Diabetesfragen > CSII - Pumpentherapie

Gesetzliche Krankenkasse - Insulinpumpe

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Llarian:

--- Zitat von: Ailis am August 07, 2008, 15:32 ---Mir fällt es etwas schwer alles auf Deutsch zu beschreiben  :kratz:, aber ich versuche es mal:
--- Ende Zitat ---
Danke! ;)


--- Zitat ---- Mein Arzt ist an einem Diabeteszentrum, an dem drei Ärzte mit einem ganzen Team (Fussspezialisten, Psychologen, Ernährungswissenschaftler, einem Fitnessstudio,  etc.) arbeiten. Was die Ärzte dort ganz toll geschafft haben, ist, dass sie mit all den besten Krankenversicherungen ein Paket zusammengestellt haben in dem die Krankenversicherungen dem Zentrum monatlich einen festen Betrag zahlen, dafür können wir Patienten alle Ärzte am Zentrum so oft wir wollen verwenden. Wir müssen dann, jedoch, auch die Apotheke dort benutzen. Natürlich macht das Zentrum einen guten Profit weil die meisten Patienten das Paket meist nicht ausnutzen.
--- Ende Zitat ---
So etwas ähnliches gibt es aber hier auch... Ärzte schließen sich in einer "Diabetologischen Schwerpunktpraxis" zu einem Team zusammen... etwa mit denselben Aufgabenverteilungen... allerdings kenne ich keine Praxis mit Psychologen.
Mit den DMPs (Disease Management Programmen)  gibt es für einige chronische Erkrankungen Programme, die die Behandlung strukturieren und für den Patienten verbessern sollen, für Krankenkassen und Patienten steht auch ein finanzieller Anreiz dabei, für die Ärzte bedeutet es meist nur mehr Papier-Arbeit.


--- Zitat ---- Den großen Unterschied in der Therapie finde ich ist, dass hier nie eine richtige Schulung stattfindet. Mann kann sich immer mal wieder mit einem 'Diabetes educator' treffen, aber vergleichbar finde ich es nicht. Alles wird viel mehr den Patienten selbst überlassen. Ich habe in den letzten 14 Jahren noch nie von Carb/Insulin ratios, oder von Korrektur ratios etc. gehört, bis ich Sidiary heruntergeladen habe. Ich scheine es in meinem Kopf recht gut selbst zu machen, aber beigebracht wurde es nie. Dies wurde mir und meiner Mutter, als ich erst diagnostiziert wurde klar, da mein Cousinin Deutschland ein Jahr früher auch Diabetiker wurde. Er blieb drei Wochen im Krankenhaus, ich wurde nach einer Stunde mit dem Arzt nach hause geschickt

--- Ende Zitat ---
Das fnde ich heftig. Was weiß man denn konkret für den Altag, wenn man aus dem Krankenhaus kommt? Es ist ja nun nicht gerade wie bei einigen Erkrankungen, wo man am Tag eine Tablette nimmt und gut, sondern man kann einiges falsch machen...

Grüße
Anja

wise:

--- Zitat von: Ailis am August 03, 2008, 11:40 ---
Bei uns kann nur der die Pumpe bekommen der sie selbst kaufen kann, bis jetzt haben, soviel ich weiss, unter 30 Leute eine in meiner Provinz eine Pumpe. Meine Krankenkasse wurde vor Gericht nun dazu gezwungen den Monatlichen Bedarf für die Pumpe zu bezahlen wenn ich die Pumpe erst einmal habe.


--- Ende Zitat ---

Wenn du umgerechnet 3700,- Euro selber bezahlen mußt dann würde ich eine Pumpe nehmen mit unbegrenzter Laufzeit.
Eine gesetzliche Krankenkasse muß in Deutschland jeden versichern.
Die Kosten liegen hier aber eher im Verbrauchsmaterial und nicht in der Pumpe selber.
Mir ist es im übrigen nicht gelungen einfach Rezepte für Reservoire und Katheter für meine selbstgekaufte Pumpe zu bekommen.
Selbst das ging nur über einen Antrag vom Doc bei der Krankenkasse.
Jedoch hat er mir einen kleinen Rest Rapid D mitgegeben zum Überbrücken der Zeit bis die Krankenkasse antwortet.

Im übrigen macht sich ein deutscher Doc strafbar der jemand behandelt mit einer Pumpe ohne EU Zulassung, was dazu geführt hat das meine USA Pumpe nun im Schrank liegt weil er mir eine andere umgehängt hat mit CE Zeichen auf der Rückseite.
Die geraten bei USA Pumpen, laufend am Körper, leicht in Panik weil sie theoretisch verklagt werden können.
Jedoch beschleunigt das die Bearbeitung des Pumpenantrages sehr.

Bei den Paradigm Pumpen gibt es noch das Zusatzproblem das sie in USA Ausführung wegen Telekomunikationsgesetzen eine Straftat darstellen.
Sie funken auf Frequenzen die in der EU nicht freigegeben sind.

wise

Llarian:

--- Zitat von: wise am August 12, 2008, 13:36 ---Mir ist es im übrigen nicht gelungen einfach Rezepte für Reservoire und Katheter für meine selbstgekaufte Pumpe zu bekommen.
Selbst das ging nur über einen Antrag vom Doc bei der Krankenkasse.
--- Ende Zitat ---
Das ist aber normal, denn die Kasse genehmigt nicht die Pumpe, sondern die Therapie. Und der Knackpunkt bei einer CSII sind eben die Verbrauchskosten, nicht die Initialanschaffung des Geräts.


--- Zitat ---Im übrigen macht sich ein deutscher Doc strafbar der jemand behandelt mit einer Pumpe ohne EU Zulassung
--- Ende Zitat ---
Das ist nun allerdigns jammerschade... ich habe mit der Ping von Animas geliebäugelt und überlegt, ob man die nicht aus Amerika beschaffen kann und das dt. Animas-Zubehör verwendet.
Wie ist das denn mit Pumpen, die in Österreich, aber nicht in D zugelassen sind?

Grüße
Anja

Ailis:

--- Zitat ---Die Kosten liegen hier aber eher im Verbrauchsmaterial und nicht in der Pumpe selber.
Mir ist es im übrigen nicht gelungen einfach Rezepte für Reservoire und Katheter für meine selbstgekaufte Pumpe zu bekommen.
Selbst das ging nur über einen Antrag vom Doc bei der Krankenkasse.
Jedoch hat er mir einen kleinen Rest Rapid D mitgegeben zum Überbrücken der Zeit bis die Krankenkasse antwortet.
--- Ende Zitat ---

Ah, interessant. Also da müsste ich sicher machen, dass ich genug Insulin und Bedarf dabei habe, bis ich nicht nur einen Termin bei Arzt bekomme, aber bis die Krankenkasse auch Zeit hat den Antrag zu begutachten? Das dauert doch recht lange, oder?


--- Zitat --- ... was dazu geführt hat das meine USA Pumpe nun im Schrank liegt weil er mir eine andere umgehängt hat mit CE Zeichen auf der Rückseite.
--- Ende Zitat ---

Gibt es irgendwo eine Liste von Pumpen die zugelassen sind?

Da müsste ich auch herausfinden ob die Pumpe zugelassen währe wenn ich sie mir, zum Beispiel, eine zugelassene Pumpe in Südafrika kaufe? Oder ob die dann in Deutschland gekauft werden muss?

Da lernt man ja immer mehr dazu!  :super:

Danke :)

Llarian:

--- Zitat von: Ailis am August 12, 2008, 15:22 ---Ah, interessant. Also da müsste ich sicher machen, dass ich genug Insulin und Bedarf dabei habe, bis ich nicht nur einen Termin bei Arzt bekomme, aber bis die Krankenkasse auch Zeit hat den Antrag zu begutachten? Das dauert doch recht lange, oder?
--- Ende Zitat ---
Das kann sehr (!) verschieden sein. Wenn der Arzt allerdings anmerkt, daß es aus den genannten Gründen eilig ist, weil Du sonst in eine lebensbedrohliche Situation kommst, und Du auch ggf. bei der Kasse in regelmäßigen Abstönden nachfragst, sollte das in einem erträglichen rahmen bleiben. Trotzdem würde ich mich vor dem Umzug gut mit allem ausrüsten und auf den worst case vorbereiten. Also zumindest den Bedarf für ein Quartal dabei haben.


--- Zitat ---Da müsste ich auch herausfinden ob die Pumpe zugelassen währe wenn ich sie mir, zum Beispiel, eine zugelassene Pumpe in Südafrika kaufe? Oder ob die dann in Deutschland gekauft werden muss?
--- Ende Zitat ---
Wenn es so sein sollte, daß Du Deine Pumpe nicht weiterverwenden darfst, dann würde die neue auf jeden fall von der Kasse kommen, die müßtest Du nicht selbst kaufen.
Wobei ich mir das aber auch nicht vorstellen kann, immerhin hast Du nciht die Pumpe im Ausland gekauft, um die dt. Zulasungsbestimmugen zu umgehen, sondern, weil Du vorher in dem Land, in dem sie zugelassen war, gewohnt hast... andererseits ist mein Vorstellungsvermögen da nicht relevant ;)

Grüße
Anja

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