Diabetesfragen > CSII - Pumpentherapie

Gesetzliche Krankenkasse - Insulinpumpe

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Ailis:
Ich bin seit 14 Jahren Typ 1.

Gründe für die Pumpe:
- "Dawn Syndrom",
- schwankender Basal Bedarf,
- Probleme trotz besten Willens und strikter Diät den Hba1c unter 6.5 zu bekommen

Bei uns kann nur der die Pumpe bekommen der sie selbst kaufen kann, bis jetzt haben, soviel ich weiss, unter 30 Leute eine in meiner Provinz eine Pumpe. Meine Krankenkasse wurde vor Gericht nun dazu gezwungen den Monatlichen Bedarf für die Pumpe zu bezahlen wenn ich die Pumpe erst einmal habe.

johann:
Hallo,

bei der Aufnahme in eine private Krankenversicherung kann die Erstattung von Kosten für bestehende Krankheiten ausgeschlossen werden, oder der Risikozuschlag zur Prämie ist astronomisch hoch. Studierende sind jedoch in Deutschland grundsätzlich pflichtversichert.

Zur Genehmigung der Insulinpumpentherapie durch die KK sollte typunabhängig wenigstens eine der folgenden Indikationen bestehen:

•   Ausgeprägtes Dawn-Phänomen ("Morgenröte-Phänomen")
•   Häufige Hypoglykämien
•   Fehlende Hypoglykämiewahrnehmung
•   Versagen der Gegenregulationsdynamik
•   Fortgeschrittene Ösophago-Gastroparese (mit und ohne Enteropathie)
•   Ausgeprägte Insulinempfindlichkeit bei geringer Tagesinsulindosis
•   Diabetische Nephropathie
•   Schmerzhafte sensorische Neuropathie
•   Präproliferative bzw. proliferative Retinopathie
•   Präkonzeptionelle Optimierung der Blutzuckereinstellung
•   Gravidität
•   Berufliche Indikation: Schichtdienst
•   Berufliche Indikation: erschwerte regelmäßige Einnahme von Haupt-bzw.
            Zwischenmahlzeiten


Viel Glück bei dem weiteren Vorgehen.






Llarian:

--- Zitat von: Ailis am August 03, 2008, 11:40 ---Gründe für die Pumpe:
- "Dawn Syndrom",
- schwankender Basal Bedarf,
- Probleme trotz besten Willens und strikter Diät den Hba1c unter 6.5 zu bekommen

Bei uns kann nur der die Pumpe bekommen der sie selbst kaufen kann, bis jetzt haben, soviel ich weiss, unter 30 Leute eine in meiner Provinz eine Pumpe. Meine Krankenkasse wurde vor Gericht nun dazu gezwungen den Monatlichen Bedarf für die Pumpe zu bezahlen wenn ich die Pumpe erst einmal habe.
--- Ende Zitat ---
Gerade der Dawn dürfte dafür sorgen, daß Du keine Probleme in Deutschland haben wirst.
Sorgen würde ich mir in anderer Hinsicht machen: Wenn nur so wenige Patienten bei Euch eine Pumpe tragen, dann haben die Ärzte recht wenig erfahrung damit, wie sollen sie die auch sammeln... Und wenn du schreibst, daß Dein Diabetes nicht gut einzustellen ist, scheinst Du kein Standardfall zu sein. Und der bloße Umstieg auf die Pumpe löst die Probleme nicht, es gehört schon feinarbeit dazu.

Grüße
Anja

Joerg Moeller:

--- Zitat von: Llarian am August 04, 2008, 17:06 ---...Und der bloße Umstieg auf die Pumpe löst die Probleme nicht, es gehört schon feinarbeit dazu.

--- Ende Zitat ---

Das kann man gut damit ausgleichen, daß man alte Protokolle von vor der Pumpenzeit und neuere mit Pumpe vorlegt, aus denen hervorgeht daß es jetzt mit Pumpe besser geworden ist.

Joa:

--- Zitat von: Jörg Möller am August 04, 2008, 20:22 ---...daß man alte Protokolle von vor der Pumpenzeit ...
--- Ende Zitat ---
Ich glaub, Anja wollte andeuten, dass in einer südafrikanischen Provinz mit nur etwa 30 Pumpenträgern kaum viele Ärzte zu erwarten sind, die über umfangreiche Erfahrungen mit der CSII verfügen?

Daher vielleicht mal ein ungefragter Tipp für des Englischen Mächtige mit Info-Bedarfen: Pumping Insulin
sofern noch nicht bekannt.  :zwinker:

Tja, und was für eine Schulung/Korrektureinstellung viele von uns hier während eines Deutschlandaufenthaltes empfehlen würden, ist sicher auch nicht  schwer zu erraten?  :nein:

Aber gut, erst mal geht es ja um die Wahl einer kranken Kasse.  :ja:

Gruß
Joa



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