Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Verstehe das nicht richtig
SabineS:
--- Zitat ---Nein, auch für manche 2er und 3er. Es kommt dabei eben nicht auf den Typ an, sondern ob der noch selber Insulin produziert, daß dann vom Gesamtbedarf abgezogen werden muß.
--- Ende Zitat ---
Hmm, das ist mir neu, aber interessant. Ich dachte, die BSD eines Typ2ers produziert ganz normal Insulin... Aber wenn der nun ein C-Peptid nahezu 0 hat,... wie entsteht dieser Insulinmangel dann bei einem Typ2? Weiss das jemand?
Joa:
--- Zitat von: Jörg Möller am Juni 19, 2009, 08:16 ---
--- Zitat von: Hummel7 am Juni 18, 2009, 20:38 ---Da ich nur Levemir spritze, abends 6 IE und morgens 4 IE, käme ich doch damit einigermaßen hin. Jetzt kommen die fehlenden 50 % Bolus, wie muß ich das
jetzt verstehen?
...
Habe übrigens ein C-Peptid von 0,7 (0,7-4,0 Ref.), also unterste Grenze.
--- Ende Zitat ---
0,4 ist kein feststehendes Gesetz, es ist eine Orientierungshilfe um zu bestimmen, wie die Dosierungen des Insulin sein könnten. Das kann auch bis 0,6 gehen.
Und das gilt auch nur für Diabetiker mit einem C-Peptid von nahezu 0,0
--- Ende Zitat ---
Sorry, das verstehe ich leider gar nicht. :kratz: :kratz:
--- Zitat ---Bei dir übernimmt einen Teil dessen, was du brauchst noch deine eigene Bauchspeicheldrüse. Du ergänzt quasi nur den fehlenden Teil. Und dadurch müssen sich deine Betazellen nicht so abquälen um ihr Tagepensum zu schaffen, weil du ihnen quasi ein paar Teilzeitkräfte zur Verfügung stellst, die sie dabei unterstützen.
--- Ende Zitat ---
@Hummel: Es ist sicherlich weiterhin nicht wirklich geschickt, nur diese geringe Basalinsulinierung zu machen und die zu geringe prandiale Insulinausschüttung mit Glimepirid zu stimulieren.
--- Zitat --- "Diabetologie in Klinik und Praxis", Mehnert et al, Seite 197/198]
Sulfonylharnstoffe stimulieren außerdem die Proinsulinsektretion, was sicherlich nicht als Vorteil angesehen werden kann. ... Auch hier haben die kurzwirkenden Insulinanaloga Vorteile, da sie nachgewiesener Maßen keine Anhebung der Proinsulinspiegel bewirken.
--- Ende Zitat ---
Ich ergänze noch, dass durch Insulin auch der Funktionserhalt der eigenen Beta-Zellen deutlich geschützt wird. Auch sollte bei sinnvollem Insulineinsatz und "(Fr)"Essverhalten wohl auch die Gewichtskontrolle effektiver möglich sein, als unter SH.
Aber das Thema hatten wir ja schon. :gruebeln: :zwinker:
Gruß
Joa
Joa:
--- Zitat von: SabineS am Juni 19, 2009, 18:40 ---Hmm, das ist mir neu, aber interessant. Ich dachte, die BSD eines Typ2ers produziert ganz normal Insulin...
--- Ende Zitat ---
Die BSD produziert beim Typ 2 nicht ganz normal Insulin, die produziert eine Riesendosis, weil es eine Insulinresistenz im Zielgewebe gibt. Mit der Folge, dass länger erhöhte BZ-Spiegel die Insulinsektretion stimulieren.
--- Zitat ---Aber wenn der nun ein C-Peptid nahezu 0 hat,... wie entsteht dieser Insulinmangel dann bei einem Typ2? Weiss das jemand?
--- Ende Zitat ---
Der Mechanismus ist wohl bei Typ 1 und 2 ziemlich der gleiche. Die Betazellen arbeiten sich zu Tode. Überforderungsreaktion.
Beim Typ 1 kann sich ein Teil der noch funktionsfähigen Betazellen nach der Diagnose, durch die entlastende Insulintherapie, wieder erholen. Das nennt man dann Remission oder Honeymoon-Phase. Je nach Auftreten und Verlauf des weiteren Autoimmunprozesses geht es dann aber meist mehr oder weniger schnell trotzdem dem Ende zu.
Beim Typ 2 gibt es heute zum Glück etliche Behandlungsmethoden, die den Betas gegenüber Milde zeigen. Oft aber nur begrenzt wirken können.
Aus Angst vor dem "schlimmen Diabetes" und dem Spritzen folgen Typ 2er aber oft ärztlichen Rezepten, den Betas erst recht die Peitsche zu geben und die Überforderungsstrategie beizubehalten. Das ist dann die SH (Sulfonylharnstoffe)-Therapie, die ich eher verdächtige, eine Methode vorsätzlicher Körperverletzung zu sein, vor allem wenn im Plasma des (Prä)Diabetikers bereits Proinsulin nachzuweisen ist. Siehe auch:
http://labor28.de/pdf/laborinfo/144-Proinsulin.pdf
Gruß
Joa
Joerg Moeller:
--- Zitat von: SabineS am Juni 19, 2009, 18:40 ---
--- Zitat ---Nein, auch für manche 2er und 3er. Es kommt dabei eben nicht auf den Typ an, sondern ob der noch selber Insulin produziert, daß dann vom Gesamtbedarf abgezogen werden muß.
--- Ende Zitat ---
Hmm, das ist mir neu, aber interessant. Ich dachte, die BSD eines Typ2ers produziert ganz normal Insulin...
--- Ende Zitat ---
Nein, dann wäre er ja kein Diabetiker. Im wesentlichen kann man da zwei Störungen erkennen:
1. Mangelnde Initialsekretion, d.h. die "Erstantwort" auf die KH-Aufnahme geht verloren
2. Mangelnde Mengen ->relativer Insulinmangel. Relativ, weil eigentlich die Menge erhöht ist, aber nicht suffizient zur Senkung des BZ beiträgt.
Normal ist beides nicht :zwinker:
--- Zitat ---Aber wenn der nun ein C-Peptid nahezu 0 hat,... wie entsteht dieser Insulinmangel dann bei einem Typ2? Weiss das jemand?
--- Ende Zitat ---
Ja: die Betas müssen ständig soviel produzieren, daß es irgendwann zum Burn-Out kommt
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Joa am Juni 19, 2009, 22:18 ---
--- Zitat von: Jörg Möller am Juni 19, 2009, 08:16 ---
--- Zitat von: Hummel7 am Juni 18, 2009, 20:38 ---Da ich nur Levemir spritze, abends 6 IE und morgens 4 IE, käme ich doch damit einigermaßen hin. Jetzt kommen die fehlenden 50 % Bolus, wie muß ich das
jetzt verstehen?
...
Habe übrigens ein C-Peptid von 0,7 (0,7-4,0 Ref.), also unterste Grenze.
--- Ende Zitat ---
0,4 ist kein feststehendes Gesetz, es ist eine Orientierungshilfe um zu bestimmen, wie die Dosierungen des Insulin sein könnten. Das kann auch bis 0,6 gehen.
Und das gilt auch nur für Diabetiker mit einem C-Peptid von nahezu 0,0
--- Ende Zitat ---
Sorry, das verstehe ich leider gar nicht. :kratz: :kratz:
--- Ende Zitat ---
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