Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Gibt es den typischen Diabetiker aus den Medien?
Hexe:
Hallo
ich denke das Problem liegt da eher in der Aufklärung. Ich kann nicht zählen wieviele DM Typ2er ich kenne die nie eine Schulung hatten oder einen Diabetologen gesehen haben. Und nicht jeder ist in der Lage sich die Informationen selbst zu beschaffen. Mal ganz davon abgesehen, wird der DM bei den meisten erst diagnostiziert wenn es schon zu spät ist, entweder wenn schon Folgeschäden da sind, oder wenn die Resistenz schon ziemlich ausgeprägt ist.
Ich persönlich fände es gut wenn es da mehr Informationen gäbe. So ganz allgemein zu sagen ja für alle Menschen ist mehr Bewegung und gesündere Ernährung gut, reicht da nicht. Das wissen fast Alle, aber kaum einer beszieht das auf sich persönlich, oder weiss wie er das umsetzten soll im Alltag.
Aber es gibt da ja inzwischen Initiativen zur Prävention, die DAK hat da so einen Feldversuch gestartet, ist nur zu hoffen, dass die Ergebnisse positiv sind (aus Sicht der KK) damit sich das vielleicht durchsetzt.
Um da mal mein Beispiel zu nehmen, wenn ich in den 80iger Jahren soviel über DM gewusst hätte wie heute, hätte ich zwar meinen DM auch aber vielleicht ohne die Probleme die ich jetzt habe und vielleicht auch noch mit der Basistherapie.
Es ist git sich immer alles von 2 Seiten zu beschauen, aber oft stellt man fest, das es mehr als 2 Seiten gibt und da sollte man sich die anderen Seiten auch näher betrachten.
Liebe Grüsse Vera
Joerg Moeller:
--- Zitat von: maulwurfinchen am Juni 18, 2009, 12:09 ---Ich will keine pauschale Meinung.
--- Ende Zitat ---
Danach hast du aber gefragt:
--- Zitat ---Und jeder wird dafür eine Begründung finden, aber ich frage mich trotzdem immer noch, warum es so ist?
--- Ende Zitat ---
Und du sagst auch:
--- Zitat ---jedenfalls habe ich schon so einige erlebt, denen ärztliche Ratschläge, Warnungen und Medikation komplett egal ist
--- Ende Zitat ---
Hast du die mal gefragt warum? Oder reicht es dir ein Vor-Urteil zu fällen? Bequemer ist es auf jeden Fall, anstatt sich mit einem anderen wirklich auseinanderzusetzen. Gerecht wird ihm das aber nicht.
Genauso bequem ist es eine Eßstörung als Krankheit anzusehen. Das ist sie nicht, sie ist ein Symptom einer Erkrankung. Allerdings ist es weniger gruselig und belastend sich mit dem Symptom zu befassen als mit der zugrundeliegenden Störung. Denn da muß man sich auch fragen wo die herkommt, muß sich mit Dingen beschäftigen die schon sehr belastend sein können. Und das geht erst, wenn man gereift und stark genug dafür ist.
maulwurfinchen:
Wo will ich denn bitte eine pauschale Meinung??
Ich gehe nicht davon aus, alle Menschen zu verstehen, teilweise ist es mir auch echt zu egal. Aber wenn man eine Frage nicht in einem Diabetikerforum stellen kann, wo dann? Bisher habe ich im wahren Leben immer nur Reaktionen wie "das ist mir zu anstrengend" bzw. "das ist garnicht so, der Arzt sagt das nur" gehört. Also von denen, die sich überhaupt nicht an Therapieempfehlungen halten.
Wie soll eine Diskussion funktionieren, wenn man keine (auch kritischen) Fragen stellen darf?
diotmari:
--- Zitat von: Twen am Juni 18, 2009, 12:52 ---...allergisch reagieren, aber simma ehrlich, wenn wir darauf reagieren dann nur weil wir uns im allerallerhintesten Winkerl unseres Hirns vielleicht, möglicherweise doch denken das da ne Wahrheit dahinter steckt......
--- Ende Zitat ---
Und genau das ist denen schmerzhafter bewußt, als sie jedem mitteilen. ABER wenn man seelische Probleme "lösen" kann,
Süchte "aufgeben" kann, was passiert mit denen, die GAR KEINE Chance mehr haben, etwas zur Änderung beizutragen.
Ich denke hier besonders an ein paar Mitglieder, deren physische Basis nicht mehr vorhanden ist, um zum Beispiel mit Bewegung gegenzusteuern! Die unter täglichen Schmerzen nur noch wenige 100 m laufen können?!...
Und gegen "dumme" Süchte anzugehen, wird immer wieder von denen gepredigt, die selten davon betroffen sind...
Ich WEISS, wie schwer es war, mit dem Rauchen aufzuhören - und Rückfälle einzustecken....
Genauso schwierig, denke ich mir, sind Eßstörungen (<- me too :D ) zu bewältigen. Da werden schon manche hier ein Packerl zu tragen haben....
Und ja, liebe Angelheart, ich hab Deine Geschichte gelesen - hast Du Siggis Geschichten auch mal verfolgt ;) ?!
Wenn dann "hier" in unserem Forum die Wespen geärgert werden, stechen sie zurück, weil sie das "hier" nicht erwartet haben. Jörg hat vor ca. 2 Jahren einem Mitglied deswegen das Forum gesperrt - weil dieses Mitglied partout nicht einsichtig sein wollte. Wir sind ja schon mal heute wieder ein ganzes Stück weiter!!!
Denn wer sich hier einschreibt, seine Geschichte erzählt, lernt und Erfahrungen mitteilt, ist doch schon um unendlich viele Faktoren weiter, als die, die ihren Diabetes nicht mal zur Kenntnis nehmen.
--- Zitat von: maulwurfinchen am Juni 18, 2009, 11:17 ---Aber die Frage, warum manche, die eben Warnungen hatten, nicht frühzeitig reagiert haben, sollte doch erlaubt sein?
--- Ende Zitat ---
Wenn Du darauf mal ne Antwort finden solltest, kannst Du die Welt erklären, und sie retten - ich habe nach ca. 7000 Jahren studierter Menschheitsgeschichte immer noch keinen Plan, warum wir so KONSEQUENT selbstzerstörerisch sind :nein:....
--- Zitat von: Hexe am Juni 18, 2009, 12:57 ---... ich denke das Problem liegt da eher in der Aufklärung.
--- Ende Zitat ---
Ja, wir haben die hier - aber der Rest ist nicht mal halbherziges Getue seitens der von uns gewählten Volksvertreter!
Wie wäre es, wenn alle Krankenkassen alle Mitglieder ab 30 alle paar Jahre zu einer bonnierten Vorsorgeuntersuchung einladen, und der Hausarzt das dann auch mal vernünftig honoriert bekämme?!
Mit sowas könnte man dann richtig Geld sparen - - - obwohl siehe oben :gruebeln: :nein:
Viele Grüße
Dietmar
Joerg Moeller:
--- Zitat von: maulwurfinchen am Juni 18, 2009, 14:47 ---Wo will ich denn bitte eine pauschale Meinung??
--- Ende Zitat ---
Soll ich dir das Zitat von dir nochmal reinstellen? Wenn ja: wie oft?
Vreni hat dir das passende dazu schon gesagt: das ist nicht pauschal zu beantworten, das liegt bei jedem Einzelnen. Das einzige was wir hier bringen können sind exemplarische Beispiele. Um das verstehen zu können muß man aber schonmal ein bißchen dazu bereit sein sich mit Psychologie im Allgemeinen und Traumata im besonderen zu befassen. Das ist mit
--- Zitat ---teilweise ist es mir auch echt zu egal
--- Ende Zitat ---
aber nicht möglich. Nimm es mir nicht übel, aber damit verschwende ich meine Zeit nicht.
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