Diabetesinfo-Forum

Krebsgefährlichkeit von Lantus

Offline unknown

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Gibt es denn Beispiele für Substanzen, die nur bei bestimmten Leuten das Krebsrisiko erhöhen, und nicht bei allen (wie hier nur bei Typ-2-Diabetikern?

Inhalierbares Insulin hat bei Patienten, die vor(!) der Anwendung geraucht hatten ein signifikant erhöhte Lungenkrebsrate als Nichtraucher.
Waren glaube ich 6% mehr.
Deshalb wurde das unter anderem auch eingestellt.   


Offline Susanne

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Hallo

Von der DDG ( Deutsche diabetes-Gesellschaft) und DiabetesDe gibts eine Information für Lantus-Anwender:

http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/redaktion/news/Patienteninformation_Lantus_und_Krebs.pdf

Statement der EASD (Europäische Diabetes-Gesellschaft):
http://webcast.easd.org/press/glargine/glargine.htm
- mit Links zu den Original-Artikeln

Diabetologia:
http://www.diabetologia-journal.org/cancer.html

Grüße Susanne
Die Zuckertante grüßt und wünscht allzeit gute Werte!
http://blog.zuckertante.at


Offline eagleton

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Inhalierbares Insulin hat bei Patienten, die vor(!) der Anwendung geraucht hatten ein signifikant erhöhte Lungenkrebsrate als Nichtraucher.
Waren glaube ich 6% mehr.
Deshalb wurde das unter anderem auch eingestellt.   

Ah, das wusste ich nicht, danke.


Offline eagleton

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Aus einem Artikel von Mehnert in der Ärztezeitung:
>>Die IQWiG-Veröffentlichung ist eine statistisch nicht beweiskräftige Registerstudie, bei der zunächst unter Glargin weniger Krebsfälle festgestellt wurden. Erst durch nachträgliche Anpassungen ließ sich ein geringer angeblich karzinogener Effekt feststellen. Wieso das nur bei allein mit Glargin Behandelten - aber nicht bei kombiniert mit Glargin Therapierten - beobachtet wurde, bleibt unerfindlich.

Daten aus einer, dem IQWiG bekannten, im Juni 2009 veröffentlichten Fünf-Jahres-Sicherheitsstudie zu Insulin glargin, belegen, dass bei dem Wirkstoff bösartige Zellveränderungen sogar seltener waren als bei Humaninsulin. Alle Fachgesellschaften betonen, dass Diabetiker jetzt auf keinen Fall ihre Insulingaben verändern, sondern das Gespräch mit ihrem Arzt suchen sollten. Sogar das IQWiG betont, dass kein Anlass zur überstürzten Therapieänderung besteht. Die Europäische Fachgesellschaft betont zudem, dass die Patienten mit alleiniger Glargintherapie älter waren und häufiger Übergewicht und einen höheren Blutdruck hatten. Das kann das leicht vermehrte Auftreten von Krebsfällen erklären.<<
http://www.aerztezeitung.de/extras/druckansicht/?sid=555882&pid=562362


hws

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Man merkt, es wird Sommer ---------- da kommen wieder alle Horrormeldungen auf den Tisch.
HWS


Offline sonrisa

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Sogar im Spiegel (Ausgabe 27), den ich eigentlich ganz gerne lese und auch vieles glaube steht jetzt ein Artikel darüber drin...
LG Hella


Offline nuetzele

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  • Viele Grüße Rainer
Sogar im Spiegel (Ausgabe 27), den ich eigentlich ganz gerne lese und auch vieles glaube
Das ist bei mir schon sehr lange her.

Denen glaube ich schon lange nicht mehr - dasselbe in grün, äh schwarz, der Focus.
Kleinformatige Bildzeitungen, nur dicker und teurer :mauer:

Aus relativ aktuellem Anlass ein Beispiel zum Nachlesen.

Was im "gedruckten" Spiegel steht kann durchaus etwas ganz anderes sein, als was dieser gute Verlag dann "Online" (Spiegel-Online) verbreitet.

Hier weiterlesen
« Letzte Änderung: August 13, 2009, 15:57 von nuetzele »
Viele Grüße Rainer


Offline Siggi©®

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Denen glaube ich schon lange nicht mehr - dasselbe in grün, äh schwarz, der Focus.
Kleinformatige Bildzeitungen, nur dicker und teurer :mauer:


geht mir genauso  :-\
~~~~~~~~~~~
       so long ...
 :winke:    Siggi    :winke:     
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Offline Stephan

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Hallo !

Soweit ich gehört habe steigert Lantus nicht das Risiko an Krebs zu erkranken. Allerdings beschleunigt sich das Wachstum vorhandener Tumore um 1,3:1.



Offline Joerg Moeller

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Mal abgesehen von der sicher spannenden Frage, welchen Studien man trauen kann und welchen nicht: Gibt es denn Beispiele für Substanzen, die nur bei bestimmten Leuten das Krebsrisiko erhöhen, und nicht bei allen

Ja: Zigaretten. Manche rauchen gar nicht ("bestenfalls" passiv) und kriegen Lungenkrebs und andere rauchen ihr Leben lang Kette und kriegen ihn nicht.

Für mich ist das mit diesen Risiken wie ein Zündfunke in einem Mehl-Silo: damit es da zu einer (Staub)Explosion kommt reicht nicht allein das Vorhandensein von Funke und Staub. Es muß auh die richtige Konzentration vorhanden sein. Bezogen auf den Menschen: es reicht nicht die Kombination Noxe und Mensch, es muß auch eine genetische Prädisposition bestehen.

Solange man die nicht testen kann ist es Glücksspiel zu rauchen, Pillen einzuwerfen oder Lantus zu spritzen.
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