 43 - 57 IE gebraucht, je nachdem, wieviel ich gegessen habe.

Das Ganze nennt sich Up-Regulation der Insulinrezeptoren und ist ganz normal. Im Sommer braucht der Körper weniger Insulin, weil da mehr Rezeptoren auf den Zellen sitzen, das Insulin kann an mehr Rezeptoren andocken und diese aufschliessen. Deshalb kann es besser wirken. Im Winter ist genau das Gegenteil der Fall, da braucht der Körper mehr Insulin, weil die Zellen sich zusammenziehen, um Wärme bunkern zu können und da sitzen deshalb weniger Rezeptoren auf den Zellen, das Insulin kann schlechter wirken und wir brauchen mehr Insulin.

Liebe Grüsse,
Britta

Joa:
Da sich die meisten Menschen im Sommer mehr bewegen steigt der Glucoseverbrauch je Insulinmolekuel-Rezeptoraktivierung.

Ein daraufhin sinkender Insulinbedarf fuehrt, bei entsprechender Anpassung der Dosis, ggf. zusaetzlich zu einer Up-Regulation der Insulinrezeptoren, was dann zusaetzlich den Insulinbedarf reduziert.

Der Gedanke mit dem Zusammenziehen der Zellen ist mir da neu, jedoch logisch nicht eingaengig.

Gruß
Joa

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln
Powered by SMFPacks Likes Pro Mod