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Re: unterschiedliche Wahrnehmung von BZ-Werten

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klausing:
Vielleicht machst Du doch mal einen Basalratentest über Nacht.
Es sieht fast so aus, als ob die Steigerung in den Einheiten welche Du ab2-3Uhr betreibst etwas zu hoch ist. Vielleicht bleibt bei Dir das Aufstehphenomän im Augenblick aus.  Will heißen, dass die Zuckerspeicher Deiner Leber nicht all zu sehr gefüllt sind. Das würde auch zu deinen Gewichtsabnahmen passen.

Trüffel:

--- Zitat von: Andi am Januar 15, 2008, 15:44 ---
--- Zitat von: Trüffel am Januar 15, 2008, 15:00 ---Es spielt auch eine Rolle, ob man am Vortag (bzw. kurzen Zeitraum vorher) eine Hypo hatte. Falls ja, ist der Adrenalinvorrat verbraucht und für die nächste Hypo steht nicht mehr soviel zur Verfügung.

Dem Körper steht nur eine begrenzte Menge zur Verfügung. Dann muß er es wieder neu bilden und das nimmt Zeit in Anspruch.

--- Ende Zitat ---

Ich höre davon zum Ersten mal.
Gibt's das irendwo zum Nachlesen :kratz:

--- Ende Zitat ---
Hallo Andi,
leider war ich die letzten Tage nicht da, aber Du hast ja die Antwort schon von Dieter  :super: bekommen.

Ja, das war mir bis vor kurzem auch neu und ich verstehe nicht, daß man als interessierter Diabetiker nichts davon zu hören bekommt. Ich denke vielen würden den Umgang mit Hypos überdenken!

Joa:
Moin Peter,


--- Zitat von: AxTRIM am Januar 18, 2008, 07:54 ---ja, die Pfunde purzeln wie wild.

--- Ende Zitat ---

na ja, Du hast halt mehrere, den Insulinbedarf senkende Faktoren am Wirken.

- Futterreduktion
- Gewichtsreduktion
- Up-Regulation

Evtl. auch noch eine Veränderung von Fettstoffwechselabläufen, die bei vorhandener Resistenzkomponente (a la Typ 2)
ebenfalls zu einem verbesserten innerzellulären Glukosetransport führen könnten.

Also wundern über die Bedarfssenkung musst Du Dich nicht.  :nein:
Und sie ist sicherlich nicht im Bereich wundersamer Ereignisse nach Fatima-Art zu erklären.  :zwinker:

Also deinem Gedanken nu mal testweise auf Insulin ganz zu verzichten, räume ich wenig, eigentlich so gut wie keine Aussicht auf einen erfolgreichen Verlauf ein.

Nach meiner Meinung bringen solche Versuche nix. Sinnvoller scheint mir doch ein schrittweises Heruntertasten durch langsame Senkungen von  Dosis und Basalrate.


--- Zitat ---Über Nacht läuft die Pumpe so:
[siehe oben]

--- Ende Zitat ---

Da stimme ich Klaus Ing. zu. Sieht etwas viel aus. Wie ja auch Deinen niedrigen Nachtwerte andeuten.
Auch hier schrittweises herunterfahren. Mit 'ner Spirit alle zwei Stunden um 0,1 IE senken. Mit anderen Pumpen stündlich 0,5 IE.


--- Zitat ---[Aufstehinsulin war] ... 4IE. Den hatte ich mitlerweile auf 2IE angepasst.

--- Ende Zitat ---
Was glaub ich in etwa zu dem Verhältnis Deiner Gesamtinsulinreduktion passt(e)?

--- Zitat ---Heute Morgen habe ich ihn weggelassen, und siehe da, jetzt um 7:30 Uhr habe ich 66 gemessen.

--- Ende Zitat ---
Ja klar, wenn Du i. d. R. um 5:30 aus der Falle hüpfst passt Deine BR um's Aufstehen herum gut dazu, derzeit das Meiste an AI (Aufstehinsulin) abzudecken.

Daher denk ich eben auch, dass Du den Morgengipfel sehr deutlich schleifen könntest/solltest und dafür schon eine angemessene Dosis AI beibehäst. 2 bis 2,5 IE vielleicht.

Die Sache mit der Leber hat dabei wohl keinen wesentlichen Bezug zum AI.
Allerdings buttert die Leber, wie wohl auch die Muskelzellen, zumindest nach meinen Beobachtungen, aus prall gefüllten Glykogenspeichern, im Nachtverlauf deutlich mehr Glukose wieder raus, als wenn auch dort Schmalhans Küchenmeister ist.
(OT: Da ist ja genau auch ein Ziel von "sportlichem" Insulindoping angesiedelt, in der "Überladung" der Glykogenspeicher).


--- Zitat ---Manchmal glaube ich, ich bin gar kein 1er sondern ein 2er.

--- Ende Zitat ---
Wie schon gesagt, einiges könnte dafür sprechen, dass Du auch mehr oder weniger ausgeprägte Resistenzen der Typ 2 Art hast.
Die sollten unter den Typ 1ern nicht viel weniger auftauchen, als beim Rest der Bevölkerung?


--- Zitat ---Aber mein Doc predigt immer wieder das die Untersuchungsergebnisse damals eindeutig gewesen wären - Antikörper und so.

--- Ende Zitat ---
Dann bezieht er sich auf festgestellte Antikörper, die halt eindeutig einen Typ 1 belegen.
Falls Du noch eine restliche Eigenproduktion, Nachweis am C-Peptid, hättest, käme es halt auf die Restmengenfähigkeit an.

Insgesamt ist die Situation derzeit sicher recht labil einszuschätzten und wird wohl auch noch ne Weile so bleiben.
Das bedeutet, dass Du aktuell und bis auf weiteres wohl zusehen musst, zeitnah zu reagieren, allerdings ohne dabei ein sinvolles Schema zu zerschießen.
Ne ordentliche ärztliche Hilfe wäre da sicherlich mehr als hilfreich!
Hast Du die an der Hand?


--- Zitat ---Mit einem 10ml Fläschen Insulin z.Zt. 30 Tage auskommende Grüße,

--- Ende Zitat ---

Na, ich hör Deine KK frohlocken!
Hoffentlich verordnet Sawicki nu nicht allen insulinpflichtigen Diabetikern eine individuelle Dauerkrise ...   :duck:

Gruß
Joa

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