Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Magersüchtige und Hypos
Columbo:
Also, er hat gemeint, dass die Gluconeogenese bei einem Magersüchtigen extrem verstärkt wird.
Und ich denke halt, dass Hypos bei Magersüchtigen oft, bzw. ständig vorkommen, weil sie so gut wie gar keine Kohlenhydrate mehr zu sich nehmen.
Llarian:
--- Zitat von: Columbo am Oktober 24, 2008, 22:24 ---Also, er hat gemeint, dass die Gluconeogenese bei einem Magersüchtigen extrem verstärkt wird.
--- Ende Zitat ---
Sie läuft ab, wenn sie gebraucht wird. Also in Zeiten zwischen den Mahlzeiten... auch bei Nichtmagersüchtigen.
--- Zitat ---weil sie so gut wie gar keine Kohlenhydrate mehr zu sich nehmen.
--- Ende Zitat ---
Sondern was?
Und: Wer weniger KHs zu sich nimmt, spritzt auch weniger Insulin. Warum soll jemand mit wenig KHs dann mehr Hypos haben?
Grüße
Anja
Columbo:
Also, ich sehe schon, da muss ich was klarstellen.
Dieses Thema hier ist eher offtopic, da ich Magersüchtige Nichtdiabetiker meinte.
Ich schrieb, als ich das Thema eröffnete im ersten Satz
--- Zitat ---Meine Frage bezieht sich jetzt nicht nur auf Diabetiker, sondern allgemein.
--- Ende Zitat ---
Und um genau zu sein, kannst du das Wörtchen "nur" streichen, da es sich gar nicht auf Diabetiker bezieht.
Sorry, dass ich mich so unverständlich ausgedrückt habe. :-\
Ich gelobe Besserung! :)
Joa:
--- Zitat von: Llarian am Oktober 24, 2008, 22:34 ---Und: Wer weniger KHs zu sich nimmt, spritzt auch weniger Insulin. Warum soll jemand mit wenig KHs dann mehr Hypos haben?
--- Ende Zitat ---
Nehmen wir mal an, dass ab irgendeinem Stadium stark reduzierter Nahrungszufuhr und von Verstoffwechselung von Eiweißstrukturen des Körpers die Glukohomöostase nicht mehr immer in der Lage ist den Energiebedarf des Gehirns noch ausreichend umfänglich abzudecken. Was dann wohl sogar ziemlich unabhängig von einem höheren Insulinspiegel sein mag, da das Gehirn die Glukose insulinunabhängig verbraten wird, soweit ich entsinne.
Das mag vielleicht auch erklären, das Hypoglykämien als Symptomatik bei Anorexie von Tante Google zurückgemeldet werden.
Letztlich können ja auch nichtanorektische Nichtdiabetiker hier oder da mal Unterzuckerungssymtome erfahren.
Gab es da nicht was, dass schon visuelle Reize eine gewisse Insulinausschüttung bei funktionsfähigen Beta-Zellen mitbewirken können?
Gruß
Joa
Joa:
Hallo Columbo,
--- Zitat von: Joa am Oktober 25, 2008, 00:47 --- [auf die Schnelle und nicht so ganz zusammenhängend verständlich Geschriebenes]
--- Ende Zitat ---
bei fehlender Nahrungszufuhr kann der Körper auf verschiedenen Wegen Glukose aus anderen Grundbausteinen (Laktat/Eiweiß/Fette) bereitstellen.
Das ist natürlich beim Diabetiker und beim Nichtdiabetiker so. Siehe z.B. http://flexikon.doccheck.com/Gluconeogenese
Ebenso wie, solange angefüllt, die Glykogenspeicher von Muskulatur und Leber wieder in Glukose verwandelt werden können(Glukogenolyse).
Der Hauptverbraucher der Glukose im Stoffwechsel sind Gehirn und Nerven.
Durchaus scheint mir logisch, dass Glukoneogenese oder Glykogenolyse irgendwann in einen Bereich kommen, wo die "Rohstoffe" so knapp werden, das aus diesen Quellen der Grundbedarf für das Gehirn/Nervensystem nicht immer ausreichend gedeckt werden kann. Das ist ab einem dem Gehirn zuströmenden Blutzuckerspiegel von etwa 50 mg/dl der Fall. Und, wie schon gesagt, verbraucht das Gehirn die Glukose auch bei geringen Insulinspiegeln, weil es dazu kein Insulin benötigt.
Abgesehen davon mag es auch schneller zu anderen Regulationsstörungen im Stoffwechselsystem kommen können, die zu zeitweiligen Hypoglykämieen führen könnten.
Allerdings sind nach meiner Vermutung wohl weniger solche Hypos das kritische Problem bei Magersucht. Wahrscheinlicher ist es wohl, dass es vor wirklich gefährlichen Hypos zu anderen Mangel-/Versagenszuständen kommt, die ihrerseits auch alleine bedrohlicher sind. Ich nehme an, dass Anja weiter oben an sowas gedacht hat.
Gruß
Joa
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