Diabetesfragen > CSII - Pumpentherapie
Erfahrungsberichte zu Pumpen allgemein gesucht.
Joerg Moeller:
Hallo Freunde,
ich bin gebeten worden die folgenden Fragen mal hier reinzustellen. (Und bitte keine Hinweise auf die Suchfunktion. Ihr kennt das ja: wenn eine Frage zum x-ten Mal gestellt wird, dann wird sie eben zum x-ten Mal beantwortet :zwinker: :prost:)
Wo liegt der Vorteil gegenüber Pen?
Ist so 'ne Pumpe nicht schlicht ein automatisierter Pen?
Inwiefern stört das Gehäuse? Ich habe täglich in absolut unsteriler Umgebung handwerklich zu tun... kann mir absolut nicht vorstellen, die Gerätschaft um den Hals zu tragen. Eher im Hosensäckel wie ein Handy... ob das geht?
Muß man erst eínen Lehrgang besucht haben um eine Pumpe verschrieben zu bekommen oder verschreibt einem das der Arzt und gut ist? Kannst meine Fragen gerne in das Forum integrieren, vielleicht hilft das anderen Anfängern weiter.
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Jörg Möller am Dezember 14, 2008, 14:12 ---Wo liegt der Vorteil gegenüber Pen?
--- Ende Zitat ---
Man kann seinen Basalbedarf gezielter abdecken und feiner steuern. Was der Pen einmal abgegeben hat ist "drin" und wirkt dann so, wie das Wirkprofil des Insulins es vorgibt.
Mit der Pumpe gebe ich den Basalanteil des Insulins so ab, wie mein Körper ihn braucht. (Basalinsulin ist ja auch nur Insulin mit einem Verzögerungsmenchanismus. Und eben dieser Mechanismus wird bei der Pumpe nicht gebraucht, daher kann man da auch mit Normalinsulin oder Kurzzeitanaloga den Basalbedarf bedienen).
Daher kann ich z.B. kurzfristig den Basalanteil auch erhöhen oder absenken (->Temporäre Basalrate z.B. bei Infekten oder Sport)
--- Zitat ---Ist so 'ne Pumpe nicht schlicht ein automatisierter Pen?
--- Ende Zitat ---
Ja. Aber einer den man nicht suchen muss und mit dem sich die Zahl der Einstiche reduziert (Mit Pen: mehrmals täglich. Mit Pumpe einmal alle 2-3 Tage)
--- Zitat ---Inwiefern stört das Gehäuse? Ich habe täglich in absolut unsteriler Umgebung handwerklich zu tun... kann mir absolut nicht vorstellen, die Gerätschaft um den Hals zu tragen. Eher im Hosensäckel wie ein Handy... ob das geht?
--- Ende Zitat ---
Ja, kann man über oder auch unter der Kleidung tragen. Und ich kenne einige, die die Pumpe schlicht und einfach ins Hosensäckel stecken.
--- Zitat ---Muß man erst eínen Lehrgang besucht haben um eine Pumpe verschrieben zu bekommen oder verschreibt einem das der Arzt und gut ist?
--- Ende Zitat ---
Man muß natürlich in den Gebrauch der Pumpe eingewiesen werden. Wie das abläuft ist von Arzt zu Arzt unterschiedlich. Bei mir war das eine Doppelstunde inkl. Besprechen des Vorgehens beim Kath. setzen, Ketoazidose usw. (Ich hab mich aber auch vorher schon recht gut ausgekannt)
diotmari:
--- Zitat von: Jörg Möller am Dezember 14, 2008, 14:12 ---Wo liegt der Vorteil gegenüber Pen?
--- Ende Zitat ---
Auch wenn ich sie (noch) nicht hab:
Verspreche mir feingesteuertere Bolusabgabe durch Dualbolus und Multiwavebolustechniken.....sind z.Z. alles zusätzliche Löcher, um daran auch nur näherungsweise zu kommen!
Viele Grüße
Dietmat
Trüffel:
Ich fand am Ende der Pen-Zeit die Piekserei zuviel.
Morgens Basal plus Korrektur bzw. Gupf 2 Piekser
Vormittags Frühstück 1 Piekser
Vor dem Mittagessen Korrektur 1 Piekser
Mittagsbolus 1 Piekser
Noch ein Nachtisch 1 Piekser
Nachmittags ein süsses Teilchen 1 Piekser
Abends Korrektur fällig 1 Piekser
Brotzeit 1 Piekser
Nachtkorrektur 1 Piekser
Basal 1 Piekser
So, dann komme ich bei diesem wenn auch gefräßigen Tag ;D mit einigen Korrekturen auf 11 Stiche allein für die Insulininjektionen.
Praktisch an der Pumpe finde ich noch, daß man getrost ausschlafen kann. Ich muß wochentags sehr zeitig raus aus den Federn raus und bin am Wochenende locker einige Stunden länger im Bett. Das ging unter Basis/Bolus nur mit sehr waghalsigen Manövern. :wech:
Der Kommentar einer Diabetologin damals: "Aber das sind ja nur zwei Tage in der Woche."
Taurec:
Gerade bei Temperaturen wie z.Zt finde ich die Pumpe auch sehr praktisch.. so muss man sich z.B. nicht auf dem Weihnachtsmarkt in aller Kälte entblättern nur weil man eine Bratwurst mit Brötchen gegessen hat. Unauffälliger ist das ganze so und so...
Für mich der ich öffter mal über mehrer Zeitzonen verreise ist auch die Zeitumstellung mit der Pumpe und somit die anpassung der Basalrate leichter.
Neben dem Tragen der Pumpe am Gürtel, Hals oder in der Hosentasche gibt es von den Herstellern auch noch weitere Befestigungsmöglichkteiten. Z.b. Bauchgurt. Schulterhalter (ähnlich wie ein Waffenhalter), Bein- oder Armgurt... und und und.
Ich hab auch schon Leute gesehen die die Pumpe mit einem langen Kateder in der Socke getragen haben.
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