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Aufstehphänomen

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Joa:
Hallo Klaus,

wie ist das denn wenn Du mal später aufstehst, ist der Wert um 7:30 dann auch ähnlich gestiegen gegenüber 6:00 Uhr?
Vielleicht wird die Basis um diese Zeit schon etwas dünn? So ein Nüchternwert darf der reinen Lehre nach ja bei 80 bis 100 (Vollblut) oder vlt. 90 -110 (Plasma) liegen. (Nachtrag: etwas niedrigere Werte sind natürlich auch ok)

Dann wäre ein langer SEA am Morgen auch zur Basiskompensation in der insulinträgesten Phase des Tages geboten. Bzw. entsprechendes, vorsichtiges Experimentieren mit der Basaldosis (natürlich nur nach R. mit Doc  :zwinker:).

Würde der Wert nach bei längerem Liegenbleiben stabil sein, spräche es deutlich für ein Aufstehinsulin. In dem Fall könnte Dir Dein Arzt evtl. vorschlagen direkt zum Aufstehen eine kleine Dosis NovoR zu setzten. Wenn er vorsichtig ist fängt er mit  einer Einheit an und steigert dann bis zu 4 Einheiten, je nach Ergebnissen.  :gruebeln:

Aber auf alle Fälle denke ich, wie die Vorschreibenden, dass der SEA verlängert gehört.

Gruß
Joa




kikki:
Vielen Dank an alle für die Antworten

Werde Eure Anregungen berücksichtigen  bzw schon bald  mit meiner Ärztin darüber sprechen.

Bin halt noch neu mit dem Insulin und bin sehr froh das ich auf euer und jetzt auch mein Forum gestoßen bin.Besonders gefällt mir wie verantwortungsvoll hier umgegangen wird und wenn mal jemand übers Ziel hinausschießt sehr schnell
positiv eingegriffen wird.

Ich habe schon sehr viel aus dem Forum gelernt und werde mich soweit ich in der Lage bin auch beteilige.

Grüße aus dem noch sonnigen Wilhelmshaven   Klaus

Joerg Moeller:

--- Zitat von: kikki am April 15, 2009, 18:45 ---2,00,bis 5 Uhr meine Werte 93-107 sind
Ich stehe auf 06.00Uhr BZ 110-120
Um 7.30 BZ 140-150

--- Ende Zitat ---

D.h. daß da schon eine Resistenzentwicklung stattfindet...


--- Zitat ---Nach einer Stunde ist der Bz bei 254
Nach 2 Stunden        BZ 155
Nach 3.5-4 Std     zwischen 55+80
--- Ende Zitat ---

...und daß die Gesamtmenge für das Frühstück (inkl. des noch wirksamen Basals) Frühstück und Resistenz abfangen kann.


--- Zitat ---Jetzt habe ich den  SEA verändert was im Ergebniss auch nich wesentlich anders war.
--- Ende Zitat ---

Stell dir einen Eisenbahnwaggon vor. Wenn du den auf 50 km/h beschleunigst und dann auf die Bremse steigst hat er einen Bremsweg X
Beschleunigst du ihn nur auf 20 km/h ist der Bremsweg kleiner.

Dein BZ ist wie dieser Waggon: je eher du die Beschleunigung stoppst, desto kleiner der Bremsweg. (~desto geringer der BZ-Anstieg nach der Mahlzeit)

Beschleunigung ist eine positive, Bremse eine negative Kraft. Sind beide gleich stark ist die Bewegung gleich Null (physikalisch nicht ganz korrekt, ich weiß)

D.h. in dem Moment, wo die Morgen- und/oder Aufstehhormone ihre Wirkung beginnen braucht dein Körper ein mehr an Insulin um auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

Wie Joa schon andeutete kommt es jetzt darauf an herauszufinden, wie stark der Anstieg durch die Morgenhormone (die setzen zeitlich gesteuert ein) und der der Austehhormone (die setzen durch Lageveränderung ein) ist. Das muß man an mehreren Tagen evaluieren, eine einzelne BZ-Messung reicht dazu nicht aus.

Hat man da dann z.B. rausgefunden, daß die Aufstehhormone einen großen Einfluß haben kann man da eine bremsende Wirkung durch Aufsteh-Insulin erzeugen. Liegt es eher an den Morgenhormonen könnte man versuchen an der Basaldosis zu drehen. Allerdings nicht unbegrenzt. (Limitiert wird das durch den 2:00 Uhr Wert)


--- Zitat ---Meine Frage die ich dann auch mit der Ärztin bespreche?
SEA verlängern??
Aufteilen der Dosis in Morgengupf+Mahlzeitenbolus??
Wobei der Faktor vor dem  Frühstück ja nicht 1.5 sein kann??

--- Ende Zitat ---

Aufteilen in Gupf und Bolus bringt erst dann was, wenn es wirklich klar ist, wo das herkommt.

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