Diabetesfragen > CSII - Pumpentherapie
Basalrate steigt und steigt
Joa:
--- Zitat von: Oekonom am Januar 02, 2008, 12:19 ---
--- Zitat von: LordBritish am Januar 02, 2008, 11:29 ---Hast Du da so eine schöne Wellenform, wie ich früher auchmal produziert hatte :kratz:
--- Ende Zitat ---
Ja, mein Doc meinte gleich am Anfang ich muss die Wellenform beibehalten. Deswegen hab ich im Moment die Probleme, ich weiss nicht wo ich korriegieren soll ohne ein Zickzack zu produzieren.
--- Ende Zitat ---
So eine schöne Welle mit zwei Hügeln oder Bergen ist für Typ 1 wohl die häufigste Variant, wobei die Erhabenheiten der BR dabei von den Hormonausschüttungen des Körpers im Biorhythmus geprägt werden.
Eine stündlich hin- und herspringende Basalrate kommt grundsätzlich nicht vor.
Woran die Erhöhung deines Insulinbedarfes liegt, wissen wir nicht. Erhöht oder erniedrigt sich der Insulinbedarf grundsätzlich, z. B. durch eine Veränderung der Rezeptorempfindlichkeit, sind alle insulinbezogenen Therapieparameter im gleichen Verhältnis zu verschieben.
Also die Basalrate ist rund um die Uhr im gleichen Verhältnis zu verändern, wie auch die IE/BE Relationen in gleichem Verhältnis entsprechend anzupassen wären.
Hast Du denn schon mal den Versuch gemacht, über Nacht erst mal eine temporäre Basalrate mit einer %ualen Erhöhung laufen zu lassen?
Oder wenn Du noch vorsichtiger rangehen willst, jede 2. Stunden etwas die BR zu erhöhen? Sofern Dein BR-Muster zuvor funktioniert hat, hätte beides den Vorteil, dass Du es nicht "zerschießen" wurdest. Und wenn der Bedarf wieder sinkt, kann man dann auch schrittweise mit der BR wieder nach unten wandern.
Ich täte an Deiner Stelle jetzt jedenfalls nicht allzuviel Energie in Basalratentestereien stecken, sondern erst mal zusehen mit angemessen Korrekturen den BZ einigermaßen im Zaum zu halten und eben die BR-vorsichtig und gleichmäßig nach oben setzten.
Durch die anzunehmende Resistenzentwicklung, vermutlich halt auch im Rahmen einer Fessäurenresistenz, wäre es dann sowieso ein Dartspiel mit verbundenen Augen. Weil aus den Anstiegszeitpunkten des BZ lässt sich dann kaum noch ein Rückschluss auf die Formausprägung der Basalrate ziehen.
Na und dann schau mal, was der Doc zum Ganzen sagt.
Gruß
Joa
Oekonom:
Ich mach heut lass heut mal das Mittagessen ausfallen um den Anstieg genau zu dokumentieren, den ich in den letzten Tagen bemerkt habe...
AAAber: er ist konstant bei ca. 100mg/dl seit 12 Uhr :lachen: Da soll mal einer schlau draus werden. Eine Downregulation würde ja eine komplette gleichmäßige Erhöhung der Basalrate mit sich ziehen (wenn ich das jetzt richtig verstanden habe :kratz:)
Naja, ich beobachte das noch bis 17 Uhr und dann gibts was zu essen :mahl:
Joa:
--- Zitat von: Oekonom am Januar 02, 2008, 14:11 ---AAAber: er ist konstant bei ca. 100mg/dl seit 12 Uhr :lachen: Da soll mal einer schlau draus werden.
Eine Downregulation würde ja eine komplette gleichmäßige Erhöhung der Basalrate mit sich ziehen (wenn ich das jetzt richtig verstanden habe :kratz:)
--- Ende Zitat ---
Jep! :ja: Hast Du richtig verstanden!
Es ist schon so, dass die Insulinempfindlichen Typ 1er, ich zähl mich grundsätzlich auch dazu, nicht allzu schnell beim Down-Regullieren sind. Vielleicht liegt das an einer reichhaltigen Ausstattung mit Insulinrezeptoren? Oder weiß der Kuckuck woran.
Ebenfalls erfolgt die Up-Regulation ggf. auch recht spontan, und dynamisch.
Das mag ein Vorteil sein, der Nachteil ist dann, dass die Stoffwechsellage bei den Insulinhomöopatischen eher labil wirkt. Vermutlich weil die Up- and Downs in relativ kurzen Abständen hin- und her schwanken können.
--- Zitat ---Naja, ich beobachte das noch bis 17 Uhr und dann gibts was zu essen :mahl:
--- Ende Zitat ---
Und dann beobachte nochmal die nächste Nacht. Messungen in 3-stündigem Abstand reichen aus.
Gruß
Joa
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Oekonom am Januar 02, 2008, 14:11 ---Eine Downregulation würde ja eine komplette gleichmäßige Erhöhung der Basalrate mit sich ziehen (wenn ich das jetzt richtig verstanden habe :kratz:)
--- Ende Zitat ---
Ja, und wenn das bei dir nicht so ist kann sich auch was im Hormonhaushalt geändert haben. (Viele Hormone haben eine dem Insulin entgegengesetzte Wirkung). Hormone werden selten gleichmäßig abgegeben, sondern meist schubweise. Steigt der Schub zu einer gewissen Zeit steigt in dieser Zeit dann auch der Insulinbedarf.
Joa:
--- Zitat von: Jörg Möller am Januar 02, 2008, 19:10 ---Hormone ... Steigt der Schub zu einer gewissen Zeit steigt in dieser Zeit dann auch der Insulinbedarf.
--- Ende Zitat ---
:super:
Deswegen mein Vorschlag, erst mal die nächste Nacht noch zu beobachten, ohne groß an Schrauben
zu drehen! :zwinker:
Gruß
Joa
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