Plauderstündchen > Kaffeeklatsch

Was ist euch wichtig?

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Bärchen:

--- Zitat ---Aber wenn dir jetzt ein "Bei mir war es nicht so schlimm" auf den Lippen, bzw. der Tastatur liegt: Vergiß es!
Es gibt keine Opfer erster, zweiter, dritter... Klasse.
Jedes Kindheitstrauma, gleich welcher Art, ist eins zuviel!
--- Ende Zitat ---
Aber trotzdem...

Wie hast du's geschafft dabei zu überleben? Hört sich jetzt ein bisschen merkwürdig an, meine aber, wie du's geschafft hast, damit umzugehen.


--- Zitat ---Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: du kannst was nicht von ihm verlangen?
--- Zitat ---Lässt er dich außer den Freiheiten denn wenigstens jetzt so etwas wie Geborgenheit spüren?
--- Ende Zitat ---

--- Ende Zitat ---
Also ich kann nicht verlangen, dass er mir so etwas wie Geborgenheit gibt. Könnte er auch gar nicht, weil ich blockieren würde. Also soll oder darf er gar nicht, von daher geht das schon echt in Ordnung so...

Wünsche noch einen schönen Abend
LG, Bärli

vreni:

--- Zitat ---Also ich kann nicht verlangen, dass er mir so etwas wie Geborgenheit gibt.
--- Ende Zitat ---
Ich habe 2 erwachsene Kinder und es gibt einen Spruch. "wenn sie klein sind gib ihnen Wurzeln, wenn sie gross sind verleih ihnen Flügel."
Geborgenheit ist schon ganz wichtig - wenn die Eltern nicht geben, fehlt den Kindern das sogenannte Urvertrauen (in Menschen) im ganzen Leben.

Ich habe die Dinge, die schief gelaufen sind (und es waren auch einige) in meiner Kindheit so bewältigt indem ich mich mit der Vergangenheit meiner Mutter beschäftigte  und dann Stück für Stück begriffen habe, dass ihre eigenen Voraussetzungen so schlecht waren, dass ihr Verhalten die direkte logische Folge davon war.
Aber das hat Jahre gedauert und einiges habe ich erst verstanden als ich eine eigene Familie hatte.
Kinder bringen wieder eine ganz neue Sicht (Dimension) ins Denken. Mir haben die Kinder mehr gegeben als ich ihnen je geben kann.

En ganz en schöne Tag wünsch ich Euch
liebi Grüess
vreni



Joerg Moeller:

--- Zitat von: Bärchen am März 30, 2004, 22:02 ---
--- Zitat ---Aber wenn dir jetzt ein "Bei mir war es nicht so schlimm" auf den Lippen, bzw. der Tastatur liegt: Vergiß es!
Es gibt keine Opfer erster, zweiter, dritter... Klasse.
Jedes Kindheitstrauma, gleich welcher Art, ist eins zuviel!
--- Ende Zitat ---
Aber trotzdem...
--- Ende Zitat ---

...bist du du und ich bin ich. Es ist egal, ob du dir den Fuß verbrannt hast oder das ganze Bein: Schmerz ist Schmerz.
(Die Therapie zwischen diesen beiden Dingen ist unterschiedlich ausgeprägt, aber das ist auch alles)


--- Zitat ---Wie hast du's geschafft dabei zu überleben? Hört sich jetzt ein bisschen merkwürdig an, meine aber, wie du's geschafft hast, damit umzugehen.
--- Ende Zitat ---

So ähnlich wie du: ich habe mir einen Mechanismus geschaffen, der mir hilft. Bei mir war es die Fähigkeit Stimmungen wahrzunehmen; quasi hinter die Maske zu schauen, die ein Mensch trägt. So konnte ich das schlimmste verhindern. Und ich habe gelernt jedem nur bis zu einem gewisen Punkt zu vertrauen.


--- Zitat ---Also ich kann nicht verlangen, dass er mir so etwas wie Geborgenheit gibt. Könnte er auch gar nicht, weil ich blockieren würde. Also soll oder darf er gar nicht, von daher geht das schon echt in Ordnung so...
--- Ende Zitat ---

Das sehe ich anders. Sicher, du würdest blockieren, und das auch völlig zu recht! Immerhin hat er sich in der Vergangenheit nicht als sehr vertrauenswürdig erwiesen.
Trotzdem könnte er es schaffen wenn er es wollte. Er müsste sich nur Zeit nehmen. Der letzte Mensch der es bei mir geschafft hat hat sich über drei Jahre Zeit genommen. War für mich da, hat mich nie zu etwas gedrängt und hat sehr behutsam auf meine Reaktionen geachtet. Irgendwann war ich dann soweit, daß ich - von diesem Menschen - Nähe zulassen konnte. Und aus dem "Nähe zulassen" ist dann irgendwann auch "Nähe wünschen" geworden.
Ich weiß, daß u dir das nur schwer vorstellen kannst, wäre mir vor ein paar Jahren nicht anders ergangen.Aber möglich ist es...

Joerg Moeller:

--- Zitat von: vreni am März 31, 2004, 07:36 ---Ich habe die Dinge, die schief gelaufen sind (und es waren auch einige) in meiner Kindheit so bewältigt indem ich mich mit der Vergangenheit meiner Mutter beschäftigte  und dann Stück für Stück begriffen habe, dass ihre eigenen Voraussetzungen so schlecht waren, dass ihr Verhalten die direkte logische Folge davon war.

--- Ende Zitat ---

Das war dein Weg, aber ich lehne den ab. Wenn jemand - aus welchen Gründen auch immer - seinen Kindern nicht die Wärme und Geborgenheit geben kann, die ihnen seit ihrer Geburt zustehen, dann sollte er erst gar keine Kinder bekommen. Eine eigene schlimme Kindheit ist keine Ent-Schuldigung für solches Verhalten.

vreni:

--- Zitat ---dann sollte er erst gar keine Kinder bekommen
--- Ende Zitat ---
Einverstanden, aber es ist u.a. eine Frage der Intelligenz (Unvermögen, Mankos zu erkennen) das zu entscheiden.
liebe Grüsse
vreni
P.S. und weisst Du was, ich bin froh dass ich lebe
 :D

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