Diabetesfragen > CSII - Pumpentherapie

Insulinreservoire (mehrfach) richtig verwenden

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Joa:
Hallo zusammen,

es geht es um die Vorbereitung von Insulinreservoiren für die Pumpe vor dem Befüllung mit Insulin.

Folgende Anleitung dazu habe ich mal in dem englischsprachigen Buch "PUMPING INSULIN" von Walsh/Roberts gefunden:

"Plastic pump reservoirs are precoated with a lubricant that provides a tight seal between the two 0-rings and the barrel of the reservoir. When a reservoir sits in storage, however, the lubricant may Pool at the bottom
of the reservoir. This increases the chance of Insulin leaking out the back of the reservoir past "dry" 0-rings. Even a small leak between the 0-rings can cause a rapid loss of control. Replace the reservoir with another one if liquid, mist or bubbles are noted between the 0-rings. The picture to the right shows such a leak. Plastic pump reservoirs are precoated with a lubricant that provides a tight seal between the two 0-rings and the barrel of the reservoir. When a reservoir sits in storage, however, the lubricant may Pool at the bottom
of the reservoir. This increases the chance of Insulin leaking out the back of the reservoir past "dry" 0-rings. Even a small leak between the 0-rings can cause a rapid loss of control. Replace the reservoir with another one if liquid, mist or bubbles are noted between the 0-rings.

To avoid 0-ring leaks, recoat the reservoir wall with lubricant prior to use by freeing the plunger and pushing it completely into the barrel. Rotate the plunger a couple of times to recoat the 0-rings; then carefully pull it back and forth two or three times in the reservoir to recoat the barrel. This redistributes the lubricant onto the 0-rings and reservoir wall and helps prevent Insulin from leaking out past the 0-rings."

Was ich etwa so übersetzt habe:

"Die Innenwände der Plastikreservoire sind mit einem Gleitmittel überzogen, das eine Dichtung zwischen den beiden O-Ringen und der Wandung herstellt.
Während der Lagerung kann sich der Schmierfilm allerdings zusammenziehen. Dadurch entsteht die Möglichkeit, dass Insulin zwischen den trockenen O-Ringe durchdringt und ausläuft.
Selbst ein kleines Leck zwischen den O-Ringen kann zu einem rapiden Kontrollverlust führen.
Ersetzen Sie das Reservoir durch ein anderes, wenn Flüssigkeit, Kondensationsniederschläge oder Blasen zwischen den 0-Ringen zu sehen sind.

Um O-Ring-Lecks zu vermeiden, stellen Sie einen geschlossenen Schmierfilm an den Reservoirwänden vor Gebrauch sicher. Drücken Sie dazu den Kolben einmal vollständig in das Reservoir. Drehen Sie den Kolben mehrmals, um auch die O-Ringe zu schmieren. Dann bewegen Sie den Kolben zwei- oder dreimal im Reservoir, unter leichtem Drehen, vorsichtig auf und ab.

Das sichert die gleichmäßige Verteilung des Gleitmittels auf Reservoirwänden und Kolbenringen, und hilft zu verhindern, dass Insulin auslaufen kann."

Auch bei neuen Reservoiren wird man feststellen, dass der Reservoirkolben beim ersten Durchbewegen noch recht schwergängig ist, was sich dann in aller Regel aber legt, bis er auf einem durchgängigen Silikonschmierfilm frei gleitet.

Dieses Vorgehen der Neuschmierung gilt natürlich auch, oder besonders, wenn die Reservoire mehrfach verwendet werden.

Bei mehrfacher Verwendung der Reservoire sollte das in der Regel problemfrei klappen, solange man bei der Nachschmieraktion ein freies und widerstandsarmes Gleiten des Kolbens feststellt und die Sichtprüfung des Reservoirs weder Feuchtstellen zwischen den Kolbenringen oder auf den Kolbenringen, noch hinter dem Kolben an der Ampullenwand ergibt.

Bei mehrfacher Verwendung eines Reservoirs sollte jedoch auch das Auftreten eines Verstofungsalarm im Betrieb zu einem umgehenden Reservoirwechsel führen.

Auf diese Art lassen sich Reservoire erstaunlich häufig und problemfrei wiederverwenden.

Ich habe schon von Leuten gehört, dass sie das mehr als 10x betrieben haben. Selber habe ich in eine hierzu Grund gebenden Situation etwa 6 x gemacht.

In der Regel gehe ich aber nicht über eine 2 bis 3-malige Verwendung hinaus.

Gruß
Joa

Archchancellor:
2 Anmerkungen dazu:
1:)
jetz weiß ich weshalb ich regelmäßig eine Verstopugsanzeige erhalte. Auch wenn alle 3 komponenten (Reservoir, Katheder und Schlauch neu sind erhalte ich den Alarm sobal ich mehr als 5 IR abgeben will. Cozmo hat die Justirung schon so groß wie möglich eingestellt - nach deren Aussage. habe die Pumope dafür extra eingeschockt.
==> Ich schiebe den Kolben nicht oft genug hin und her.
Werde dies mal ausprobieren.

2.)
Früßer wurden doch die "Pistolen" (ältere unter uns kennen sie noch) regelmäßig ausgekocht. Wäre es da nicht sinnvoll (für uns, nicht für die Industrie) Reservoirs aus Glas anzubieten welche man auskochen kann?

Archchancellor
Seitdem sich die Menschen herausgenommen haben, Gott eine Sprache zu verleihen, hat ihn jeder auf seine Weise sprechen und sich von ihm sagen lassen, was er gewollt hat.
(Rousseau, Glaubensbekenntnis des savoyischen Vikars)

diotmari:
Danke für diese Info!
Mir hat keiner gesagt, daß ich den Kolben vorher bewegen sollte....:nixweiss:

Viele Grüße
Dietmar

Joerg Moeller:

--- Zitat von: Archchancellor am Januar 22, 2009, 09:06 ---Wäre es da nicht sinnvoll (für uns, nicht für die Industrie) Reservoirs aus Glas anzubieten welche man auskochen kann?

--- Ende Zitat ---

Klar... Und wenn wir schon dabei sind können wir auch wieder auf Pferdefuhrwerk umsteigen. Dann sind die Autobahnen freier und es wird nicht so viel CO2 produziert.... ;D

chippy_2001:

--- Zitat von: Archchancellor am Januar 22, 2009, 09:06 ---2 Anmerkungen dazu:
1:)
jetz weiß ich weshalb ich regelmäßig eine Verstopugsanzeige erhalte. Auch wenn alle 3 komponenten (Reservoir, Katheder und Schlauch neu sind erhalte ich den Alarm sobal ich mehr als 5 IR abgeben will. Cozmo hat die Justirung schon so groß wie möglich eingestellt - nach deren Aussage. habe die Pumope dafür extra eingeschockt.
==> Ich schiebe den Kolben nicht oft genug hin und her.
Werde dies mal ausprobieren.

--- Ende Zitat ---
Hatte auch Probleme mit Verstopfungsanzeige bei der Cozmo bei der Verwendung von Rapid-D-Link Kathetern. Der Außendienst von Smith meinte, das müsse an den Kathetern liegen. Nachdem eine Prüfun durch Roche - die haben weit über einen Monat dafür gebraucht - keine Fehler ergab, habe ich die Cozmo eingeschickt, obwohl laut AD wenig erfolgversprechend. Seither habe ich keine Probleme mehr. Ein Schelm, wer böses dabei denkt...  ;)
chippy

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